Auto
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Von winzig bis absurd: 15 Microcars, von denen du vermutlich noch nie gehört hast

Wer in den Siebzigerjahren ein Kind war, wusste, wie die Zukunft – also unsere heutige Gegenwart – aussehen sollte: Jedes Haus hatte einen Putzroboter, wir alle würden in silberfarbenen Aluminium-Anzügen rumlaufen, und die Autos würden ungefähr so aussehen:

Nun, eigentlich ist das gar nicht allzu weit weg von dem hier, ...

... obwohl wir nicht sicher sind, wie gut das Siebzigerjahre-Zukunftsmobil beim Euro-NCAP-Crashtest abschneiden würde. 

Item. Hier geht es um eine Auto-Klasse, bei der ein Smart als geradezu grosszügig definiert werden darf: Microcars.

Die Hochblüte dieser Mini-Geschosse war bereits in den Fünfzigerjahren, die Motoren waren meist kaum mehr als ein paar Hundert cc gross, und fast alle Microcars waren kommerzielle Flops. Hier einige der erstaunlichsten.

1. Peel P50

Das kleinste massenproduzierte Auto der Weltgeschichte wurde von 1962 bis 1965 auf der Isle of Man hergestellt. Sehen Sie das Nummernschild? Ja, diese Dinger hatten eine Strassenzulassung – obwohl sie keinen Rückwärtsgang hatten, ...



... was allerdings nicht allzusehr störte, da man sie einfach aufhob, um sie zu parkieren. 

Es gab auch einen Zweiplätzer, den Trident.

Und dann noch jene berühmte «Top Gear»-Episode, in der Jeremy Clarkson einen ganzen Arbeitstag mit dem Peel zu bewältigen versucht:

abspielen

YouTube: TopGear

2. Brütsch Mopetta

Brutsch Mopetta Microcars http://www.pinterest.com/pin/27514247693854821/

Bild: Pinterest

Aus Stuttgart, hergestellt von 1956 bis 1958, hatte die Mopetta einen 50-cc-Motor und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h. 

1958 wurde sie abgelöst vom wesentlich geräumigeren Brütsch V2, das als «Volks-Zweisitzer» angepriesen wurde. 

3. Zündapp Janus

Wo ist vorne und wo hinten? Diese beiden Models (nicht im Lieferumfang inbegriffen) scheinen sich auch nicht ganz sicher zu sein. Die Produktion lief 1958 an ... und endete noch im selben Jahr. Doch der Zündapp Janus lebt weiter ...

Professor Zündapp Cars 2 http://www.autofans.be/reportages/vergeten-autos/7673-vergeten-auto-57-zundapp-janus

Bild: Pixar

... als Professor Zündapp aus «Cars 2»!

Derweil, in Japan:

4. Fuji Cabin, 1955

Nur 85 dieser Dinger wurden 1955 in Japan gebaut. Heute holen sie deswegen an Auktionen gut und gerne sechsstellige Summen.

5. Allard Clipper

Der dreirädrige Allard Clipper (1953) aus Clapham im Süden Londons war als Familienkutsche konzipiert. Schaut mal, wie die lieben Kleinen hinten reinpassen!

6. Gaitan Auto-Tri Huevo

Okay, über dieses Ding findet man so gut wie gar keine Informationen. Wir wissen bloss, dass es 1953 in Spanien hergestellt wurde und von einem 125cc-Vespa-Motor angetrieben wurde. Und ja, «huevo» bedeutet Ei.

7. Goggomobil Dart

Goggomobil Dart Microcars http://www.bbc.com/autos/story/20130419-microcars-timeless-allure

Bild: BBC

1959 bis 1961 in Australien auf der Basis der deutschen Goggomobil-Kleinstautos hergestellt, ist der Dart der Sportwagen unter den Microcars.

Okay, richtig gefetzt hat er mit seinen 293cc schon nicht wirklich – Lotus-Optik hin oder her.

8. Tango EV

Tango EV microcar http://www.bbc.com/autos/story/20130419-microcars-timeless-allure

Bild: BBC

Erhältlich seit 2009, stellt der Elektromobil Tango eine vollkommen neue Kategorie dar: «Narrow Communter Vehicle NCW» (enges Pendlerfahrzeug). Zwei dieser Fahrzeuge nehmen nebenher gleich viel Platz wie ein konventionelles Auto ein, was – rein mathematisch gesehen – Staus um die Hälfte verkürzen sollte. Das ist die langweilige Seite der Story. Die andere? Hey, dieses Ding macht die 0-100 km/h in knapp vier Sekunden! Und obwohl es nicht danach aussieht, hat es dank der am Boden montierten Batterien einen Schwerpunkt, der tiefer liegt als bei einem Porsche 911. 

