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FragFrauFreitag

Hallo Frau Freitag. Seit meiner Jugend bin ich pummelig und werde es wohl immer bleiben. 



Ich leide sehr darunter, ich wäre gern schlanker. Nicht dünn, im Moment trage ich Grösse 44 und träume von Grösse 40. Wissen sie Rat? Diäten habe ich viele durch, auch Onlineprogramme und Weight Watchers. Ich mache Sport und bewege mich viel. Aber es tut sich nichts. Muss ich mich damit abfinden? Und wenn ja, wie? Danke für ihren Tipp! Sabina, 34

Liebe Sabina

Was ich Ihnen jetzt hier schreibe, klingt vielleicht unglaubwürdig oder einfach zu gut, um wahr zu sein. Aber es beruht auf Forschungen aus der Epigenetik, einem Fachgebiet der Biologie, die sich mit der steten Veränderbarkeit von biochemischen Strukturen, die an den Genen sitzen, befasst.

Das klingt alles sehr kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Unter dem Strich bedeutet es, dass Sie mit Ihrem Denken darüber entscheiden, ob Sie dick oder dünn sind. Wenn Sie mir in 10 Sätzen schreiben, dass Sie nicht mehr weiter wissen und wohl immer pummelig bleiben werden, dann wird das auch so sein. Sie erschaffen mit Ihrem Denken Ihre Wahrheit. Ihr Satz: «Ich war schon immer pummelig und werde es wohl immer bleiben» verunmöglicht es, dass Sie schlank werden.

Wenn Sie schlank werden wollen, müssen Sie darum zuallererst an Ihren Gedanken arbeiten.

Sie können das jetzt als Hokuspokus abtun. Aber ich habe in meiner Praxis schon mit diversen Menschen gearbeitet, die alle erdenklichen Diäten und Programme durchlaufen haben und die erst Gewicht verloren, als Sie auch die alten Bilder über sich ablegen konnten. Nichts ist in Stein gemeisselt, alles kann sich verändern. In jede Richtung. Was immer wir über uns denken, manifestiert sich in der Realität. Ein ganz einfaches Beispiel dafür sind die vielen Ergebnisse aus der Forschung mit Placebos. Der Gedanke allein, das wir etwas zu uns nehmen, das uns gesund machen soll, macht uns gesund. Es ist die Kraft unserer Gedanken, welche uns schlussendlich gesunden lässt.

Wenn Sie schlank werden wollen, müssen Sie darum zuallererst an Ihren Gedanken arbeiten. Ihr Körper wird den Gedanken folgen. Auch ich habe früher schnell zugenommen, wenn ich mal nicht so auf meine Ernährung geachtet und deswegen ein schlechtes Gewissen gehabt habe. Seit ich mir die negativen Gedanken über das Essen und die Konsequenzen auf meinen Körper schenke, halte ich mein Gewicht spielend. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich alles in mich reinstopfen kann, ohne zuzunehmen. Aber mein Körper hat den Auftrag bekommen, schlank zu sein. Und diese Aufgabe erfüllt er, indem er mir früh genug sagt, wenn mal genug ist und indem ich meine Gene darauf getrimmt habe, schlank zu sein und zu bleiben.

Wie alles, was im Prinzip einfach ist, braucht eine gewisse Geduld und Disziplin. Wenn Sie sich verändern wollen, dann können Sie dies nur tun, indem Sie die Gedanken über sich verändern. Das passiert nicht von heute auf morgen. Unser negatives Denken sitzt in der Regel tief und es ist ein Prozess, dagegen anzugehen. Aber Sie können noch heute damit anfangen. Schreiben Sie alle Gedanken auf, die sich um Ihr Dicksein drehen. Es werden sicherlich so einige sein. Setzen Sie jedem einzelnen negativen Gedanken einen bestärkenden gegenüber. Dieser soll das beinhalten, was Sie erreichen wollen. Und zwar im Präsens, also in der Gegenwart. Wenn sie die Grösse 40 tragen wollen, schreiben Sie also auf: "Ich trage die Kleidergrösse 40." Beschäftigen Sie sich einen Monat lang jeden Tag mit diesen positiven Formulierungen und Sie werden sehen, dass Veränderung in Ihr Leben kommt.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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Bild: Kafi Freitag

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Sherlock64
27.01.2016 17:27registriert June 2015
Das ist wirklich kein Hokuspokus: Ich war schwerst nikotinsüchtig. Mehrere Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören, scheiterten. Als ich an meinen Gedanken zu arbeiten begann, war der Entzug (kalt, also ohne Ersatzpräparate) geradezu lächerlich einfach. Das war vor fast 12 Jahren. Keine Rückfall, nicht mal ansatzweise.
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happygoalone
27.01.2016 16:53registriert October 2015
Das stimmt. Danke für die Ausführungen. Ich habe durch Medis ziemlich viel zugenommen, mich darüber geärgert, dass die Kilos nach dem absetzen nicht sofort purzelten. Begleiterscheinung davon war, dass ich mich ständig selbst gescholten habe und so mir und meinem Körper gegenüber ständig im Krieg war. Irgendwann hab ich im Kopf umgestellt, angefangen, mit Genuss zu essen -ja, auch mal was Süsses, und beschlossen, mich am Leben zu erfreuen und daran teilzuhaben. Seit da ist Bewegung in die Sache gekommen. Ich will in allem vitaler werden und irgendwie zieht der Körper nach. Mit viel Geduld ☺️
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Madison Pierce
28.01.2016 10:11registriert September 2015
Ich bin da pragmatisch (man könnte es auch bequem nennen) und vertrete die Ansicht, dass man nur abnehmen sollte, wenn einem unwohl ist, weil man nicht mehr fit ist, aber nicht aus optischen Gründen. Es sind nunmal nicht alle Menschen gleich, nicht in der Haar- und Augenfarbe und auch nicht in der Figur.
Es bringt doch nichts, sich zu quälen und zu hungern, jede Kalorie zu zählen, wenn eigentlich alles OK wäre, man fit ist und Sport treibt, wie die Fragestellerin ja schreibt.
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FragFrauFreitag

Liebe Frau Freitag. Wie geht man damit um, wenn das eigene Glück Menschen verletzt, die von ihm ausgeschlossen sind? Darf man glücklich sein, wenn andere leiden? Sarah, 35.

Liebe SarahIm ersten Moment, wenn man Ihre Frage liest, ist man gewillt laut und deutlich NEIN zu sagen! Natürlich nicht!Aber dann, wenn man etwas länger darüber nachdenkt, dann muss man leider einsehen, dass die halbe Welt genau so funktioniert. Wenn nicht die ganze. Wir Industrienationen der Ersten Welt bauen unser Glück zu einem grossen Teil auf dem Rücken von Drittweltländern. Wir lassen andere für unsere Befriedigung bluten und sind uns dessen noch nicht einmal wirklich bewusst. …

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