John F. Kennedy, hier 1944 als junger Marine-Offizier, war nur von 1961 bis 1963 US-Präsident. Seine jugendliche Erscheinung und sein Charisma wirkten mitreissend und machten ihn trotz der kurzen Amtsdauer zu einem legendären Präsidenten. AP
John Fitzgerald Kennedy wird am 29. Mai 1917 als zweitältester Sohn einer kinderrreichen irischstämmigen Familie in Massachusetts geboren. AP, JFK NATIONAL HISTORIC SITE / STR
John F. (l.) 1919 mit seinem älteren Bruder Joseph. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Sechs Jahre später: Der junge Kennedy mit seinem Hund in der Sommerfrische der Familie in Hyannisport, Massachusetts. EPA JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Der Kennedy-Clan um den Patriarchen Joseph P. Kennedy (M.) ist wohlhabend und politisch bedeutend. Johns Grossvater mütterlicherseits ist der demokratische Bürgermeister von Boston, John F. Fitzgerald. AP Boston Globe
Johns (r.) Vater Joseph (M.) bringt es zum US-Botschafter in London. Während der Prohibition macht er Millionen mit Alkoholschmuggel, später verdient er viel Geld im Filmgeschäft. Designierter Nachfolger an der Spitze des Clans: der älteste Sohn Joseph Jr. (l.). EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Doch der ältere Bruder fällt im Zweiten Weltkrieg. Von da an ruhen die Hoffnungen des Vaters auf John. AP/AP
Während des Zweiten Weltkriegs kommandiert Kennedy das Patrouillenboot PT-109 im Südpazifik. Im August 1943 wird es von einem japanischen Zerstörer versenkt. Kennedy überlebt und rettet einem schwer Verwundeten das Leben. Dieser Einsatz, für den er mehrfach ausgezeichnet wird, begründet Kennedys Ruf als Kriegsheld. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Ab 1947 nimmt Johns politische Karriere Fahrt auf. Er wird, auch dank massiver finanzieller Hilfe seines Vaters, Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus. Gemeinfrei
Am 12. September 1953 heiratet John F. Kennedy, mittlerweile Senator, die Journalistin Jacqueline Lee Bouvier. AP/AP
Das Paar hat vier Kinder; doch nur Caroline (M.) und John Jr. erreichen das Erwachsenenalter. AP / JACQUE LOWE
1960 nimmt der aufstrebende Politiker Kurs auf das Weisse Haus. Bei den Präsidentschaftswahlen schlägt er seinen republikanischen Gegenspieler Richard Nixon und wird im Januar 1961 als 35. Präsident der USA vereidigt. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
In seiner Inaugurationsrede fällt der seither berühmte Ausspruch: «Ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country.» («Fragen Sie nicht, was Ihr Land für Sie tun kann – fragen Sie, was Sie für Ihr Land tun können.») AP/AP / Uncredited
Der neue Präsident – Kennedy ist der jüngste jemals gewählte US-Präsident – setzt mit seinem Stil neue Akzente. Zum Beispiel mit Fotos aus dem Oval Office, auf denen Kinder zu sehen sind. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Fotos des familären Idylls unterstreichen die charismatische Ausstrahlung des jugendlichen Präsidenten und seiner glamourösen Gattin. EPA / CECIL STOUGHTON/WHITE HOUSE/HAND
Jackie, die glamouröse First Lady, hier zu Besuch bei Königin Elisabeth II., setzt modische Massstäbe. AP/POOL BIPPA
Kennedy wirkt zwar jugendlich, doch seine Gesundheit ist angegriffen. Insbesondere leidet er an Rückenproblemen. AP/AP
Der erste – und bisher einzige – katholische Präsident der USA macht seinen jüngeren Bruder Robert (l.) zum Justizminister – heute wäre das nicht mehr möglich. Robert wird 1968 während des Wahlkampfs ermordet. In der Mitte steht der jüngste Bruder Edward, er wird später einer der führenden Politiker der Demokraten. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / CECIL STOUGHTON / JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Mit der fehlgeschlagenen Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht erlebt Kennedy gleich zu Beginn ein aussenpolitisches Debakel. Sein Gegner Fidel Castro (Bild) triumphiert. AP/LATIP / Miguel Vinas
