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Darf ich meine Wohnung in jedem Fall untervermieten?

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Darf ich meine Wohnung in jedem Fall untervermieten?

Das kommt ein bisschen darauf an, welches politische Lager du befragst. Rechtlich jedenfalls kann dir deine Vermieterin eine Untervermietung nur im Ausnahmefall verbieten. Noch.
15.03.2023, 10:1315.03.2023, 10:13
Vera Beutler / lex4you by TCS
Vera Beutler / lex4you by TCS

Informierst du deine Vermieterin nicht über die Bedingungen der Untermiete, ist die Untermiete – etwa durch einen massiv überhöhten Untermietzins – missbräuchlich oder entstehen der Vermieterin durch die Untervermietung wesentliche Nachteile, kann sie ihr Veto einlegen. Dasselbe gilt, wenn der Untermieter sich Rechte hinausnimmt, die du als Mieter selber gar nicht hast.

«Ein Dorn im Auge ist es der Vermieterin, wenn du durch einen überrissenen Untermietzins Gewinn machst.»

Untervermietung ist Recht des Mieters

Es ist dein Recht, deine Wohnung oder einzelne Zimmer darin unterzuvermieten, selbst wenn der Mietvertrag dies ausschliesst. Die Untervermietung gilt als Anspruch aus dem Mietverhältnis. Kündigt die Vermieterin, weil du deine Wohnung zur Untermiete freigibst, ist die Kündigung grundsätzlich missbräuchlich und anfechtbar.

Contentpartnerschaft mit TCS / lex4you.ch
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit TCS Rechtsschutz und seiner interaktiven Rechtsauskunftsplattform lex4you.ch. Die Fragen stammen direkt aus dem Alltag von Rechtsschutzversicherten – kompetent beantwortet von der Juristin und Leiterin von lex4you.ch, Vera Beutler. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Auch als Mieter musst du dich aber natürlich an einige Regeln halten. Geht es nach dem Nationalrat, werden diese Regeln künftig verschärft. Verstösst du gegen die Regeln, soll dir die Vermieterin künftig gar ausserordentlich kündigen dürfen.

Mieter muss Vermieterin informieren

Egal, ob du deine Wohnung regelmässig über AirBnB untervermietest oder sie nur einmalig während deiner Ferien einer Freundin gegen Bezahlung überlässt: Informieren musst du deine Vermieterin bereits heute in jedem Fall über die Untervermietung. Es reicht, wenn du das mündlich tust. Noch, denn der Nationalrat will, dass du deine Vermieterin künftig schriftlich informieren musst.

Weiter musst du deiner Vermieterin auch die Bedingungen der Untermiete offen legen. Ist die Untermiete der gesamten Wohnung auf Dauer angelegt, darf die Vermieterin sie mit gutem Recht ablehnen. Denn laut Bundesgericht gebärdest du dich in diesem Fall als Eigentümerin und handelst rechtsmissbräuchlich. «Die vage Möglichkeit, die Mietsache allenfalls wieder einmal selber zu nutzen, rechtfertigt eine Untervermietung nicht», so das höchste Gericht. Anders sieht das nur dann aus, wenn du mit deiner Vermieterin bereits im Mietvertrag vereinbart hast, dass du eine dauerhafte Untervermietung beabsichtigst. Diese Vereinbarung nützt dir wiederum auch nichts, wenn du in einer Stadt wohnst, welche die kurzzeitige Wohnungsvermietung reguliert.

Untermiete darf keinen Gewinn bringen

Ein Dorn im Auge ist es der Vermieterin, wenn du durch einen überrissenen Untermietzins Gewinn machst. Auch hier handelst du missbräuchlich und musst der Vermieterin allenfalls den Gewinn abliefern. Ganz abgesehen davon, dass dir in diesem Fall gar die Kündigung drohen kann.

Schliesslich hat dein Untermieter auch nicht mehr Rechte als du selbst. Darfst du als Hauptmieter also beispielsweise nur ein nicht störendes Gewerbe in der Wohnung betreiben, wird sich die Vermieterin erfolgreich gegen eine Schlagzeuglehrerin als Untermieterin wehren können, sofern sie ihren Unterricht in die Wohnung verlegt. Aber aufgepasst: Dein Untermieter hat nicht mehr, aber auch nicht viel weniger Rechte als du. Ist der Untermietvertrag nicht befristet, gelten für ihn beispielsweise dieselben Kündigungsfristen wie wenn er Hauptmieter wäre. Läuft dein Mietvertrag aus, kann allerdings auch dein Untermieter nicht in der Wohnung bleiben.

Gratis wohnen ist keine Untermiete

Wenn du deine Freundin umsonst in deiner Wohnung leben lässt, hat das übrigens nichts mit einer Untermiete zu tun: Laut Bundesgericht gibt es keine Verpflichtung, eine gemietete Wohnung selbst zu bewohnen. Überlässt du die Wohnung kostenfrei deiner Freundin, benötigst du entsprechend keine Zustimmung deiner Vermieterin. Solange du nichts mit deiner gemieteten Wohnung verdienst und sich dein Gast an die Hausregeln hält, wirst du also fein raus sein.

