Shake Shack, der etwas andere McDonald's. sBild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
In New York geht die Fritten-Bude Shake Shack an die Börse und will beweisen, dass man auch eine in jeder Hinsicht anständige Fastfood-Kette betreiben kann.
McDonald’s schiebt eine Krise. Selbst die Amerikanerinnen und Amerikaner haben genug von Big Mac, Chicken Nuggets und den Fritten. Umsätze und Aktienkurs der «Mutter aller Fastfood-Buden» sind im Keller.
Hoher Besuch: US-Präsident Barack Obama trifft Bauarbeiter in einem Shake Shack in Washington. Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS
Ganz anders Shake Shack, eine von Danny Meyer in New York gegründete Fastfood-Kette. Sie wird von Besuchern überschwemmt, weil sie auf frische Zubereitung des Essens, anständige Bezahlung des Personals und vegetarische Alternativen setzt.
Nicht nur die Kunden stürmen Shake Shack, auch die Investoren sind wild auf das Unternehmen. Meyer hat soeben bekannt gegeben, dass er sein Unternehmen an die Börse bringen wird. Er stösst damit auf grosses Interesse an der Wall Street; und das IPO wird von den beiden Platzhirschen durchgeführt: von JP Morgan und Goldman Sachs. Mindestens 100 Millionen Dollar sollen durch den Börsengang ins Unternehmen fliessen.
Auch Touristen lieben Shake Shack. Bild: KEITH BEDFORD/REUTERS
Danny Meyer hat zunächst im Madison Square Park in Manhattan einen Hot Dog Stand betrieben. Daraus ist inzwischen eine Kette mit mehr als 60 Betrieben rund um den Globus geworden. Zu den Standorten gehören unter anderem Dubai und London. Die zwei Filialen in Moskau mussten aus politischen Gründen geschlossen werden.
Shake Shack bietet typisch amerikanisches Fastfood wie Burger, Fritten und Hot Dogs an – und ist trotzdem ganz anders. Die Fleischklöpse werden frisch und aus gutem Bio-Fleisch zubereitet, die Zubereitung dauert daher länger, aber es lohnt sich: Die Qualität des Essens unterscheiden sich deutlich von den üblichen Fastfood-Ketten.
So sieht der Konkurrent des Big Mac aus. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
Bei Shake Shack kommen auch Vegetarier auf ihre Kosten. Frischer Salat und Vegi-Burgers gehören zum Programm. Und noch ein wichtiger Unterschied: Während die Fastfood-Barone ihr Personal mit Hungerlöhnen abspeisen, ist bei Shake Shack der Mindestlohn deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Untergrenze und die üblichen Sozialleistungen werden ebenfalls erbracht.
Danny Meyer und sein CEO Randy Garutti wollen mit Shake Shack den Beweis antreten, dass man auch in jeder Hinsicht anständiges Fastfood anbieten kann. «Es soll ein Unternehmen sein, dass Mehrwert für die Gemeinschaft kreiert», lautet ihre Botschaft.