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Schön, wenn auf dem eigenen Tellerli immer was Feines liegt. Noch schöner, wenn man trotzdem über dessen Rand schauen kann.   Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

Ich brauche dringend einen Rat von dir! Vorgestern haben mein Freund und ich an einem Znacht bei Freunden zum ersten Mal über die Ecopop-Abstimmung diskutiert und er hat dort gesagt, dass er dafür stimmen wird. 

Das hat mich sehr schockiert und meinen Freundeskreis auch!!! Wir sind schon zwei Jahre zusammen und wollen im nächsten Jahr heiraten. Den ganzen Frühling waren wir auf einer Auslandsreise und darum war die Masseneinwanderungsgeschichte nicht so ein Thema. Aber jetzt ist es so konkret und ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Für mich ist es ganz klar, dass ich gegen eine solche Initiative bin und für mein ganzes Umfeld auch. Kann man mit jemandem glücklich werden, der eine ganz andere politische Einstellung hat? Was meinst du dazu? Maria, 33

Liebe Maria 

Eigentlich darf ich nicht am PC sitzen, weil ich einen Nerv eingeklemmt habe. Aber da der Daviscup gewonnen ist und mich nichts mehr vor dem TV hält, habe ich unbändige Lust, mich Ihrer Frage zuzuwenden.

Ich bin dank meiner doppelten Staatsbürgerschaft soeben zum zweiten Mal in einem Jahr Weltmeisterin geworden und gerade furchtbar stolz auf die Schweiz. Wofür wir statistisch gesehen 1300 Jahre brauchen würden, haben wir in 17 geschafft, und ach, Glücksgefühle! In diesen Momenten fühle ich mich meinem Heimatland natürlich sehr verbunden und ich bin dann auch kurz sehr stolz darauf, Schweizerin zu sein. 

Aber auch in solchen Momenten vergesse ich keine Sekunde die Tatsache, dass es reiner Zufall und unendlich viel Glück ist, in der Schweiz geboren worden zu sein. Es ist kein Verdienst und schon gar kein Anrecht. Es ist einfach so passiert, wie es auch hätte passieren können, dass ich 3763 km weiter südöstlich in Syrien geboren wäre. Oder sonst wo auf der Erde, wo es nicht annähernd so privilegiert zu leben ist, wie bei uns. Mir ist diese Ungerechtigkeit jeden Tag bewusst und ich kann das System der Landesgrenzen nicht wirklich verstehen. Diese Idee, sich und seinen angeblich zustehenden Reichtum mit Mauern und Grenzen gegen weniger privilegierte Zeitgenossen abzuschotten. 

Dieses Gedankengut ist in mir so stark verankert, dass ich zwar jederzeit mit einem in dieser Frage komplett andersdenkenden Menschen diskutieren und ein Bier trinken, aber niemals meine Liebe und das Bett teilen kann. Für mich ist Solidarität eine Frage der Menschlichkeit und ich könnte kein Kind mit einem Mann zeugen, dem diese abgeht. 

Die Ecopop-Vorlage ist eine fremdenfeindliche Sauerei, die sich unter dem Feigenblatt des Umweltschutzes versteckt. Auch mir liegt die Natur am Herzen, aber Umweltverschmutzung hält sich – wie die Liebe übrigens auch – nicht wirklich an Landesgrenzen. Aber darum geht es bei dieser Initiative auch nicht wirklich. Es geht darum, den eigenen Reichtum möglichst mit niemandem zu teilen und sich seinen Arsch auf dem gut gehüteten Gold breit zu sitzen (um das Ansinnen einer anderen Initiative grad auch noch ins Bild zu nehmen...). Es geht hier um den nackten Egoismus und die Überheblichkeit allen anderen Menschen gegenüber, die verdammt nochmal etwas weniger Glück hatten, bei der Zuteilung der Nationalität. Ich bin in ein System hineingeboren worden und es ist meine Aufgabe, auch über den Tellerrand von diesem zu schauen. 

Sie mögen es nun sehr krass finden, aber ich würde mir das mit diesem Mann wirklich nochmals gut überlegen. Es geht hier nicht nur darum, dass der Eine für die Goldreserven oder die Pauschalsteuer stimmt und der Andere dagegen. Solche Abweichungen mag eine Beziehung easy verkraften. Es geht um das prinzipielle Verständnis von Solidarität und Verantwortung. 

