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Die «Karawane» hat aufgegeben – hunderte Mittelamerikaner gehen nach Hause

Publiziert: 30.11.18, 12:21 Aktualisiert: 30.11.18, 13:37

Die sogenannte «Karawane» zog Richtung Norden

Sie ist zum Hauptwahlkampfthema avanciert: Die sogenannte «Karawane», die in Mexiko Richtung Norden zieht. AP/AP / Rodrigo Abd
Noch sind die Menschen rund 1800 Kilometer von der US-Grenze entfernt. EPA/EFE / José Méndez
Sie legen pro Tag knapp 40 Kilometer zurück. Laufen die Migranten so weiter kommen sie frühestens in 50 Tagen an der US-Grenze an. EPA/EFE / Maria de la Luz Ascencio
Viele werden es jedoch nicht soweit schaffen und in Mexiko Asyl beantragen. EPA/EFE / Esteban Biba
In der Gruppe befinden sich viele Minderjährige. Die Menschen haben sich zusammengeschlossen, da sie sich so sicherer fühlen. AP/AP / Rebecca Blackwell
Mexikaner schenken den Migranten Kleider. Die Solidarität ist gross. EPA/EFE / JOSE MENDEZ
Zahlreiche Kirchen und andere Organisationen bieten den Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala kostenlose Unterkünfte an. EPA/EFE / Jose Mendez
Die Gruppe gönnt sich in einem Fluss in der mexikanischen Stadt Pijijiapan ein Bad. AP/AP / Rodrigo Abd
Ob er es in die USA schafft? Die Chancen sind verschwindend klein. AP/AP / Rodrigo Abd

Mehrere hundert mittelamerikanische Flüchtlinge haben ihren Versuch, illegal in die USA zu gelangen, aufgegeben. Die Uno-Organisation für Migration habe bis Ende November gut 450 Menschen bei der Rückkehr in ihre Heimat geholfen, sagte IOM-Sprecher Joel Millman am Freitag in Genf.

57 Prozent davon kehrten nach Honduras zurück, 38 Prozent nach El Salvador und fünf Prozent nach Guatemala. Sie gehören zu mehreren tausend Menschen, die seit Wochen zu Fuss in Richtung US-Grenze unterwegs sind. Sie flüchten vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat.

US-Grenzer sollen die illegale Überquerung der Grenze auf Geheiss von Präsident Donald Trump unter allen Umständen unterbinden. Das US-Aussenministerium finanziert das Rückkehrprogramm.

Einfluss auf die Arbeit habe es nicht, sagte Millman. Jeder Flüchtling entscheide selbst aus freien Stücken, ob er zurückkehren wolle oder nicht. Die IOM hat seit 1979 weltweit 1,5 Millionen Migranten bei der Rückkehr in ihre Heimat unterstützt. Aus Libyen kehrten mit IOM-Hilfe in diesem Jahr bereits fast 15'000 Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurück.

«Viele Migranten sagen, sie hätten sich spontan entschieden, an dem Marsch teilzunehmen, und hätten sich keine Gedanken über die Risiken und die strapaziösen Tage auf der Strasse gemacht», sagte IOM-Mitarbeiterin Maritza Matarrita.

«Als mir klar wurde, wie das hier läuft, habe ich meine Meinung geändert», zitiert IOM Dennis Javier. «Ich glaube, es ist das Beste, wenn ich nach El Salvador zurückkehre.» (aeg/sda/dpa)

«Humanitärer Notstand» – Flüchtlingslager in Mexiko

Video: srf

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