Der Konflikt um Kuba ist damit nicht zu Ende. Im Oktober 1962 kommt es wegen der Stationierung von sowjetischen Atomraketen auf der Insel zur Kubakrise: Kennedy verhängt eine Seeblockade. Die Welt hält den Atem an, es droht ein Atomkrieg. AP/AP
Doch Kennedy und sein sowjetischer Gegenspieler Chruschtschow lösen die Krise friedlich; die Sowjetunion zieht ihre Raketen aus Kuba ab und die USA versprechen, keine Invasion der Insel mehr durchzuführen. Zugleich ziehen die Amerikaner stillschweigend ihre Atomraketen aus der Türkei ab. AP/AP
Ein weiteres aussenpolitisches Problemgebiet in diesen heissen Zeiten des Kalten Krieges ist Indochina, die ehemalige französische Kolonie in Südostasien. Kennedy verstärkt das militärische Engagement der USA in Südvietnam massiv und hinterlässt seinen Nachfolgern damit ein vergiftetes Vermächtnis. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / JOHN F KENNEDY PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Ein weiterer Brennpunkt des Kalten Krieges: die Zonengrenze im geteilten Berlin. Der Bau der Mauer 1961 fällt in seine Amtszeit. Kennedy besucht Westberlin im Juni 1963. Der Regierende Bürgermeister Willy Brandt (M.) und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer begleiten ihn. AP / STR
In Berlin spricht Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus die berühmten Worte: «Ich bin ein Berliner.» DPA dpa / A0236/_WILLI GUTBERLET
Innenpolitisch ist Kennedys Präsidentschaft von Rassenkonflikten geprägt. Viele Afroamerikaner sind enttäuscht über Kennedys vorsichtiges Taktieren in der Bürgerrechtsfrage. Bei rassistischen Ausschreitungen greift der Präsident jedoch ein – so schickt er 1962 Militäreinheiten an die University of Mississippi, damit sich der schwarze Student James Meredith dort immatrikulieren kann. AP
Hier besichtigt Kennedy mit dem Astronauten John Glenn die Mercury-Kapsel, in der Glenn als erster Amerikaner die Erde umrundete. Der Präsident intensiviert das amerikanische Raumfahrtprogramm und kündigt an, noch vor 1970 Menschen auf den Mond zu bringen. AP/AP / Vincent P. Connolly
Auszeit mit der Familie: Kennedy mit Frau und Tochter Caroline auf einer Jacht vor Hyannisport, August 1963. EPA/JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / CECIL STOUGHTON / JFK PRESIDENTIAL LIBRARY / HANDOUT
Doch Kennedy ist nicht nur der liebevolle Familienvater, als der er in der Presse erscheint. Er gilt als unersättlicher Frauenheld. Auch die Schauspielerin Marylin Monroe – sie sang ihm 1962 zum Geburtstag ein Ständchen – soll seine Geliebte gewesen sein. AP/John F. Kennedy Presidential Library / Cecil Stoughton
Der fatale Besuch in Dallas: Am 22. November 1963 fahren John F. Kennedy und Jackie im offenen Wagen durch die texanische Metropole. AP TGPRN NEWSEUM / UNCREDITED
Dann fallen Schüsse. Der Präsident wird tödlich getroffen, seine Frau versucht verzweifelt, ihm zu helfen, während der Wagen zum Krankenhaus rast. Der Attentäter, Lee Harvey Oswald, wird verhaftet – und zwei Tage später von einem Nachtclubbesitzer erschossen. Um die Ermordung Kennedys ranken sich zahlreiche Theorien, die Frage ist heute noch umstritten. AP, APTN / ANONYMOUS
Die Trauerfeier für Kennedy findet am 25. November 1963 statt. Eine knappe Million Menschen nimmt daran teil. Kennedy findet auf dem Nationalfriedhof Arlington seine letzte Ruhestätte. AP / STR
Das Foto des dreijährigen John Jr., der vor dem Sarg seines Vaters salutiert, geht um die Welt. John Jr. stirbt 1999 bei einem Flugzeugabsturz. AP
Während seiner kurzen Amtszeit kann Kennedy nicht viel bewegen. Doch seine Ermordung zementiert den Kennedy-Mythos, der bis heute nachwirkt. AP