Wie kann ein Mann, der ein Vierteljahr durch die Welt gereist ist, nur so eng und kleinherzig denken und fühlen? Haben Sie beide die ganze Zeit in Luxusressorts verbracht oder haben Sie auch mal etwas von der «anderen Welt» gesehen, die ausserhalb von Europa Realität ist? 

Ich war selber mal kurz mit einem Mann zusammen, dessen Gedankengut sich in diese Richtung bewegt hat und mir hat es furchtbar auf die Libido geschlagen. Heute bin ich (Tochter eines Einwanderers) mit dem Sohn eines Einwanderers verheiratet und froh, dass ich diese Gespräche nicht mehr führen muss! 

Mit bestem Gruss. Ihre Kafi.

Fragen an Frau Freitag? ​ 

Hier stellen!

Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.ch.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes.

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Sälber tschuld! 

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Bild: Kafi Freitag



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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lenuschka 03.12.2014 18:48
    Highlight Highlight Das sehe ich genau so! Wenn es bei politischen Grundsatzfragen hapert, dann lässt man es besser sein! Das bringt nichts, auch wenn "er" vordergründig perfekt zu sein scheint.
    6 6 Melden
  • Roni Mahoni 26.11.2014 21:46
    Highlight Highlight Es geht hier nicht darum, fremdenfeindlich zu sein und den Reichtum nicht teilen zu wollen, sondern darum, dass sich die 3. Welt-Probleme nicht langsam hierher verlagern. Was bringt es, wenn lauter Flüchtlinge hierherkommen und von unserem Sozialsystem profitieren (meistens ohne je was einzuzahlen) anstatt in der eigenen Heimat etwas aufzubauen. Vorallem liegen meist mehrere Länder zwischen der Schweiz und den Ursprungsländern, wieso also flüchten sie ausgerechnet hierher?
    Weil sie wissen, dass wie dumm genug sind, ihnen alles zu bezahlen und uns nicht mal dagegen wehren.
    Ich empfehle allen die Lektüre des Buches "Deutschland von Sinnen".
    Wenn es nämlich so weitergeht wie es jetzt schon ganz langsam und schleichend abläuft, sind wir in ein paar Jahrzehnten auch auf dem Stand eines 3. Weltlandes.
    42 75 Melden
    • Big ol'joe 26.11.2014 23:46
      Highlight Highlight Ich habe ein paar Gedankenanstösse: 1. Um ein nachhaltiges Leben zu führen ist ein Weltweiter Ökologischer Fussabdruck des Faktors 1.8 zu erwarten. Derjenige der Schweiz liegt bei 6.4, Entwicklungsländer bei 0.8 p.P. --> Das heisst wir verbrauchen zu viel, weniger Wohlstand.
      2. Die Schweiz wendet 0.38% des BIP für Sozialausgaben auf, das sind Peanuts.
      3. Wenn sie ihr eigenes Land vor Schwarzen Afrikaner aufgrund ihres Wohlstandes schützen wollen, dann sind sie Assozial und widerspricht Ihrer Aussage, dass sie den Reichtum nicht teilen wollen! Sowieso, ihr ganzer Kommentar ist ein Wiederspruch!
      55 22 Melden
    • Big ol'joe 26.11.2014 23:56
      Highlight Highlight PS: Zum Faktencheck können sie folgendes nachschlagen:

