Beat Feuz
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Switzerland's Carlo Janka makes the final jump during a men's downhill training run for the Sochi 2014 Winter Olympics, Friday, Feb. 7, 2014, in Krasnaya Polyana, Russia. (AP Photo/Christophe Ena)

Zweites Abfahrtstraining

Janka überzeugt – Küng plagen Magen-Darm-Probleme

Die Schweiz darf erwartungsfroh auf das Highlight der Olympischen Winterspiele hin fiebern. Nach Patrick Küng im ersten Training hinterlässt Carlo Janka im zweiten einen starken Eindruck.



Carlo Janka scheint für die Olympiaabfahrt am Sonntag (8 Uhr) der aussichtsreichste Schweizer zu sein. Der Goldmedaillengewinner von Vancouver im Riesenslalom fuhr im zweiten Abfahrtstraining auf Rang 2. Die Olympia-Strecke hat es ihm sichtlich angetan: «Die Abfahrt ist sensationell», schwärmte Janka, «sie wäre würdig, in den Weltcup-Kalender aufgenommen zu werden.»

Wie viele andere fuhr allerdings auch Janka im oberen Teil an einem Tor vorbei. «Ich habe eine gute Abkürzung gefunden», nahm Janka den Zwischenfall locker. Wichtiger war dem Bündner die Fahrt an sich, und mit der war er sehr zufrieden. Schneller als Janka war nur der Österreicher Matthias Mayer, der schon im ersten Training überzeugt hatte. Er ist der Topfavorit unseres Nachbarn und Erzrivalen.

Switzerland's Carlo Janka comes to a halt at the end of a men's downhill training run for the Sochi 2014 Winter Olympics, Friday, Feb. 7, 2014, in Krasnaya Polyana, Russia. (AP Photo/Gero Breloer)

Janka schwingt ab: er scheint bereit zu sein für die Olympiaabfahrt. Bild: AP

Patrick Küng, der gestern als 2. überzeugte, verlor heute 1,71 Sekunden auf Mayer. Den Glarner plagt eine Magen-Darm-Verstimmung, die ihn permanent auf die Toilette zwingt. Die Probleme sind zwar nicht gravierend, aber für Küng galt es, nicht zuviel Energie liegen zu lassen.

«Ich hoffe, dass ich das noch in den Griff kriege», sagte der Lauberhorn-Sieger. Um Magen-Darm-Problemen vorzubeugen, erliess Swiss Olympic bereits die Empfehlung, die Zähne nur noch mit Mineralwasser zu putzen.

Feuz oder Caviezel der vierte Mann?

Titelverteidiger Didier Défago (9.) steigerte sich im Vergleich zu gestern deutlich und auch Beat Feuz lief es klar besser. Trotzdem büsste der Emmentaler, der vor seiner schweren Verletzung die Weltcup-Première in Sotschi gewann, fast drei Sekunden auf die Bestzeit ein. Der verletzte rechte Knöchel bleibt ein Handicap.

«Immerhin habe ich alle Tore erwischt und gegenüber dem Vortag fühlte sich der Fuss fast schon sensationell gut an. Ich konnte schon recht gut Druck geben», erklärte Feuz, «aber der Skischuh drückt noch immer derart auf die lädierte Stelle, dass ich nicht schmerzfrei bin.»

Feuz' Selektion für das Schweizer Abfahrtsquartett am Sonntag ist dennoch in Frage gestellt. Denn Mauro Caviezel, gestern überraschender 6., war auch heute besser als Feuz. Caviezel, der die Abfahrtstrainings primär wegen der Superkombination bestreitet, verlor heute jedoch auch mehr als zwei Sekunden. Unbestritten ist aus Schweizer Sicht das Trio Küng (Lauberhornsieger), Défago (Titelverteidiger) und Janka.

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