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Die Doppelpass-Runde unter anderem mit Marcel Reif und Thomas Strunz. screenshot sport1

Hollywood pur: Uli Hoeness ruft live im «Doppelpass» an – um sich zu beschweren

Das wollte er scheinbar nicht auf sich und seinem Kollegen sitzen lassen: Bayerns Präsident rief am Sonntag während der Sendung «Doppelpass» im Sport1-Studio an und nahm Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Schutz.

Publiziert: 10.11.19, 14:09

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Einen Tag nach dem 4:0-Erfolg des FC Bayern über Borussia Dortmund meldete sich der scheidende FCB-Vereinspräsident Uli Hoeness im «Doppelpass» auf Sport1 zu Wort. Mitten in der Sendung bekam Moderator Thomas Helmer scheinbar mitgeteilt, dass Hoeness anruft. Sofort schaltete der Ex-Profi des FC Bayern den 67-Jährigen live in die Runde. Hauptgrund für seinen Anruf: Die aktuell laufende Diskussion der Talkrunde um Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

«Grosse Teile der Runde haben sich despektierlich über Hasan geäussert», legte Hoeness sofort los und erklärte: «Hasan hat einen guten Job gemacht. Die Verpflichtungen von Pavard, Hernandez und Davies sind alleine aus seinem Mist gewachsen. Er war in alle Entscheidungen voll integriert.»

Der Hoeness-Anruf ab 54:15. Video: YouTube/SPORT1

Hoeness weiter: «Hasan kommt in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu schlecht weg. Ich finde es unverschämt, wie über ihn gesprochen wird. Der FC Bayern wird noch viel Spass an ihm haben.» 

Zuletzt hiess es gar, dass Salihamidzic bald in den Vorstand des deutschen Rekordmeisters befördert werden könnte. Dazu wollte sich Hoeness allerdings noch nicht klar äussern.

Helmer befragte seinen Ex-Boss

Helmer befragte seinen Ex-Chef beim FC Bayern auch zum ehemaligen Bayern-Trainer Niko Kovac, der inzwischen durch Hansi Flick abgelöst wurde. Denn erst am Samstag hatte Hoeness gegenüber dem ZDF gesagt: «Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollten.» Helmer fragte ihn, ob er auch einen Tag später noch bei dieser Aussage bleibt. Die Hoeness-Reaktion: «Wenn ich es so gesagt habe, war das auch so gemeint.»

Hoeness wird seinen Posten als Präsident am Freitag räumen. Zum Abschluss hinterliess er der Runde noch einen Gruss: «Ich wünsche euch alle noch einen schönen Vormittag. Alles Gute!»

(t-online.de/rh/bal)

Alle Bayern-Trainer im 21. Jahrhundert und ihre Erfolge

1998 bis 2004: Ottmar Hitzfeld – 2191 Tage, 319 Spiele, Punkteschnitt 2.06, 4-mal Meister, 2-mal Pokal, 1-mal Champions League. AP / UWE LEIN
2004 bis 2007: Felix Magath – 944 Tage, 131 Spiele, Punkteschnitt 2.13, 2-mal Meister, 2-mal Pokal. EPA / MATTHIAS SCHRADER
2007 bis 2008: Ottmar Hitzfeld – 516 Tage, 76 Spiele, Punkteschnitt 2.07, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. AP / Thomas Kienzle
2008 bis 2009: Jürgen Klinsmann – 300 Tage, 43 Spiele, Punkteschnitt 1.95, kein Titel. AP / Uwe Lein
2009 bis 2009: Jupp Heynckes (ad interim) – 64 Tage, 5 Spiele, Punkteschnitt 2.60, kein Titel. DPA dpa / MARIUS BECKER
2009 bis 2011: Louis van Gaal – 648 Tage, 96 Spiele, Punkteschnitt 2.03, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. AP dapd / Joerg Koch/ddp
2011 bis 2011: Andries Jonker (ad interim) – 80 Tage, 5 Spiele, Punkteschnitt 2.60, kein Titel. AP / Matthias Schrader
2011 bis 2013: Jupp Heynckes – 730 Tage, 109 Spiele, Punkteschnitt 2.43, 1-mal Meister, 1-mal Pokal, 1-mal Champions League. AP/AP / Matthias Schrader
2013 bis 2016: Pep Guardiola – 1095 Tage, 161 Spiele, Punkteschnitt 2.41, 3-mal Meister, 2-mal Pokal. Bongarts / Alexander Hassenstein
2016 bis 2017: Carlo Ancelotti – 454 Tage, 60 Spiele, Punkteschnitt 2.28, 1-mal Meister. DPA / Sven Hoppe
2017 bis 2017: Willy Sagnol (ad interim) – 9 Tage, 1 Spiel, Punkteschnitt 1.00, kein Titel. AP/dpa / Michael Kappeler
2017 bis 2018: Jupp Heynckes – 264 Tage, 41 Spiele, Punkteschnitt 2.49, 1-mal Meister. AP/AP / Matthias Schrader
2018 bis 2019: Niko Kovac – 490 Tage, 65 Spiele, Punkteschnitt 2.26, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. EPA / PHILIPP GUELLAND
2019 bis 2021: Hansi Flick. 2-mal Meister, 1-mal Pokal, 1-mal Champions League. DPA / DAVID INDERLIED
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