      NEF(New Economics Foundation): Growth isn't working,

      Für Ökologischen Fussabdruck: http://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/page/national_reviews#sui
      --> Ich habe mich geiirt; es ist kein Faktor, sondern Hektar uups, mein Fehler. Und die Zahlen haben sich auch geändert --> Die Schere ist weiter offen!!
      Sozialausgaben:
      http://blog.dasmagazin.ch/2014/10/02/auf-kosten-der-schwaechsten/?goslide=0
      2 9 Melden
    • Potzblitz 27.11.2014 11:10
      Highlight Highlight Wir Europäer tragen Mitschuld an dem Schlamassel in der dritten Welt. Der darauf aufgebaute Wohlstand muss geteilt werden, man denke nur an die Möglichkeiten und Einsichten, die er gebracht hat. Das verbessert die Welt und so auch die Schweiz naütlrich.
      Sorgen bereiten würde mir eine zu grosse Einwanderung, sodass die Integration nicht mehr möglich wäre. Aber hier muss man ja auch bedenken, dass die Kinder zusammen in die Schule gehen und das Kontingent nicht so gering sein muss.
      9 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ceci 26.11.2014 20:47
    Highlight Highlight Ich bin nicht für Ecopop, aber ist es nicht bewundernswert einen Partner zu haben, der im Gegenlager offen zu seiner Meinung steht? Für mich zeugt das von Charakter.
    39 7 Melden
  • FlorianH 26.11.2014 14:12
    Highlight Highlight Selten hab ich von einem professionellen Schreiberling etwas so Schlechtes gelesen. Die Beantwortung der Frage, die ein gessellschaftpolitisches Problem grösster Dringlichkeit und Schlagkraft umfasst, ist oberflächlich, inhaltlich fahrlassig bis falsch gehalten, intolerant und and Subjektivität kaum zu überbieten. Dies ist sehr bedenklich, bedenkt man, dass die NEIN-Fraktion sich ja als so weitsichtig und tiefdenkend, tolerant, ja schlicht und einfach besser gibt. Vergessen tut die Kafi, der Name ist wohl inhaltliches Konzept, dass es in Politik und Leben weder Gut und Böse noch Schwarz und Weiss gibt. Für solch einen verbalen Dünnpfiff auf dem Niveau einer pubertierenden 15-Jährigen, sollten sie nie und nimmer eine Plattform bekommen. Bitte nehmen sie sich die Kommentare zu Herzen und überarbeiten sie ihr Konzept.
    62 28 Melden
  • Céline Adekunle-Stäuble 26.11.2014 10:46
    Highlight Highlight Finde die schamlose Offenheit und "Ja-jetzt-hasst-mich-alle-ist-mir-***eissegal-ich-denk-trotzdem-so"-Einstellung bewundernswert <3
    20 3 Melden
  • Jol Bear 25.11.2014 21:16
    Highlight Highlight Unter den Befürwortern wird sich effektiv nur eine kleine fremdenfeindliche oder rassistische Minderheit befinden. Wenn sich der weit herum gereiste Partner als Befürworter zu erkennen gibt und man mit dem ansonsten einigermassen interessante Gespräche führen kann, ja dann steht doch eine spannende Diskussion bevor. Oder sind wir bereits soweit, dass Personen mit Meinungen, die im Widerspruch zum öffentlichen Mainstream stehen, zum vornherein isoliert werden müssen. Was kommt als nächstes? "Liebe Kafi, mein Freund hat mir Basler Läckerli aus dem Läckerlihuus gekauft. Nun habe ich erfahren, dass diese Firma von einer Verwandten vom SVP-Blocher geführt wird. Soll ich diese Läckerli vor der sofortigen Trennung essen oder erst danach?" Antwort: "auf keinen Fall essen! Unerkannt, am besten verkleidet während der Fasnacht, zurückbringen und das Retourgeld an Greenpeace spenden."
    55 10 Melden
  • 7immi 25.11.2014 06:41
    Highlight Highlight Witzig, wenn man die kommentare liest, erkennt man, wie ignorant die gegner sind. Sie leben genau das vor, was sie den befürwortern unterstellen! Und punkto beziehung: meine freundin und ich haben auch verschiedene politische ansichten. Das ist doch spannend und ergibt oft angeregte diskussionen. Ich verstehe das problem nicht!
    32 16 Melden
    • Citation Needed 26.11.2014 20:14
      Highlight Highlight 7immi: witzig? Naja, frage mich, wie Du zu Deiner "Erkenntnis" kommst. Sehe ich gar nicht so; hier nicht und anderswo erst recht nicht. Lies mal z.B. beim Tagi Kommentare. Ignorant heisst ja unwissend. Also dort glänzen v.A. die Befürworter mit teils abstrusen Vorstellungen. Setzen total überhöhte/verfehlte Hoffnungen in Ecopop. Mit einem Ja werde z.B. endlich gegen die unfähigen Politiker vorgegangen, oder mit Ecopop werde Drogenhandel (Bezug auf Luzern) und Kriminalität gesenkt.. Sehr 'wissend' sind solche Ideen nicht. Kann es sein, dass Du Dir hier etwas so auslegst, wie Du's brauchst?
      9 2 Melden
    • 7immi 26.11.2014 21:35
      Highlight Highlight @citation needed:
      indem ich die vorhergehenden kommentare lese, ganz einfach. eine beziehung zu beenden (oder es in erwägung zu ziehen), nur weil man sich nicht immer gleicher meinung ist. hat die freundin/ der freund nicht ihr/ sein eigener wille? muss man immer das selbe machen?
      punkto unwissenheit etc: da scheiden sich wohl die geister… ich finde jetz "die initiative schadet" und "sackgasse" nicht gerade geistvoll…
      und mir gehts weder um drogenhandel noch um irgend eine kriminalität, sondern um 80'000 menschen, die jährlich einwandern. und es sind nicht alles "fachkräfte".
      gute nacht :)
      7 7 Melden
    • Citation Needed 26.11.2014 22:02
      Highlight Highlight 7immi: Du meinst demfall wohl nicht ignorant, sondern intolerant.
      Und keiner sagt, Dir gehe es um Drogen. Ich nehme Bezug zu Deinen Aussagen über die Gegner der Initiative, nicht über die Initiative selbst. Nicht das gleiche.
      Toleranz: wenn mein Mann findet, die Frau gehöre an den Herd, dann unterscheiden wir uns schon in grundlegenden Dingen. Toleranz heisst nicht, sich bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen. Ich will meinen Partner ernst nehmen, darum.
      7 1 Melden
  • Zeit_Genosse 24.11.2014 14:44
    Highlight Highlight So einfach ist das nicht, weil man unter Ecopop doch viel unterschiedliches reininterpretiert. Ist es weil man ein Problem hat mit einem fixen Begrenzungsprozentsatz im Verhältnis zur Wohnbevölkerung, der in der Bundesverfassung fix und für Jahre verbindlich stehen soll, oder einen festen Betrag (auch in der BV festgeschrieben), der für Entwicklungsprojekte gegen das Bevölkerungswachstum im Ausland eingesetzt werden muss. Beides ist verheerend und für viele auch verwirrend. Ob das gleich Partnerschaften begrenzen muss? Trotzdem, ein Nein ist die richtige Wahl und schont die Liebe.
    16 10 Melden
  • satyros 24.11.2014 14:04
    Highlight Highlight Du (Maria) hast zwei Jahre lang eine ernsthafte Beziehung zu jemanden geführt, ohne ein einziges Mal über Politik zu reden? Anderenfalls wärst Du kaum überrascht. Also scheint es nicht in erster Linie Dir, sondern Deinen Freunden wichtig zu sein, was derjenige abstimmt, den Du zu heiraten gedenkst. Ein nicht wirklich sympathischer Grund, Schluss zu machen.

