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Das Pixel 2 und der (mehr oder weniger) smarte Lautsprecher Google Home Mini.

Heute präsentiert Google ein unscheinbares Gadget, das unser Leben verändern könnte

In den letzten Wochen haben Apple, Amazon und Microsoft ihre neusten Geräte präsentiert. Heute ist Google am Zug. Fans können auf neue Smartphones hoffen, aber ein unscheinbares Gerät könnte weit wichtiger sein.

Publiziert: 04.10.17, 12:49 Aktualisiert: 15.02.18, 16:07

Vor einem Jahr überraschte Google mit dem ersten eigenen Android-Smartphone. Das Pixel konnte in unserem Test mehr als nur überzeugen.

Heute Abend präsentiert Google das Pixel 2. Im Vorfeld hat der Konzern mit einem Teaser-Video bereits hohe Erwartungen geschürt. Google verspricht ein Smartphone, das Probleme wie schlechte Fotos, zu wenig Speicherplatz, kurze Akkulaufzeit und verspätete Software-Updates lösen soll.

Ob das Pixel 2 die Erwartungen erfüllen kann, sehen wir ab 18 Uhr hier im Livestream.

Der Livestream startet um 18 Uhr. Video: YouTube/Engadget

Warum ist der Event für Google wichtig?

Auch wenn das Pixel 2 die grösste Aufmerksamkeit auf sich zieht, geht es heute um viel mehr als nur ein neues Smartphone. Google versucht mit smarten Lautsprechern, Premium-Chromebooks und Virtual-Reality-Brillen, im Hardware-Geschäft Fuss zu fassen und nicht zuletzt das Wohnzimmer zu erobern. Deshalb präsentiert der ehemalige Software-Konzern heute eine ganze Armada neuer Geräte.

Vor einem Jahr stellte Google seinen smarten Lautsprecher Google Home vor, heute wird eine Mini-Version dazukommen.

Das Pixel 2 und der der smarte Lautsprecher Google Home Mini nutzen beide die künstliche Intelligenz des Google-Assistenten.

Der intelligente Speaker Google Home kann auf Sprachanweisungen reagieren und so Fragen beantworten, Musik von YouTube bzw. Spotify abspielen, das Licht in der Wohnung regulieren, ein Uber-Fahrzeug bestellen oder die gewünschte Netflix-Serie auf dem TV-Gerät starten, um nur einige der zahlreichen Möglichkeiten zu nennen.

Um ein Uber-Taxi zu bestellen, brauchen Pixel- und Google-Home-Nutzer keine Uber-App mehr: Der Google Assistent bestellt das Taxi per Sprachbefehl «I need an Uber.»

Was ist Google Home?

Bild: EPA/GOOGLE

Über Google Home lassen sich theoretisch alle mit dem WLAN verbundenen Geräte in der Wohnung per Sprache steuern. Google Home nutzt die künstliche Intelligenz des Google Assistenten, der bereits in Android und Googles neuem Messenger Allo zu finden ist. Die Technologie dahinter wird bei Google in Zürich mitentwickelt – was hoffen lässt, dass Google Home auch bald Schweizerdeutsch versteht.

Der Google Assistent hat das Potenzial, immer mehr Funktionen einzelner Apps oder Webseiten zu übernehmen, da etwa Kleider, eine Pizza oder ein Taxi direkt über den vernetzten Lautsprecher bestellt werden können, ganz ohne Handy, PC oder Tablet.

Auch Apps wie Netflix oder Spotify könnten zumindest in den eigenen vier Wänden überflüssig werden, da das Sprachkommando «Spiele ‹Breaking Bad› ab» von Google Home registriert und automatisch die nächste Folge der Serie auf dem TV-Gerät abgespielt wird. Google Home zeigt, wie Sprachbefehle in Zukunft die Bedienung unserer technischen Geräte übernehmen könnten, so dass wir weniger an den Screen eines Eingabegeräts gebunden sind.

Damals war Google eine Suchmaschine, heute ist es überall

Google arbeitet an einem Ökosystem aus smarten Geräten, die natürlich alle mit Android laufen und die künstliche Intelligenz des Google-Assistenten nutzen. Wir sprechen von Smartphones, smarten Lautsprechern, smarten WLAN-Routern oder smarten Fernsehern, die via Google Assistent per Sprache bedient werden.  

Noch steckt das vernetzte Zuhause in den Kinderschuhen und der Google Assistent ist längst nicht so intelligent, wie sich das manche wünschen würden. Es braucht aber wenig Vorstellungskraft, um zu erkennen, dass die Google-Gadgets unser Leben verändern könnten, wenn die künstliche Intelligenz, sprich der Google Assistent, dazulernt.

Das Potenzial ist gewaltig, im Positiven wie im Negativen: Ein smartes Zuhause oder Bürogebäude könnte etwa massiv Energie sparen, wenn eine künstliche Intelligenz statt träger Menschen Temperatur, Licht etc. optimal reguliert. Mit jedem smarten Gerät holt man sich aber auch eine weitere potenzielle Abhörwanze ins Haus.

«Okay Google, bestell mir eine Pizza Prosciutto e Funghi auf 20 Uhr.»

