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45 Milliarden Dollar und kein Cent mehr: Monsanto erhöht Syngenta-Übernahmeangebot nicht

Der US-Saatgutkonzern Monsanto hat es erneut abgelehnt, sein Angebot für den Basler Agrochemiekonzern Syngenta ohne Einsicht in dessen Bücher zu erhöhen. Das wiederum lehnt Syngenta wegen der Konkurrenzsituation der beiden Unternehmen ab.

Publiziert: 11.06.15, 05:48 Aktualisiert: 11.06.15, 08:52

Ohne Einblick in die Bücher sei eine Erhöhung der 45 Milliarden Dollar schweren Offerte ausgeschlossen, sagten zwei Monsanto-Spitzenmanager bei einem Treffen mit Syngenta-Aktionären, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von einem Insider erfuhr.

Syngenta lässt sich nicht in die Karten blicken von Monsanto. Bild: KEYSTONE

Das Schweizer Unternehmen bestätigte, dem Interessenten keine vertraulichen Daten zur Verfügung gestellt zu haben. Monsanto sei auf vielen Gebieten ein Syngenta-Konkurrent, sagte ein Sprecher. Syngenta lehnt die Übernahme nicht nur wegen des als zu tief empfundenen Preises ab. Befürchtet wird auch, dass Wettbewerbsbehörden den Deal blockieren würden.

Risiko des Scheiterns steigt

Insidern zufolge wollen Monsanto-Topmanager die Syngenta-Eigentümer – die sechs grössten Eigner sind US-Fonds – in dieser Woche bei mehreren Treffen von den Vorteilen eines Deals überzeugen und ausloten, welche Zugeständnisse nötig wären.

Ein in Syngenta investierter Fondsmanager sagte, das Risiko steige, dass der Kauf scheitere. Falls Monsanto Einblick in die Bücher erhalte, gebe es Raum für eine höhere Offerte bis zu 500 Franken je Aktie. Die Syngenta-Spitze könne Monsantos Annäherungen nicht grundlos abschmettern, weil sie damit Klagen von Grossaktionären riskieren würde. (kad/sda/reu)

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