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Auf diesem Bild noch Gegner, nun ist Cory Conacher (rechts) Teil des SC Bern. Bild: keystone

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Die Entlarvung der grossen Ausländerlüge

Die Hockey-Manager drehen durch. Das ist gut so. Sie entlarven unfreiwillig die grosse Ausländerlüge.

Publiziert: 16.02.21, 11:55 Aktualisiert: 16.02.21, 12:52

Sieben statt nur vier Ausländer und unbegrenzt viele Lizenzen. Das ist die neue Regelung, die ab der Saison 2022/23 eingeführt werden soll.

Das wichtigste Argument der «Reformnarren» um Berns Marc Lüthi und Zugs Patrick Lengwiler: So werde es möglich sein, die Saläre der Schweizer zu drücken. Weil ausländische Spieler viel billiger seien als helvetische Mitläufer.

Lüthi pflegt zu sagen, es gebe einen riesigen Markt von billigen ausländischen Spielern, die sehnlichst darauf warten, für 30'000 oder 40'000 Franken in unseren prächtigen Stadien und in unserem schönen Land zu dienen und nicht etwa zu verdienen.

Umstritten: SCB-General Marc Lüthi. Bild: keystone

Unser Hockey steht im Februar 2021 im Ausnahmezustand. Die Klubs müssen in leeren Stadien spielen. Sie brauchen Millionen aus der Bundeskasse und die Loyalität der zahlenden Kundinnen und Kunden (Fans, Sponsoren), um durch die schwerste Krise der Neuzeit zu kommen.

Nie war Geld verpulvern unsinniger

Am Ende der Saison gibt es richtigerweise keinen Absteiger. Nie war es also einfacher, vernünftig zu sein. Nie war es unsinniger, Geld für Ausländer zu verpulvern als im Februar 2021.

Wenn trotzdem die Bundes- und Kundengelder im Transferofen verheizt werden, dann wäre es, wenn wir denn den «Reformnarren» glauben schenken, sooooo einfach, aus den unübersehbaren Heerscharen der billigen Slowaken, Norwegern, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikaner, Kanadier, Franzosen, Deutschen, Italienern, Russen, Österreicher und Letten die Superstars zu finden, die bei uns dienen (und nicht verdienen) möchten.

Für mindestens ein Drittel der Klubs in Europa ist die Saison ohnehin gelaufen. Also müssten jetzt die billigen Slowaken, Norweger, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikaner, Kanadier, Franzosen, Deutschen, Italiener, Russen, Österreicher und Letten aus Verträgen freigegeben werden. Um das Budget zu entlasten und Spielraum für die Zusammenstellung der Mannschaft zu bekommen.

Szene aus dem WM-Spiel zwischen Grossbritannien und Dänemark: Partien wie diese müssten ein Schlaraffenland für Schweizer Sportchefs sein. Bild: EPA

Sportchefs finden keine Spieler

Es müsste jetzt – wenn wir der Argumentation der «Reformnarren» weiter folgen – eine eigentliche «Ausländerschwemme» geben. Ja, tüchtigen Sportchefs könnte es gar gelingen, dass ein ausländischer Spieler nicht nur auf Lohn und bezahlte Kost und Logis verzichtet. Sondern Geld bringt, damit er sich hier präsentieren darf, um vielleicht für nächste Saison einen Vertrag zu bekommen. Geld verdienen mit Ausländern.

Und was passiert in Wirklichkeit? Der Spielermarkt ist so ausgetrocknet, dass die Sportchefs händeringend nach ausländischem Personal suchen – und es nicht finden.

Marc Lüthis billige Slowaken, Norweger, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikaner, Kanadier, Franzosen, Deutsche, Italiener, Russen, Österreicher und Letten, die bei uns dienen (nicht verdienen) möchten, sind auf einmal wie vom Erdboden verschluckt.

Kommt dazu: Unsere Liga ist eine der besten der Welt. Wer hier eine dominierende Rolle spielen will, muss das Talent für die NHL haben.

Wieso die Löhne Jahr für Jahr steigen

Marcus Nilsson war beispielsweise letzte Saison der Topskorer der schwedischen Liga. Der Schwede hat in Langnau bisher in 24 Spielen ein einziges Tor erzielt. Stefan Rüegsegger – er kostet etwas weniger – steht nach 14 Einsätzen ebenfalls bei einem Treffer. Der Junior Joel Bieri – er kostet noch viel, viel weniger – hat in nur drei Partien einmal getroffen.

Marcus Nilsson: Nicht das, was sich die Emmentaler erhofft hatten vom schwedischen Topskorer. Bild: keystone

Es ist also nicht so einfach, aus dem riesigen Angebot von billigen Slowaken, Norwegern, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikanern, Kanadiern, Franzosen, Deutschen, Italienern, Russen, Österreichern und Letten, die bei uns dienen (nicht verdienen) möchten, den richtigen zu finden.

