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NBA-Star Antetokounmpo rastet aus und verpasst dem Gegner eine Kopfnuss

Publiziert: 12.08.20, 09:35

Der Basketball-Star Giannis Antetokounmpo vom Titelkandidaten Milwaukee Bucks hat sich in der NBA einen Ausrutscher geleistet und wurde dafür vom Feld gestellt. Der Kandidat für die Auszeichnung zum MVP verpasste dem Deutschen Moritz Wagner von den Washington Wizards eine Kopfnuss.

Giannis Antetokounmpo verpasst Moritz Wagner eine Kopfnuss. Video: streamable

Auslöser der unschönen Szene beim bedeutungslosen Spiel waren dem Augenschein nach zwei Zweikämpfe. Antetokounmpo, der zum zweiten Mal in Serie der wertvollste Spieler der Saison werden könnte, kassierte für den Ausraster ein sogenanntes «Flagrant 2 Foul» und durfte nicht weiterspielen. Nach ESPN-Angaben war es das insgesamt vierte Mal in seiner NBA-Karriere, dass der 25-Jährige vom Feld gestellt wurde. Ihm droht nun eine Sperre. (abu/sda/dpa)

Die Karriere des Kobe Bryant: 20 Momente aus 20 Jahren NBA

Der Korbjäger: Kobe Bryant ist mit 33'643 Punkten der drittbeste Scorer der NBA-Geschichte. Damit liegt er hinter Kareem Abdul-Jabbar und Karl Malone – aber vor Michael Jordan. Gleiches gilt für die Spielzeit: Bryant kommt vor seiner letzten Partie auf insgesamt 48'576 Minuten.
Der Titelsammler: Fünf Meisterschaften, wertvollster Spieler der Saison 2008 und zweimal bester Akteur der Finalserie (2009, 2010) – das sind die grössten Erfolge des Shooting Guards.
Der Schuljunge: Mit gerade einmal 17 Jahren wurde Kobe Bryant an 13. Stelle von den Charlotte Hornets gedraftet. Der Klub hatte bereits einen Tag vor der Draft einen Deal mit den Lakers gemacht. Dieser sah vor, dass das Highschool-Talent im Tausch mit Center Vlade Divac nach Los Angeles ging. Da Bryant noch nicht volljährig war, mussten seine Eltern seinen ersten NBA-Vertrag mitunterzeichnen.
Der Besessene: Bryants unvergleichliche Arbeitseinstellung ist Grundlage für seine Karriere. Er arbeitete jeden Sommer intensiv an sich, entwickelte sich so zum kompletten Basketballer. Aber selbst während der kräftezehrenden Saison liess er sich nach schwachen Spielen noch nachts eine Trainingshalle aufschliessen und warf so lange, bis er zufrieden war.
Das Vorbild: NBA-Coach Phil Jackson erzählt in seinem Buch «Eleven Rings» die Geschichte, wie er Bryant und Michael Jordan miteinander bekannt machte. Es war die Saison 1999/2000, Jacksons erste bei den Lakers. Das Team spielte in Chicago, der Trainer hatte ein Treffen arrangiert. Und das erste, was der damals 21-jährige Bryant zu Jordan sagte, war: «Weisst du was? Im Eins-gegen-Eins würde ich dir in den Hintern treten.»
Der Eigenbrötler: Mit Co-Star Shaquille O'Neal stritt Bryant leidenschaftlich, wer der Anführer des Teams sein sollte. Auch sonst verband ihn nur mit wenigen Mitspielern eine echte Freundschaft. In der Biografie «Tough Juice» seines früheren Teamkollegen Caron Butler erzählt Bryant, er habe in seiner 20-jährigen Karriere nur zu vier Spielern eine tiefere Verbindung aufgebaut. Neben Butler seien das Derek Fisher, Pau Gasol und Ronnie Turiaf.
Der Vergewaltigungsprozess: 2003 wurde Bryant wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen. Er soll eine Hotelangestellte in einem Hotel in Colorado sexuell missbraucht haben. Bryant gab zu, Sex mit der Frau gehabt zu haben, dieser sei aber einvernehmlich gewesen. Zu einem Strafprozess kam es nicht, weil die Angestellte eine Aussage vor Gericht verweigerte. Eine Zivilklage der Frau gegen Bryant endete in einer aussergerichtlichen Einigung. Der Vorfall beschädigte Bryants Saubermann-Image erheblich, wurde aber später von weiteren sportlichen Erfolgen überdeckt. AP / ED ANDRIESKI
Top-Duo: Trotz seiner Erfolge wurde Bryant von den Anhängern nie so bedingungslos verehrt wie Jordan. Viele NBA-Fans kritisieren seine egoistische Spielweise und seine Eifersucht auf Lakers-Center Shaquille O'Neal. Diese führte 2004 dazu, dass O'Neal Los Angeles nach drei Meisterschaften verliess. Das wohl beste Duo der NBA-Geschichte war gesprengt.
Der Reifeprozess: Nach dem Abgang von Shaquille O'Neal 2004 begann eine schwierige Phase in Bryants Karriere. Er war spielerisch auf dem Zenit angelangt, hatte aber bestenfalls durchschnittliche Teamkollegen. Bryant wurde in dieser Zeit oft Egoismus und Starrsinn vorgeworfen. Als Reaktion darauf warf er in anderen Spielen fast gar nicht mehr. Es dauerte, bis er lernte, seinen Teamkollegen mehr zu vertrauen und ein richtiger Anführer zu sein.