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FRAGFRAUFREITAG
Liebe Kafi, wir haben Vermieter aus der Hölle. Die machen uns das Leben so richtig schwer, sind fies wie Anton und geiziger als man sich das vorstellen kann und drohen uns jetzt auch mit der Kündigung. 
Da der aktuelle Wohnungsmarkt im Moment nicht erquickt und ich mir jeden Monat ins Bein beissen könnte, wenn ich die Mietsumme an die reichen Sticker überweise und mich so richtig hilflos fühle, habe ich schon an Voodoo gedacht. Was meinen Sie dazu? Hoch- und erwartungsvoll. Ihr Fan Zora, 39
Liebe Zora

Vielen Dank für Ihre Frage und die lieben Worte. Ein Fan! Und dann noch hochvoll! Wow! So will ich mir aber mal besonders Mühe geben. Also dann! 

Natürlich wäre Voodoo eine Möglichkeit. So eine Puppe haben Sie schnell genäht und wenn Sie mit rostfreien Nadeln und Nägeln arbeiten, wird sie lange halten. Aber ich muss Sie warnen. Bei Voodoo und ähnlichen Praktiken ist es nämlich so, dass sie wirken. Und ich fänd's dann schon chli doof, wenn der Vermieter morgen unters Auto kommen würde und ich dann bis ans Ende meiner Tage Ihre Fragen bezüglich der Verarbeitung von Schuld beantworten müsste.

Ich bin zwar nicht abergläubisch, an die Macht der Gedanken und energetische Übertragungen glaube ich hingegen sehr! Wenn Sie Ihrem Vermieter jeden Tag ein paar negative Gedanken widmen, dann wird sich das in irgendeiner Weise manifestieren. Wenn Sie also schon bald auf der Strasse stehen wollen, dann würde ich zu diesem Vorgehen raten.

Aber warum versuchen Sie es nicht einmal andersrum? Vielleicht wissen Sie, dass es nicht nur die schwarze Magie gibt, sondern auch eine weisse! Diese wendet man an, wenn man Positives im Sinn hat. Was im negativen wirkt, wirkt immer auch im bejahenden. Das habe ich bereits vermutet, als ich mit 9 Jahren herausgefunden habe, dass ich innerhalb von 20 Minuten und Kraft der Gedanken meine Körpertemperatur von 36,8 auf stolze 38 Grad erhöhen kann. Heute weiss ich es. Ich habe es sogar gelernt und ich werde Ihnen kurz erklären, wie es geht. Es ist ganz einfach.

Voraussetzung ist, dass Sie bereit sind, diesem Menschen gute Gedanken zu schicken. Wenn Sie nur Hass für ihn übrig haben, wird es schwierig. Aber auch dann ist es möglich. Sie müssen es aber wollen! Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit und stellen Sie sich Ihren Vermieter bildlich vor. Dann überlegen Sie sich, welche Farbe ihm wohl guttun würde. Mag sein, dass er in Pink mit grünen Punkten freundlicher wirken würde. Dann also Pink, grün gepunktet. Schauen Sie mal, wo bei Ihnen selber diese Farben "wohnen". Das ist natürlich eine rein imaginäre Angelegenheit, aber meistens wenn man sich eine solche Frage stellt, dann reagiert irgendein Körperteil darauf. Das reicht schon. Sie müssen bei dieser Aufgabe nichts begreifen und nichts verstehen. Einfach nur machen. Diese Farben "schicken" Sie ihm, indem Sie sich vorstellen, dass Sie vom Ort in Ihrem Körper, der auf Pink mit Grün resoniert hat, (dieses Wort gibt es zwar nicht, aber ich finde schon, dass man von Resonanz ein Verb müsste ableiten können und werde es darum künftig öfter tun, in der Hoffnung, dass es sich irgendwann etabliert und ich mit dieser Kreation in die Geschichte eingehen werde. Weil mit meiner intuitiven Kommasetzung und Orthografie allein werde ich es vermutlich nicht schaffen.) eine gedankliche Verbindung zum vorgestellten Vermieter bauen. Vielleicht fällt es am Anfang leichter, ihm die Farbe ins Gesicht zu werfen. Sie werden selber merken, was passt und was nicht. Es gibt hier kein falsch und kein richtig. Es muss sich nur für Sie passend anfühlen.

Gut möglich, dass Ihre Begeisterung für mich zwischenzeitlich etwas abkühlt ist, ob dieser Anleitung. Aber seien Sie unbesorgt; ich bin keine Esoterikerin und ich rühre nicht mit Silberlöffeln in der Badewanne. (Das könnte aber auch einfach daran liegen, dass ich keine Silberlöffel besitze. Ich werde mal versuchen, an Uriellas Nachlass zu kommen. Was bei mir allerdings die Frage weckt, ob die überhaupt schon gestorben ist. Wenn das jemand weiss, bitte Mail an mich. Es wäre drum schon bitzli pietätlos, sich um den Nachlass einer noch lebenden Person zu bemühen.) Ich glaube einfach nur an die Energie, die zwischen zwei Menschen fliesst, oder eben nicht fliesst. Und daran, dass es manchmal genügt, seine eigene Einstellung zu einem Menschen zu verändern, um eine Veränderung innerhalb dieser Beziehung zu erreichen. Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass damit alle Probleme mit dem guten Mann aus der Welt geschaffen werden. Aber es wird sich etwas verändern, soviel verspreche ich Ihnen!  Sie beschäftigen sich mit positiver Energie, anstatt mit negativer. Und das wirkt sich überall in Ihrem Leben aus. Vielleicht gerade dort, wo Sie es am wenigsten erwarten.

Viel Spass mit Ihrem bunten Vermieter! Und alles Gute. Ihre Kafi.
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