Conacher, ein alter Bekannter in Bern

Also tun die Bürogeneräle das, was sie schon immer am besten konnten: das Geld anderer Leute ausgeben. Jetzt ist es sogar Steuergeld. Und statt mühselig zu verhandeln, ist es doch viel einfacher, mehr als die Konkurrenz zu bieten. So treiben sie die Löhne seit Einführung der Playoffs (1986) Jahr für Jahr nach oben.

Der SCB hat nicht einen der unzähligen billigen Slowaken, Norweger, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikaner, Kanadier, Franzosen, Deutschen, Italiener, Russen, Österreichern und Letten verpflichtet. Sondern soeben dem HC Lausanne Cory Conacher ausgespannt.

In Bern schon erfolgreich: Conacher mit dem Meisterpokal. Bild: KEYSTONE

Wie auch immer dieser unsinnige Deal im Detail aussieht: Er kostet viel, viel Geld, das man ja jetzt dank der Steuermillionen und der Verzichtserklärungen der Saisonabo-Inhaberinnen und -Inhaber hat.

Wenn Lausanne Conacher zu einem Konkurrenten ziehen lässt, dann ist der Coach mit den Leistungen nicht zufrieden. Ist es klug, einen anderen Klub von einem unglücklichen ausländischen Spieler zu erlösen? Nein. Sinn macht allenfalls ein Spielertausch (wie im Falle von Biel und Davos mit David Ullström und Perttu Lindgren).

Die Krone des Unsinns: Der Vertrag mit dem bereits 31jährigen Kanadier wird in Bern auch gleich bis 2023 gemacht. Damit ist beim SCB, dessen Ausländer-Fehlentscheide längst Kultcharakter haben, schon wieder eine Position auf zwei Jahre mit einem Spieler blockiert, der für einen Konkurrenten nicht mehr nützlich war und der seine Zukunft hinter sich hat.

Anzahl Ausländerlizenzen bald nicht mehr limitiert

Nicht ganz überraschend holen die Berner einen Spieler zurück, den sie wenigstens kennen. Er war schon mal beim SCB. Um unter den billigen Slowaken, Norwegern, Schweden, Finnen, Dänen, Slowenen, Briten, Amerikanern, Kanadiern, Franzosen, Deutschen, Italienern und Letten den passenden Mann zu finden, wäre Scouting erforderlich. Aber Alex Chatelain, der Head of Scouting, muss zurzeit unten an der Bande aushelfen und hat keine Zeit.

Die Präsidenten und Investoren, die Jahr für Jahr die Defizite ausgleichen, die ihnen die Manager und Sportchefs bescheren, haben Glück. Noch verhindert das Reglement durch eine Einschränkung – nur vier Ausländer dürfen eingesetzt und nur acht lizenziert werden – eine ausufernde Geldverschwendung. Aber das ändert bald. Ab der Saison 2022/23 sind sieben (!) Ausländer erlaubt. Noch schlimmer: Die Anzahl Lizenzen ist nicht mehr limitiert.

Servettes Spieler blicken sich um: Wieviele ausländische Kollegen wohl künftig in der Kabine sind? Bild: keystone

Wenn sich unsere Manager selbst während einer Meisterschaft im Ausnahmezustand gegenseitig Ausländer ausspannen, weil sie im Ausland keine finden können und ohne jeden Sinn noch im Februar neues ausländisches Personal einstellen – was wird dann erst los sein, wenn die Zeiten wieder normal sind und es gilt, sieben Ausländerpositionen zu besetzen und im Februar zu justieren? Wir können davon ausgehen, dass dann einzelne Klubs wie der SCB bis zu 20 Ausländerlizenzen einlösen werden.

Kommt dazu: In der Saison 2022/23 ist das «Salary Fairplay» (eine Art theoretische Salärbegrenzung) noch so weit weg wie das Jüngste Gericht. Die Manager dürfen nach wie vor Geld nach Lust und Laune verprassen. Die Spieleragenten tanzen jetzt schon auf den Tischen. Heirassa!

Die grosse Ausländerlüge der «Reformnarren» ist im Februar 2021 entlarvt. Sind denn alle blind? Kann denn niemand diesen Reform-Wahnsinn stoppen?