    Ich könnte nicht mit jemandem zusammen sein, der oder die Ja zu Ecopop stimmt, also in einer derartigen Grundsatzfrage so verschieden zu mir tickt. Aber meine Grundsätze sind mir wichtig genug, um sie alle zwei Jahre mal zu erwähnen.
    44 6 Melden
  • flvv 24.11.2014 13:49
    Highlight Highlight Ich war vor einigen Jahren auch in einer ähnlichen Situation. Zwar waren wir erst seit ein paar Monaten zusammen und ich wusste, dass sie etwas (klein-)bürgerlicher als ich eingestellt war. Normalerweise unterschieden sich unsere politischen Einstellungen aber nur in harmlosen Detailfragen. Eines abends jedoch, leicht angetrunken, begann sie auf übelste Art und Weise über Ausländer abzulästern. Nach diesem Vorfall war eine normale Diskussion kaum mehr möglich und artete jedesmal aus. Wir haben uns dann bald getrennt. Das schlimmste daran war, zu merken, dass man einen Menschen nicht kennt.
    33 7 Melden
  • Paul-Adam Fehr-Tipan 24.11.2014 11:09
    Highlight Highlight Ich verstehe die Frage vollkommen, auch die Antwort von dir, Kafi.
    Für meinen Teil fände ich es extrem schlimm eine Partnerin zu haben, die für Ecopop stimmen würde. Allerdings ist es wichtig heraus zu finden, was man in einer Beziehung sucht. Mir ist es sehr wichtig eine Partnerin zu haben, die auch der gleichen POLITISCHEN Wellenlänge ist, und in dem Sinn ist es auch ganz und gar nicht oberflächlich sich diese Frage zu stellen! Maria sucht nur jemanden der ihr auch in der Hinsicht ähnlich ist
    Ecopop grenzt an Rassismus und kommt aus einem kolonialem Denken! Bedenklich, wer dem zustimmt...
    47 29 Melden
  • Tobias K. 24.11.2014 09:55
    Highlight Highlight Sorry Kafi aber oberflächlicher und dämlicher (sorry Kraftausdruck) kann man eine dämliche (sorry wieder Kraftausdruck) Frage wie diese nicht beantworten. Beziehungen werden nur noch oberflächlicher und scheitern wegen Kleinigkeiten wie die falsche Lackfarbe an den Nägeli... Sorry und du unterstützt diese Oberflächlichkeit auch noch. Dachte mit deinen 39 Lenzen solltest du es besser wissen. Ich hoffe insgeheim dass die Beantwortung irgendwie sarkastisch war. Meine Frau und ich sind uns praktisch nie einig wenn's um Politik geht und trotzdem führen wir eine gute und harmonische Ehe.
    81 54 Melden
    • Citation Needed 24.11.2014 10:53
      Highlight Highlight ..dämliche Frage? Find ich gar nicht. Angenommen, mir ist etwas extrem wichtig und mein Partner ist gegenteiliger Meinung.. dann gehe ich nicht einfach zur Tagesordnung über. Wir haben auch schon oft verschieden abgestimmt. Aber manche Positionen gehen eben tiefer als Lackfarbe oder andere Oberflächlichkeiten. MEI und Ecopop wurzeln für mich schon grundlegend in der Persönlichkeit. Und gerade weil mir NICHT egal ist, wer er ist, würde ich ein Ja des Partners zu MEI und ECO sehr, sehr ernst und zu Herzen nehmen. Es geht ja nicht um Mehrwertsteuerprozente!
      47 18 Melden
    • pun 24.11.2014 12:21
      Highlight Highlight Was hat denn Bitte die falsche Lackfarbe in der gleichen "Kleinigkeits"-Kategorie wie eine Ecopop-Initiative zu tun?
      Wie Kafi klug beschreibt, manifestiert Ecopop ein dämliches (um deinen Lieblingskraftausdruck nochmals aufzugreifen) Denken von Grenzen, von Besitz und von Wohlstand, der nicht für alle gelten darf.