Bei allen Bedenken, das vernetzte Zuhause ist ein potenziell milliardenschwerer Zukunftsmarkt, in dem sich nebst Google auch Amazon, Apple, Microsoft und das Start-up Essential in Stellung bringen. Der noch junge Markt wird derzeit von Amazons diversen Echo-Speakern dominiert. Amazons Lautsprecher dienen nicht zuletzt dazu, Produkte beim Online-Warenhaus per Sprachbefehl zu bestellen – wiederum ganz ohne PC, Tablet oder Smartphone.

Der kleine und günstige Google Home Mini – das Gerät soll 49 US-Dollar kosten – soll Googles Position im Wohnzimmer stärken. Der im Vergleich zu Google Home geringere Preis senkt die Hürde, doch mal einen smarten Lautsprecher auszuprobieren. Und vielleicht wird Google auch noch einen dritten, teureren Lautsprecher vorstellen, der gegen Apples HomePod konkurrieren würde. Denn falls wir künftig tatsächlich immer mehr Geräte per Sprache bedienen, könnte Google Home mittelfristig wichtiger als das Pixel-Smartphone werden.

Ein Beispiel: Warum sollte ich künftig noch meine Lieferservice-App auf dem Handy öffnen, um eine Pizza zu bestellen, wenn ich auch einfach sagen kann: «Okay Google, bestell mir eine Pizza Prosciutto e Funghi auf 20 Uhr.» Der selbstlernende Google Assistent kennt natürlich meine Adresse und nach ein paar Wochen auch den Pizzakurier meines Vertrauens. 

Mit künstlicher Intelligenz, die uns zuhause mit vernetzten Geräten, unterwegs auf dem Handy und natürlich auch auf dem Büro-PC (Stichwort Cortana) zu Diensten steht, ist dies schon bald Realität. Der Konsument entscheidet, ob er es auch will.

Wenn uns Sprachassistenten ausspionieren...

Das Satire-Magazin Extra3 parodiert Google Home, Alexa, Cortana, Siri und wie sie alle heissen.

Und sonst?

Googles Hardware-Offensive wird durch ein neues Premium-Chromebook und eine überarbeite Version der VR-Brille komplementiert.

Das Pixelbook lässt sich nun in ein Tablet transformieren.

Das neue Pixelbook kann optional per Digital-Stift bedient werden. Der Pen soll in den USA 99 Dollar kosten.

Das neue Pixelbook erscheint laut dem Android-Blog Droid Life in Silber. Kunden haben die Wahl zwischen Modellen mit 128, 256 und 512 GB Speicher.

Im Gegensatz zu den in den USA beliebten Chromebooks von Acer, Samsung etc. sei das Google-eigene Pixelbook ein Premium-Gerät, das in der kleinsten Speicherausstattung mit 128 GB 1199 US-Dollar kosten soll.

Das 256-GB-Modell schlägt mit 1399 Dollar zu Buche und für das Modell mit 512 GB werden offenbar 1749 Dollar fällig. Damit bewegt sich das Pixelbook im ähnlichen Preissegment wie Microsofts Surface Pro.

Die VR-Brille Daydream View kommt in neuen Farben.

Googles überarbeitete VR-Brille gibt es bald in neuen Farben (Charcoal, Fog und Coral). Der Preis soll etwas steigen: Neu werden in den USA 99 Dollar fällig.

Alle weiteren Details wird Google heute Abend ab 18 Uhr Schweizer Zeit enthüllen. Ungewiss ist, ob Google die neuen Gadgets auch in der Schweiz anbieten wird. So ist beispielsweise das erste Pixel-Phone bei uns offiziell nie erschienen. Wer sich für die Google-Geräte interessiert, findet sie allerdings problemlos bei den Schweizer Online-Händlern.

Tesla-CEO Elon Musk tüftelt am Hirn 2.0

Video: watson

Das erste Smartphone mit Android 8 im grossen Test

Das Sony Xperia XZ1 kann seine Abstammung nicht verleugnen. Seit Jahren sehen die Smartphones des japanischen Unternehmens weitgehend gleich aus. Nur Farben und Materialien ändern sich. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Das Gehäuse ist aus einem Block Aluminium gefräst, dadurch sehr stabil. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Zeitgemäss baut Sony eine USB-C-Buchse für PC-Verbindung und Netzteil ein. USB-C erlaubt schnellere Akkuladezeiten und Datenübertragung. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Die Module für Sim-Karte und Speicherkarte sind aus dünnem Plastik hergestellt, wirken billig und zerbrechlich. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Der Fingerabdruckscanner ist in den seitlich platzierten Einschaltknopf integriert, funktioniert schnell und zuverlässig. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Die Hauptkamera verfügt über einen Fotochip mit 19 Megapixeln und ein Weitwinkelobjektiv mit F2.0. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Eine Sony-Besonderheit: Die Kamera kann über eine eigene Taste aktiviert und ausgelöst werden. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Die Bildqualität der Fotos ist in der Regel gut bis sehr gut, sowohl bei Nahaufnahmen, als auch ... Matthias Kremp / Matthias Kremp
... bei etwas breiter angelegten Motiven. Die Farben wirken manchmal etwas zu kräftig. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Das Xperia XZ1 gibt es in vier Farben. Es ist ab Oktober in der Schweiz für 749 Franken (UVP) erhältlich. Das kleinere Xperia XZ1 Compact kostet 629 Franken. Matthias Kremp / Matthias Kremp
Etwas ganz besonderes ist die 3D-Scan-App. Mit ihr kann man Gegenstände, Gesichter oder, wie hier, ganze Köpfe dreidimensional digitalisieren. Matthias Kremp / Matthias Kremp

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