Diese Bilder und Videos zeigen, was in Italien gerade abgeht
Italien geht rigoros gegen die Ausbreitung des Coronavirus vor. Die Pandemie hat unseren südlichen Nachbarn hart getroffen, die Zahlen der Infizierten und Toten steigt täglich rasant. Jetzt hat Italien das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gebracht.
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Seit Donnerstagmorgen bleiben die meisten Geschäfte im ganzen Land geschlossen. Es gibt nur wenige Ausnahmen: Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und einige andere Geschäfte dürfen weiter öffnen. Auch Bars und Restaurants müssen vorerst ganz dicht machen.
Italien ist ausgestorben. Und kämpft gegen den unsichtbaren Feind. Der frühere NFL-Footballer Kris Durham, der nach Ende seiner Karriere in den USA zu den Parma Panthers wechselte, sitzt gemäss Medienberichten in seiner Wohnung in Quarantäne für die nächsten 30 Tage. Vor wenigen Stunden hat er ein Video aufgenommen, das er aus dem Fenster seines Appartements gedreht hat:
Mailand, das pulsierende Zentrum Norditaliens, steht still. Die Autobahnen – an normalen Tagen ohne Zeitverlust nicht zu passieren – sind leergefegt, die Stadt wirkt fast ausgestorben, wie dieses Video zeigt:
Rund 128 Millionen Touristenankünfte im Jahr verzeichnet Italien. Rom ist dabei die Touristenhochburg mit 15,2 Millionen Ankünften und 36,6 Millionen Übernachtungen im Jahr 2018. Jetzt gleicht Rom einer Geisterstadt, wie folgende Bilder zeigen.
Das Colosseum in Rom am Sonntag, 8. April 2018 um 12:49 Uhr und am Mittwoch, 11. März 2020 um 13:00 Uhr:
Bild: AP
Mehr zur Situation in Italien:
Die Spanische Treppe in Rom am Donnerstag, 14. November 2019 um 16:03 Uhr (oben) und am Dienstag, 10. März 2020 um 17:36 Uhr:
Bild: AP
Das Pantheon in Rom am Freitag, 7. Juni 2019 um 13.47 Uhr und am Mittwoch, 11. März 2020 um 13.00 Uhr:
Bild: AP
Das Forum Romanum in Rom am Freitag, 17. April 2015 um 18:23 Uhr (oben) und am Mittwoch, 11. März 2020 um 13.00 Uhr:
Bild: AP
Die Engelsbrücke in Rom am Dienstag, 24. September 2019 um 8:32 Uhr und am Mittwoch, 11. März 2020 um 13:30 Uhr:
Bild: AP
Der Trevi-Brunnen in Rom am Montag, 12. Juni 2017 um 9:48 Uhr und am Mittwoch, 11. März 2020 um 13 Uhr:
Bild: AP
Der Mercato Trionfale in Rom im Juli 2016 ...
Bild: googlemaps
… und am 12. März 2020.
Bild: EPA
Noch mehr Bilder von unserem südlichen Nachbar: Das Coronavirus legt ganz Italien lahm
Der Petersplatz in Rom: Hier stehen sich normalerweise die Touristen auf den Füssen. Am 11. März 2020 ist er praktisch leer. EPA/Massimo Percossi EPA / Massimo Percossi
Gähnende Leere auch in diesem Einkaufsviertel von Rom. Bis gestern schlossen die Läden um 18 Uhr, jetzt müssen sie ganz zu bleiben. EPA / MASSIMO PERCOSSI
Rom ist das beliebtestes Reiseziel in Italien. 15,2 Millionen Ankünfte und 36,6 Millionen Übernachtungen wurden 2018 gemeldet. Jetzt sieht es dort so aus. EPA / MASSIMO PERCOSSI
Der Verkehr auf den Autobahnen rund um Mailand ist normalerweise berüchtigt für sein Verkehrsaufkommen. Nicht so seit dem Lockdown. EPA / ANDREA FASANI
Auch hier in einer Strasse in Mailand ist kein Mensch. AP / Luca Bruno
Viel Platz und freie Sicht auf den Vesuv hat dieser Jogger in Neapel. AP / Alessandro Pone
Die San Gregorio Armeno ist eine berühmte Einkaufsstrasse in Neapel. Am 11. März war sie komplett ausgestorben. AP / Alessandro Pone
Die 89-jährige Albina Pascucci, 89, posiert für ein Foto aus dem Fenster ihrer Wohnung in Rom. AP / Alessandra Tarantino
Die Via della Conciliazione führt zum Petersplatz in Rom. Tausende Menschen passieren hier an normalen Tagen. Aber am 12. März 2020 ist nichts normal in Italien. EPA / RICCARDO ANTIMIANI
Die Via delle Medaglie d'Oro, ist eine von Roms meistbefahrenen Strassen. Sie führt zum Vatikan. Am 12. März ist sie leergefegt. EPA / ALESSANDRO DI MEO
Noch ein Blick in eine Strasse Roms. Kein Mensch weit und breit. EPA / MASSIMO PERCOSSI
Ein Marktplatz in Rom am 12. März 2020. Das Restaurant bleibt zu, der Markt wartet auf Kundschaft. EPA / Alessandro Di Meo
(meg)
Coronavirus: Was du wissen musst
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 geht um die Welt. Was du darüber wissen musst.
AP / Zoltan Balogh
Sars-CoV-2 gehört zur gleichen Erregergruppe wie das Sars- und Mers-Virus. EPA / CENTERS FOR DISEASE CONTROL AND
Das neue Virus ist zwar deutlich ansteckender, die Sterberate ist jedoch deutlich tiefer als bei Sars und Mers. EPA / NIAID- RML/NATIONAL INSTITUTES O
Ende 2019 waren vier Fälle bekannt, am 1. März waren es weltweit rund 90'000. EPA / MARK R. CRISTINO
Das erste Opfer in Europa starb am 21. Februar in Norditalien. EPA / JAN HETFLEISCH
Das grösste Risiko, an Covid-19 – so heisst die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit – zu sterben, haben Menschen über 80 Jahre. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe bei 14,8 Prozent. EPA / JEROME FAVRE
Patienten mit Herzkrankheiten sind besonders gefährdet, vor den Diabetikern und Personen mit Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck. EPA / TOLGA BOZOGLU
Anzeichen für eine Infektion sind gemäss WHO grippeähnliche Symptome, Atembeschwerden, Atemlosigkeit, Fieber und Husten. AP
Vier von fünf der von der Krankheit betroffenen Patienten leiden an einer gutartigen Ausprägung, wie eine chinesische Studie an 72'000 Personen zeigte. AP / Kerstin Joensson
In schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündungen, akuten Atembeschwerden, Nierenversagen oder zum Tod führen. EPA / Tamas Soki
Zur Vorbeugung wird empfohlen, Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten, sich regelmässig die Hände zu waschen, Mund und Nase zu bedecken, wenn man hustet und niest, respektive in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen. EPA / MOURAD BALTI TOUATI
Einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Und das dürfte auch noch dauern. Für das Mers-Virus, das 2012 auf der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde und das auch zu den Coronaviren gehört, wird ein Impfstoff erst seit 2018 klinisch geprüft. EPA / NICOLA FOSSELLA
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben – und damit an mehr als bei einer Grippe (Influenza). Hier ist die Datenlage aber noch unsicher. AP / Piero Cruciatti
Hygienevorschriften für Infizierte von Coronavirus
Video: SRF / SDA SRF
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