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

31. Dezember 2019: Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert.
15. Januar: Das neuartige Coronavirus wird ausserhalb Chinas bestätigt. Der Erreger wird mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen. RUNGROJ YONGRIT
22. Januar: Krisentreffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Die Flughäfen Zürich und Genf warten vorerst ab. SALVATORE DI NOLFI
23. Januar: Die chinesischen Behörden riegeln die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ab. Das BAG äussert sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. STRINGER
25. Januar: Die neue Lungenkrankheit breitet sich in China stark aus und erreicht Europa. In Frankreich werden drei Fälle nachgewiesen. ARNOLD JEROCKI
26. Januar: Der Bund verschärft die Meldepflicht zum Coronavirus. Ärzte und Laboratorien müssen Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Behörden melden. Salvatore Di Nolfi
30. Januar: Das BAG schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. GEORGIOS KEFALAS
21. Februar: Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. ENNIO LEANZA
25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz. DENIS BALIBOUSE
27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. PABLO GIANINAZZI
28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Grossevents mit mehr als 1000 Personen. Er ruft die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz aus. Er erlässt drei Hygieneregeln. LAURENT GILLIERON
5. März: Das erste Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz: Eine 74-jährige Frau stirbt im Universitätsspital Lausanne. Insgesamt zählt die Schweiz 87 bestätigte Infektionen. DENIS BALIBOUSE
6. März: Der Bundesrat rät von Besuchen in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ab. ÖV-Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden werden. LEANDRE DUGGAN
11. März: Der Kanton Tessin ruft den Notstand aus und schliesst alle nicht-obligatorischen Schulen. Auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Ähnliches werden geschlossen. Die Zahl der Infizierten steigt schweizweit auf 645 Fälle. In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. Alessandro Crinari
16. März: Der Bundesrat schliesst Schulen und Ausbildungsstätten bis vorerst 4. April. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. SAMUEL GOLAY
15. März: Das Parlament bricht seine Frühlingssession ab. In der Schweiz sind 2220 Fälle positiv getestet. Basel-Land schliesst alle Restaurants und Läden, die nicht der Grundversorgung dienen. ANTHONY ANEX
16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Truppen werden mobilisiert, Veranstaltungen verboten. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Grenzen werden geschlossen. ANTHONY ANEX
19. März: Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz wird schrittweise reduziert. Alle Urlaube in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sind gestrichen. Der Kanton Uri verhängt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. JEAN-CHRISTOPHE BOTT
20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten. PETER KLAUNZER
24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt. CHRISTIAN BEUTLER
24. März: In der Schweiz gibt es bereits 90 Todesfälle. Fast 9000 Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. LAURENT GILLIERON
3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe auf 40 Milliarden Franken auf. PETER KLAUNZER
4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit. GIAN EHRENZELLER
8. April: Der Bundesrat verlängert den Lockdown bis zum 26. April und mahnt, an Ostern trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben. Für die Zeit nach dem 26. April kündigt er langsame Lockerungen an. PETER KLAUNZER
16. April: Der Bundesrat beschliesst erste Lockerungen. Am 27. April dürfen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. Zwei Wochen später soll der Unterricht an den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. PETER KLAUNZER
29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. CHRISTIAN MERZ
27. April: Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter dürfen wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. ENNIO LEANZA
4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket. PETER KLAUNZER
11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan Elia Bianchi
6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt. GAETAN BALLY
15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder. GIAN EHRENZELLER
22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben. PETER SCHNEIDER
1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an für Personen ab 12 Jahren. Die Pflicht gilt ab 6. Juli in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen. GIAN EHRENZELLER
6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder. ENNIO LEANZA
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. ALEXANDRA WEY
7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen. Pablo Gianinazzi
19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen. Anex Anthony
28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos. PETER KLAUNZER
4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants. OLIVIER MAIRE
13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca. ORESTIS PANAGIOTOU
18. November: Um Firmen und Sportvereine zu unterstützen, stellt der Bundesrat nicht 400 Millionen, sondern neu eine Milliarde Franken zur Verfügung. ANTHONY ANEX
24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen. ALESSANDRO DELLA VALLE
9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz. PETER SCHNEIDER
12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen. ANTHONY ANEX
18. Dezember: Der Bundessrat schliesst alle Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen. Die Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt. Zudem wird der Einsatz von Schnelltests erweitert. ANTHONY ANEX
19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren. Bilal Hussein
20. Dezember: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt setzt Flüge zwischen der Schweiz und Grossbritannien und Südafrika aus, da in diesen Ländern neue ansteckendere Coronaviren entdeckt worden sind. URS FLUEELER
22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen. MARCEL BIERI
23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen. URS FLUEELER
24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt. JEAN-CHRISTOPHE BOTT
4./5. Januar 2021: In 25 Kantonen wird geimpft – die Ausnahme ist Bern. ALEXANDRA WEY
12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz. LAURENT GILLIERON
13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes. PETER KLAUNZER
18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden. URS FLUEELER
27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen. GIAN EHRENZELLER
29. Januar: In Nidwalden und Uri fehlen Impfungen um fristgerecht Zweitimpfungen durchzuführen. Bislang sind eine halbe Million Impfdosen geliefert und rund 260'000 Impfungen verabreicht worden. PETER KLAUNZER
7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen. CHRISTIAN BEUTLER

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