Der Eisenmann: Legendär ist auch Bryants Einstellung, trotz Verletzungen möglichst immer zu spielen und sich nicht zu schonen. So bestritt er 2007/2008 trotz eines gebrochenen Fingers alle 82 Spiele der regulären Saison. Als er sich 2013 die Achillessehne riss, warf er anschließend trotzdem noch Freiwürfe. Insbesondere in seinen letzten NBA-Jahren musste Bryant jedoch häufiger aussetzen, um überhaupt einige Spiele bestreiten zu können. AP / MARK J. TERRILL
Die Trikotnummer(n): Die meisten NBA-Legenden hatten in ihrer Karriere immer die gleiche Trikotnummer. Bryant ist eine der wenigen Ausnahmen. 2006 wechselte er von der 8 auf die 24. Als Grund nannte er, dass er nach zehn Profijahren nun eine neue Phase in seiner Karriere beginnen würde. Die Lakers denken sogar darüber nach, beide Nummern nach Bryants Karriereende nicht mehr zu vergeben. Bereits in der Highschool hatte Bryant seine Trikotnummer gewechselt – von der 24 auf die 33. MARK J. TERRILL
Der Olympionike: Mit den USA holte Bryant 2008 Gold bei den Olympischen Sommerspielen in Peking. Im Endspiel zeigte der damals 30-Jährige seine stärkste Leistung. 2012 gab es in London erneut Olympiagold, danach trat er aus der Nationalmannschaft zurück. Wegen seines Vergewaltigungs-Prozesses und diversen Verletzungen hatte Bryant erst 2007 sein Debüt für das US-Team gegeben. AP / Dusan Vranic
Die Monsterpartie: Es war eine Leistung für die Geschichtsbücher. Am 22. Januar 2006 kam Bryant beim Sieg der Lakers gegen die Toronto Raptors auf 81 Punkte. Es ist bis heute die zweitbeste Scoringleistung der NBA in einem Spiel. Nur Wilt Chamberlain traf häufiger, 1962 erzielte der Center in einem Spiel gegen New York 100 Punkte. Bryant traf gegen Toronto 28 seiner 46 Wurfversuche, davon 7 von 13 Dreier. Zudem verwandelte er 18 seiner 20 Freiwürfe. X01787 / CHRIS PIZZELLO
Der All-Star: 18-mal nahm Bryant am All-Star-Game teil, damit ist er auf Rang zwei der NBA-Bestenliste. Davon wurde er 15-mal von den Fans in die Startformation gewählt – so oft wie kein anderer Spieler bislang. Den Rekord für die meisten Auszeichnungen zum wertvollsten Spieler (viermal) teilt er sich mit Bob Pettit. EPA / A2800 epa Mabanglo
Der halbe Italiener: Bryant (hier bei der Bundesliga-Partie zwischen Leverkusen und Bayern 2013) verbrachte neun Jahre seiner Kindheit in Italien, wo sein Vater Joe «Jellybean» Bryant Basketballprofi war. Kobe spielte dort auch Fussball und bezeichnet ihn als seinen Lieblingssport, noch vor Basketball. Gerne nennt sich Bryant auch Vino, eben weil er genauso gut gereift sei wie italienischer Wein.
Karriere-Highlights: 24-mal hat Bryant in seiner Karriere mehr als 50 Punkte erzielt. Elfmal wurde er ins All-NBA First Team berufen, also unter die fünf besten Spieler der Saison. So oft gelang das ausser ihm nur Karl Malone. Neunmal wurde er zudem als einer der fünf besten Verteidiger ausgezeichnet.
Karriere-Highlights: 24 Mal hat Bryant in seiner Karriere mehr als 50 Punkte erzielt. Elfmal wurde er ins All-NBA First Team berufen, also unter die fünf besten Spieler der Saison. So oft gelang das ausser ihm nur Karl Malone. Neunmal wurde er zudem als einer der fünf besten Verteidiger ausgezeichnet.
Die Abschiedstortour: Kurz nach Saisonbeginn gab Bryant seinen Rücktritt in einem Gedicht bekannt. In der Folge wurde die Spielzeit zu einer grossen Abschiedstour. Für die der 37-Jährige einiges in Kauf nahm: Eine Armee aus verschiedenen Physiotherapeuten, Masseuren und Athletiktrainern sorgte dafür, dass Bryant in akzeptabler Verfassung durch die Saison kam. Weil es körperlich nicht mehr anders geht, nahm er auch nicht mehr an den Trainingseinheiten teil. GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Sean M. Haffey
Der Loyale: 20 Jahre hielt Bryant den Lakers die Treue. Auch das ist ein Rekord: Kein anderer Profi lief in der NBA-Geschichte so lange ununterbrochen für das gleiche Team auf.
Der Bestseller: 1092 Dollar kostete eine Eintrittskarte für das siebte Spiel der NBA-Finals 2010. Die Los Angeles Lakers machten in dieser Partie die Meisterschaft gegen die Boston Celtics um Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen klar. Bryants letztes NBA-Spiel löste einen grösseren Fan-Andrang aus, obwohl es sportlich nur für den Gegner aus Utah um etwas geht. Die Tickets kosten im Schnitt 1766 Dollar.

Plötzlich sitzt Lebron James neben dir im Zug

Video: Roberto Krone

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