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Studie zeigt: 92 Prozent aller Schweizer Offroader waren noch nie offroad 

Im Leben eines SUVs verfangen sich im Schnitt fünf Velofahrer und acht Kindergärtner im Kühlergrill.Bild: AP Chrysler
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Studie zeigt: 92 Prozent aller Schweizer Offroader waren noch nie offroad 

11.09.2014, 16:4014.12.2018, 12:51
Satire – kein Wort ist wahr
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Pavel Kulicka

Bern (den). Sie sind gross, laut und furchteinflössend, wenn sie Fussgängern auf dem Zebrastreifen entgegenbrausen: Die Rede ist von Offroadern oder SUVs auf Schweizer Strassen. Obwohl die schweren Karossen ursprünglich für das Fahren im Gelände konzipiert wurden, zeigt nun eine Studie, dass das Gegenteil der Fall ist. 

Laut der Uni Bern werden über 90 Prozent dieser Fahrzeuge gar nicht für ihren ursprünglichen Zweck verwendet und werden gar nie offroad gefahren. «Ein Grossteil der Schweizer SUVs sind in den Kantonen Zürich, Zug und Schwyz registriert. Alles Kantone, die nicht unbedingt für ihre topographischen Herausforderungen bekannt sind», sagt Studienleiter Simon Märki. «Da ist es nur logisch, dass die Offroader das Wort Stein oder Dreck nur aus dem Radio kennen.»

Immerhin werden fünf Prozent der Fahrzeuge teilweise abseits der befestigten Strassen gefahren, relativiert Märki. «In diese fünf Prozent fallen die Fahrzeuge, die zwei Mal täglich über den Kiesweg vor der Villa oder vor der Privatschule gefahren werden. Da müssen wir rein wissenschaftlich von offroad sprechen.» 

Auch die Offroad-Quote nach Marke wurde für die Studie erhoben. «In die Kategorie ‹hauptsächlich offroad› fällt ausschliesslich die Marke Subaru. BMW, Mercedes, VW, Porsche und wie sie alle heissen, werden nur teilweise oder eben gar nie abseits der Piste gefahren.»

A local resident looks at his Toyota SUV, which was damaged by a flood at a site where a landslide swept through a residential area at Asaminami ward in Hiroshima, western Japan, August 21, 2014. At l ...
Dieser Offroader wurde nur für PR-Zwecke mit Dreck bemalt.Bild: Toru Hanai/REUTERS

Hauptbedürfnis Sicherheit

Für die Autobranche kommt das Resultat der Studie nicht überraschend. «Wenn ich sehe, wer sich bei uns einen SUV kauft, dann wundert mich das Resultat überhaupt nicht», sagt Autohändler Dominik Schurter. Seine Kunden seien hauptsächlich vermögende Paare oder Familien, die mit dem Fahrzeug die Kinder zur Schule bringen und für den Einkauf im Migros 1,5 Parkfelder in Beschlag nehmen würden, so Schurter. «Als Autoverkäufer blutet mir natürlich das Herz, wenn ich dies alles sehe. Aber es liegt nicht an mir, das Fahrverhalten meiner Kunden anzuzweifeln.»

So werde auch spezifisch auf Kundenbedürfnisse eingegangen. «Das Hauptbedürfnis unserer Kunden ist Sicherheit. Wir haben unsere Fahrzeuge darum speziell designt, dass die häufigen Zusammenstösse mit Velofahrern und Kindergärtnern keine Schäden am Fahrzeug hinterlassen.» 

Der Enthüller
Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über tote Eskimos wegen der Ice Bucket Challenge oder glückliche Lottogewinner, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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2 Kommentare
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Ist es ein Risiko, mit dem Elektroauto in die Waschanlage zu fahren?
Rund um die Elektromobilität kursieren immer wieder Mythen. Eine Frage, die immer mal wieder auftaucht, ist, ob man denn mit dem Elektroauto Waschstrassen und automatische Waschboxen benutzen kann. Die Antwort wird nicht überraschen.
Warum sollte man mit einem Elektroauto denn nicht durch die Waschanlage fahren können? Schliesslich kann man ja auch mit einem Auto durch Gewitter und Pfützen fahren und muss sich nicht vor Stromschlägen oder Fehlfunktionen fürchten. Es ist also kein Problem, mit dem Elektroauto die Waschanlagen zu nutzen, um den Winterdreck und die Salzreste loszuwerden.
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