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Der prominenteste Winterthurer im aktuellen Kader: Davide Calla, vierfacher Meister mit Basel. Bild: KEYSTONE

Dieses Top-Team hätte der FCW, wären alle Spieler in Winterthur geblieben

Publiziert: 08.11.19, 14:55 Aktualisiert: 09.11.19, 06:43

Heute Abend (20.00 Uhr) empfängt der FC Winterthur den ruhmreichen Rekordmeister GC auf der Schützenwiese. Rund 8000 Fans werden für den Challenge-League-Schlager gegen die Grasshoppers erwartet.

Nur die wenigsten Namen der FCW-Spieler sind Fussballfans ausserhalb der Stadtgrenze ein Begriff. Doch das könnte ganz anders sein: Wenn wir das Gedankenspiel machen, dass es keine Transfers gibt und jeder Klub seine Spieler selber ausbilden müsste. Der FC Winterthur könnte dann diese Top-Mannschaft aufstellen aus lauter Akteuren, die einst in seiner Nachwuchsabteilung gespielt haben:

grafik: watson/createformation

Neun der elf Spieler schafften es zum Nationalspieler: Sieben für die Schweiz, Amir Abrashi und Ermir Lenjani für Albanien. Dennis Iapichino spielte in der MLS und hat sich zuletzt einen Stammplatz bei Servette gesichert, Goalie Matthias Minder schaffte den Sprung in die Super League (Xamax) ebenfalls.

Admir Mehmedi hat mit 63 Länderspielen die meisten auf dem Buckel, Manuel Akanji von Borussia Dortmund gehören Gegenwart und Zukunft. Der Stern von Innocent Emeghara scheint dagegen eher zu verglühen: Sein aktueller Arbeitgeber ist Karagümrük in der zweiten türkischen Liga. Die Sturmrakete hat immerhin vier Tore in neun Einsätzen erzielt.

Remo Freuler spielt mit Atalanta Bergamo in der Champions League, Pajtim Kasami ist der grosse Leader in Sion, Abrashi überrascht mit dem SC Freiburg die Etablierten in der Bundesliga. Und Fabian Frei und Luca Zuffi sind unbestrittene Stammspieler beim FC Basel. In der Bierkurve wird den Fans warm ums Herz beim Gedanken daran, wozu diese Elf in der Lage wäre.

Mehr «Lokal-Auswahlen»

Die Idee verleitet natürlich geradewegs dazu, sie auch für andere Teams umzusetzen. Kriterium war, dass ein Spieler einen Teil seiner Nachwuchszeit im jeweiligen Klub absolviert hat. Einer wie Florent Hadergjonaj, der in Thun, Luzern und bei YB ausgebildet wurde, wurde jenem Team zugeteilt, das hinten rechts am ehesten Bedarf hatte.

FC Zürich

Herausragend: Ricardo Rodriguez, Nico Elvedi, Blerim Dzemaili und Josip Drmic.

YB

Herausragend: Roman Bürki, Zdravko Kuzmanovic und Florent Hadergjonaj.

FC Luzern

Herausragend: Stephan Lichtsteiner, Haris Seferovic, Pirmin Schwegler und Fabian Lustenberger.

Servette Genf

Herausragend: Denis Zakaria, Kevin Mbabu, Philippe Senderos und Reto Ziegler.

FC Basel

Herausragend: Jeder einzelne, besonders Ivan Rakitic (Barcelona), Granit Xhaka (Arsenal), Xherdan Shaqiri (Liverpool) und Yann Sommer (Mönchengladbach).

FC St.Gallen

Herausragend: Marwin Hitz, Michael Lang, Aleksandar Prijovic und Ivan Martic.

FC Sion

Herausragend: Edimilson und Gelson Fernandes, Vincent Sierro und Chadrac Akolo.

Und wenn wir schon in der «Was wäre wenn»-Stimmung sind, darf diese Frage nicht fehlen:

Welches dieser Teams würde Schweizer Meister werden?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

(Quelle: Transfermarkt)

Die Schützenwiese, das einzige echte Fussballstadion im Kanton Zürich

Fussball? «Alles nur noch Kommerz!», wird gerne gemotzt. Alles? Nicht ganz. Ein Streifzug durch die menschenleere Winterthurer Schützenwiese. watson / Ralf Meile
Der FC Winterthur preist seine Schützenwiese gerne als «das einzige echte Fussballstadion im Kanton» an, da der Zürcher Letzigrund ein Leichtathletik-Stadion ist und es den Hardturm nicht mehr gibt. watson / Ralf Meile
Aufkleber auf der Damen-Toilette: «Erstklassig zweitklassig». Seit einer gefühlten Ewigkeit spielt Winterthur in der Challenge League. watson / Ralf Meile
Ungeduldige Auswärtsfans haben den Eingang zum Gästesektor ein wenig modifiziert. watson / Ralf Meile
Hier schlägt das Herz der «Schützi»: In der Bierkurve, wo sich die Heimfans treffen. watson / Ralf Meile
Alt neben neu: Das die Stadt dominierende Sulzer-Hochhaus neben der kürzlich neu errichteten Gegentribüne. watson / Ralf Meile
Erichs Wurststation heisst in Anlehnung an Ex-Keeper Erich Hürzeler so. Daneben die kultige Anzeigetafel. watson / Ralf Meile
Bedient wird sie von Hand, weshalb Helfer jeweils hochklettern müssen. watson / Ralf Meile
Klassischer kann ein Flutlichtmast kaum sein. watson / Ralf Meile
Die letzten Strahlen der Wintersonne erreichen die Gegentribüne. watson / Ralf Meile
Die Haupttribüne und am rechten Bildrand die «Sirupkurve», wo die kleinsten Fans das Spiel verfolgen. watson / Ralf Meile
Für die Allerkleinsten stehen leere Harasse bereit, um über das Geländer sehen zu können. watson / Ralf Meile
Links bezahlen, rechts abholen. watson / Ralf Meile
Der Blick von der Gegentribüne zur Libero-Bar, wo in der dritten Halbzeit der Restdurst gestillt wird. watson / Ralf Meile

Winterthurer Polizistin spricht auf Tiktok

Video: Extern / Rest / Roberto Krone

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