9. Prvenac 250cc

Aus Jugoslawien erreicht uns dieses Geschoss. Genauer: erreichte uns, denn es stammt aus dem Jahr 1958. Noch genauer: Es erreichte uns gar nie, da es ausserhalb seines Landes kaum verkauft wurde. Aber er hat vier Räder, was immerhin mehr ist als viele der hier aufgelisteten Vehikel. Und es kommt noch besser:  Zwei dieser vier waren in der Mitte, während je einer vorne und hinten montiert war. Diamantform nannte man sowas und war stolz auf den Wendekreis von knapp drei Metern.

10. Quasar Unipower

Endlich ein Auto, das spezifisch entworfen wurde, um darin gesehen zu werden!  Und zwar am besten in einem Minijupe. Jaja, man schrieb das Jahr 1968, wo man alle gängige Normen über den Haufen werfen wollte. Zumindest wollte dies der französisch-vietnamesische Autodesigner Quasar Khanh. Ja, die Sitze waren aus aufblasbarem Plastik (so wie ein Schwimmring).

11. Hanomag Korbwagen

Dieser Einsitzer aus dem Jahr 1928 war die Budget-Version des ohnehin bereits als Budget-Auto konzipierten Hanomag «Kommissbrot». Wem also der Einzylinder-500cc-Motor, die zwei Sitze und die Metal-Karosserie des Serienfahrzeugs zu grosskotzig erschienen, konnte auf diesen Marktkorb mit Rädern zurückgreifen.

12. Fuldamobil N

Ebenfalls von einem Einzylinder-Zweitaktmotor angetrieben war das Fuldamobil von 1951. Gemäss Werksangaben erreichte er damit gut und gerne 75 km/h. Nur wenige waren mutig genug, die Probe aufs Exempel zu machen.

13. Mymsa Rana 125cc

In den späten Fünfzigerjahren, war der spanische Motorradhersteller Mymsa (Motores y Motos, S.A.) der Meinung, dies genüge vollkommen für die durchschnittliche Lieferung. Der Rana («Frosch») setzte sich nie durch.

14. Ferves Ranger

Und das, liebe Kinder, ist tatsächlich ein Offroader auf Basis des Fiat 500 (des alten, winzigen 500, nicht des neuen, merklich grösseren 500). Ferves stand für Ferrari Veicoli Speciali und wurde in den Sechzigerjahren tatsächlich vom legendären Sportwagenhersteller fabriziert. Ganze 50 Stück sollen heute noch existieren, was erklärt weshalb das obige Teil für stolze 30'000 Franken zum Verkauf steht.

15. Bond Bug

Der Supersportwagen unter den Microcars: Der von 1970 bis 1974 hergestellte Bond Bug. Dazu konzipiert, ausschliesslich Models in Minijupes und Nancy-Sinatra-Stiefeln zu transportieren.

Kein Wunder bei einem derart funky Interieur!

In Wahrheit war da viel mehr Schein als Sein. Das Teil lief 126 km/h, aber durch die extrem tiefe und schräge Sitzlage, kam es dem Fahrer wie 226 km/h vor. Bis heute gilt der Bug als Kultauto und besitzt eine treue Fangemeinde – unter ihnen Popstar Robbie Williams, der am Ende seines Clips zu «Millenium» einen Bong Bug besteigt ... und damit mit einer Panne am Strassenrand stehen bleibt.

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lsz 07.09.2014 10:56
    Highlight Highlight Wo bleibt der legendäre BMW Isetta?
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/BMW_Isetta
    • obi 07.09.2014 11:21
      Highlight Highlight Der ist fast ein wenig zu bekannt.
  • Tsetse 07.09.2014 10:34
    Highlight Highlight Der Peel P50 wird wieder gebaut. Läuft mit Honda Motorrad Motor.
  • Zeit_Genosse 07.09.2014 09:31
    Highlight Highlight Danke für diese Aufstellung, die uns daran erinnert, dass man früher mutiger zu sein schien, waren doch diese Vehikel keine Konzeptcars, sondern real im Betrieb. Dass sie es nicht weiter brachten lag daran, dass es wirtschaftlich bergauf ging und man sich immer grössere Autos leisten konnte und wollte. Heute gibt es viele Regulatorien. Ich darf nicht mal mit einem E-Mobil für Golfplätze im Dorf einkaufen gehen (mit dem Traktor schon), wie man das (beides) in den USA problemlos kann.

19 Dinge, die du (vermutlich) nur kennst, wenn du früher im Skilager warst

Wenn du zur Jugendzeit mit der Schule im Skilager warst, wirst du dich vor allem an eines nicht mehr erinnern: Ans Ski fahren selbst. Schliesslich hatte das Lager so viele andere «Highlights» zu bieten.

Falls du dich nicht mehr erinnerst – oder nicht mehr erinnern willst –, helfen wir dir mit den folgenden Punkten gerne auf die Sprünge:

Artikel lesen
Link zum Artikel