      MeinE PartnerIn darf sich die Nägel von mir aus in allen Farben der Welt lackieren - aber wenn er/sie zeigt, dass nicht genug Reflexion über sich und die Welt besteht, dass er/sie eine Ecopop annimmt - dann haben wir wohl unüberbrückbare Differenzen.
      36 15 Melden
    • blueberry muffin 24.11.2014 20:53
      Highlight Highlight Moment, das ist eben nicht oberflächlich. Meinungen und Einstellungen haben nichts mit Nackelack, Frisur oder ähnlichem zu tun. Politische Einstellungen zeigen gerade das innere vom Menschen. Ist er eher sozial oder ein egoist? Interessiert er sich nur für Geld usw. usf. das sind innere Werte nicht äusserliche. Das einzige was gefragt werden sollte ist wieso er für ecopop ist. Eventuell hat er sich nicht genug informiert oder ähnliches (gerade wenn er die ganze Zeit im Ausland war). Oder er macht sich Sorgen das dass Sozialsystem zusammenbricht. Nehme an wär er ein rassist wär ihr das schon vorher aufgefallen.
      15 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • liatia 24.11.2014 09:17
    Highlight Highlight du hast diesen Mann gar nicht verdient! Nein sorry was soll das? Seit 2 Jahren zusammen und dann wegen sowas lächerlichem die Beziehung in Frage stellen? Heute ist es Ecopo, nächstes Jahr 'schockiert' dich seine Vorliebe für Broccoli und übernächstes Jahr die Tatsache dass er Brot nicht mag... Pfui, du bist mit einem Menschen mit mehrere Facetten zusammen und nicht nur mit einer politischen Ansicht, du weisst dein Glück gar nicht zu schätzen.
    54 59 Melden
  • Bowell 24.11.2014 06:45
    Highlight Highlight Du kennst deinen Freund seit zwei Jahren und jetzt hinterfragst du wegen einer Abstimmung die ganze Beziehung? Wenn du den Menschen in deinem Partner liebst dann heirate Ihn, wenn du einen Politiker suchst dann nicht.
    56 27 Melden
  • everSin 24.11.2014 04:36
    Highlight Highlight Es ist einfach grässlich mitanzulesen, wie hier Fragen, die an Naivität nicht zu überbieten sind mit einseitigen, subjektiven Ratschlägen noch verheerender beantwortet werden.
    Gerade politische Grundsatzdiskussionen sollten in einer funktionierenden Beziehung Platz finden. Wenn man einfach davon ausgeht, dass der Rest vom Umfeld 'die richtige Meinung hat' und der eine Querschläger darum verteufelt werden muss, sollte man ernsthaft über die eigene Meinungsbildung nachdenken.
    Ob Kafis Libido nur von nickenden Männern gereizt wird intressiert einfach niemanden, schon gar nicht in Bezug auf diese Frage.
    Dieser Kantiaufsatz mit Formulierungen wie bspw. 'dessen Gedankengut sich in diese Richtung bewegt hat' hat in solch einem Onlinemagazin einfach nichts verloren und erweckt leider den Eindruck es sei gar keine politische Diskussion nötig, sondern lediglich ein Kampf zwischen grundsätzlich Guten und grundsätzlich Bösen. Aber es wird nach wenigen Zeilen schon klar, dass Leute wie Kafi statt Argumente einfach leere, abgenutzte Worthülsen verwenden um eine moralische Überlegenheitsposition zu suggerieren.
    (Einfach zu erkennen am prinzipiellen Urteilen über Andersdenkende: Wer nicht gegen Ecopop ist hat keine Ahnung von der Welt ausserhalb Europas oder denkt nicht über den Tellerrand, oder ist fremdenfeindlich oder egoistisch, kleinherzig usw. kurz: Polemisches polarisieren, keine Argumente) ... Bsp.: Wenn deine einzige Idee dazu ist, dass Ecopopverfechter ihren Reichtum nicht teilen wollen, wie erklärst du dir dann bitte, dass eines der Hauptgegenargumente die Warnung vor massivem Verlust an Wirtschaftswachstum ist?

