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Shops are closed in Galleria Umberto, in downtown Naples, southern Italy, Wednesday, March 11, 2020. In Italy the government extended a coronavirus containment order previously limited to the country's north to the rest of the country beginning Tuesday, with soldiers and police enforcing bans. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (Alessandro Pone/LaPresse via AP)

Bild: AP

Conte verschärft Massnahmen: Alle Geschäfte ausser Supermärkte und Apotheken geschlossen

Zum dritten Mal binnen von vier Tagen verschärft Italien seine Massnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie.



Während die Zahl der Coronavirus-Infektionsfälle und der Todesopfer weiterhin steigt, hat die Regierung einen Stopp für den Handel in ganz Italien beschlossen. Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken werden ab Donnerstag geschlossen.

Was schliesst, was bleibt offen?

Wie Premier Giuseppe Conte in einer per Facebook gesendeten Ansprache an die Italiener mitteilte, sollen unter anderem Restaurants, Bars, Kantinen und Friseurläden geschlossen bleiben. Die wesentlichen Dienstleistungen im Transport- und im Bankensystem bleiben erhalten, auch die Postfilialen werden weiterhin offen sein.

Bei der Lebensmittelversorgung werde es zu keinerlei Engpässen kommen, versicherte Conte. Daher sollten Supermärkte nicht gestürmt werden, wie es in den vergangenen Tagen der Fall gewesen ist.

Was ist mit den Unternehmen?

Unternehmen sollen offen halten, jedoch besondere Massnahmen zum Schutz des Personals ergreifen. Unternehmensabteilungen, die für die Produktion nicht von wesentlicher Bedeutung sind, sollen geschlossen bleiben und das Personal auf Urlaub gesetzt werden, hiess es. Wenn möglich soll auf Telearbeit gesetzt werden.

Conte ernannte den Manager der halbstaatlichen Investitionsholding Invitalia, Domenico Arcuri zum Sonderkommissar, der sich vor allem um das Gesundheitssystem kümmern und sich mit dem Zivilschutz koordinieren wird.

«Wir haben erst seit kurzem begonnen, unseren Lebensstil zu ändern. Die positiven Resultate werden wir erst in einigen Wochen zu spüren bekommen, niemand darf denken, dass man schon in den nächsten Tagen die Auswirkungen sehen wird. Wenn in den nächsten Tagen die Zahl der Infektionen weiterhin wächst, bedeutet das nicht, dass unsere Massnahmen nicht wirken», erklärte Conte.

Lombardei fordert weitere Massnahmen

Der Beschluss des Premiers enttäuscht die Präsidenten der norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien. Diese hatten einen kompletten Produktionsstopp sowie die Einstellung der Logistik- und Transportsystem als extreme Massnahmen zur Infektionseindämmung gefordert.

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer ist in Italien weiterhin gewachsen. Innerhalb eines Tages sind 196 Menschen der neuartigen Lungenkrankheit erlegen, teilte der Zivilschutz am Mittwochabend in Rom mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 827. Die Zahl der Infizierten kletterte auf mehr als 12'400.

Die meisten Todesopfer seien über 70 Jahre alt, teilte der italienische Zivilschutz mit. Fast 6000 liegen Patienten wegen des Coronavirus im Krankenhaus, mehr als 1000 davon auf der Intensivstation. Italien ist nach China das am schwersten vom Ausbruch von SARS-CoV-2 betroffene Land. (sda/apa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 12.03.2020 23:03
    Highlight Highlight Mittlerweile sind in Italien über 1000 Personen am Coronavirus gestorben. Bei einer Sterblichkeit von 1% bedeutet das 100'000 Infizierte - und nicht 12'000. Wird der Pöbel für blöd verkauft?
  • weissauchnicht 12.03.2020 13:06
    Highlight Highlight Ok, alle sitzen zuhause und essen ihre Hamsterkäufe, bis sie aufgebraucht sind. Und dann?
  • Maracuja 12.03.2020 09:12
    Highlight Highlight < Fast 6000 liegen Patienten wegen des Coronavirus im Krankenhaus, mehr als 1000 davon auf der Intensivstation>

    In Italien sind diese Zahlen also verfügbar. In der Schweiz antworten Verantwortliche an der Pressekonferenz, dass sie nicht sagen können, wieviele Covid-19 Patienten aktuell hospitalisiert sind.
  • wintergrün 12.03.2020 06:17
    Highlight Highlight Na also, geht doch.
    Frag mich wann man bei uns da ebenfalls konsequenter wird.
    Man muss ja nicht warten bis man nicht mehr genug Beatmungsgeräte für alle hat.

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