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Einige Oppositionelle wurden bei den Demonstrationen festgenommen. Bild: EPA/EFE

Regierungsgegner in Venezuela blockieren Autobahn

Publiziert: 14.05.17, 03:24 Aktualisiert: 14.05.17, 10:03

Mit Autokorsos in mehreren Städten haben die Regierungsgegner in Venezuela am Samstag ihren Protest gegen Präsident Nicolás Maduro fortgesetzt. An der Demonstrationen beteiligten sich auch Motorradfahrer, Fahrradfahrer und Reiter.

14. Mai 2017<">

In der Hauptstadt Caracas und in Valencia trieb die Polizei die Demonstranten mit Tränengas auseinander. Zudem ging ein Bus in Flammen auf. Maduro machte gewaltbereite Demonstranten dafür verantwortlich. Teilnehmer der Protestaktion in der Hauptstadt wiesen die Anschuldigung jedoch zurück, das Feuer sei von der Regierung gelegt worden.

Ein Bus ging in Flammen auf. Bild: EPA/EFE

Die Demonstranten in Venezuela liefern sich seit Anfang April fast täglich Strassenschlachten mit der Polizei. Bei der Protestwelle wurden nach offiziellen Angaben bereits 38 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Gewalt verantwortlich.

Die Regierungsgegner geben Maduro die Schuld für die schwere Wirtschaftskrise in Venezuela, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat. Sie lehnen ausserdem die geplante Verfassungsänderung ab. Maduro hält trotz des angekündigten Boykotts der Opposition an dem Vorhaben fest. Er will eine verfassunggebende Versammlung einberufen.

Tote und Verletzte bei Protesten in Venezuela

Nicht auf den Kopf gefallen: Demonstrant in Caracas versucht über die Polizeisperre zu springen. X02433 / Carlos Garcia Rawlins
Regierungskritiker fordern Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro heraus. X90026 / JORGE SILVA
Demonstranten bringen einen Verletzten weg. X02433 / Carlos Garcia Rawlins
Venezuela erlebt die grössten Proteste seit den Wahlen im April 2013. X02433 / Carlos Garcia Rawlins
Vor allem Studenten gehen in Caracas auf die Strasse. X90026 / JORGE SILVA
Demonstranten verbrennen Abfall auf den Strassen von Caracas. EPA/EFE / SANTI DONAIRE
Strassenblockade durch die Demonstranten auf dem Altamira-Platz in Caracas. EPA/EFE / SANTI DONAIRE

Die Opposition hält den von Maduro geplanten Auswahlprozess für die 500 Mitglieder des Gremiums aber für illegal, da nur die Hälfte von ihnen in allgemeinen Wahlen bestimmt werden soll. Die restlichen Vertreter sollen von gesellschaftlichen Gruppen ausgewählt werden, die nach Einschätzung der Opposition von der Regierung kontrolliert werden. (sda/afp)

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