    Es ist eifach beschämend und nervtötend, immer wieder auf diese inkompetent verfassten, argumentationslosen, selbstherrlichen, naiven, möchtegern meinungsbildenden 'Artikel' zu stossen die hier offenbar ganze Seiten füllen dürfen.
    Wichtiger Tip an Maria: Setze dich lieber mit deinem zukünftigen Ehemann auseinander statt deine Zeit hier zu verschwenden. Lerne diese Ecke seiner Person auch noch kennen/verstehen...nimm dabei (deinen eigenen Überzeugungen entsprechend) Einfluss darauf!

    Ach und wer jetzt denkt ich nehme die Rubrik zu ernst, keine Sorge, hierher verirr ich mich nicht mehr.
    98 34 Melden
    • dave1771 24.11.2014 08:42
      Highlight Highlight Amen! Du sprichts mir zu 100% aus der Seele (gibt es die Seele überhaupt?)! So gut geschrieben, und dies morgen um 4:30! Warst wohl am Zibelemärit :D

      Noch ein Witz zum Tage: Ein intellekueller Mann zu seiner intellektueller Freundin (man heiratet ja heutzutage nicht mehr): "Du Schatz, lass uns doch mal wieder ausgehen."
      Sie so: "Wovon"
      55 11 Melden
  • Robert-Tobler 24.11.2014 00:02
    Highlight Highlight Ganz billige Gutmenschenpropaganda. hätte mir etwas mehr Tiefgang von der Autorin erwartet...
    61 33 Melden

Liebe Kafi, Ich arbeite in einem Unternehmen, bei dem Überzeit nicht vergütet und als Investment angesehen wird

Seit 4 Jahren arbeite ich bis zum Gehtnichtmehr – Beförderungen etc. erreicht. Mittlerweile habe ich mich entschieden, zu gehen und habe eine tolle Stelle gefunden. Künden werde ich sobald ich den neuen Vertrag habe – sogar 7 Monate vorher anstatt nur die 2 Monate, die ich müsste. Wie höre ich auf? (Überstunden zu machen, um alles kümmern, mich für alle zu opfern). Danke :-) Lea, 29

Liebe Lea

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie weitere 7 Monate im Betrieb bleiben werden, obwohl Ihre Kündigungsfrist 2 Monate beträgt? Bin mir gerade nicht ganz sicher. Hoffe eigentlich sogar, dass ich das falsch verstehe. Denn das wäre sehr ungünstig.

Ich bin der Meinung, dass man gekündigte Menschen möglichst schnell aus der Firma haben sollte. Und zwar im Interesse beider Seiten. Es ist meist recht unangenehm, in diesem Zustand weiterhin in einem Team zu arbeiten. Darum: Falls ich das …

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