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Bild: Kafi Freitag: Früher haben Kinder noch «Flugzeugabsturz» gespielt. Heute stürzen sie lieber selber ab. 
FRAGFRAUFREITAG

Ich habe das Gefühl, dass die Kinder heute immer früher beginnen zu trinken, rauchen und kiffen. Kann das sein oder täusch ich mich? Klar, ich bin auch noch ein Kind aber ich meine mit dieser Frage die Schüler die zum Beispiel gerade in die Sekundarschule kommen. Nino, 17

09.04.2014, 14:1009.04.2014, 15:14

Lieber Nino 

Ihre Beobachtung ist bemerkenswert! Wirklich. Ich kenne diese These. Sie wird oft von Menschen über 45 ins Feld geführt. Und sie ist so uralt, wie die Menschheit selbst. Jede Generation hat das Gefühl, dass die nachkommende verdorbener ist, als je eine zuvor.

Dass eine heute 80-Jährige auf so eine Schnapsidee kommen kann, ist für mich ja noch halbwegs nachvollziehbar. (Obwohl - mein eigener Vater ist beinahe in diesem Alter und würde nie einen solchen Stuss von sich geben.) Aber ein 17-Jähriger!?! Worauf gründen Sie Ihre Aussage? Auf Ihrer Analyse der letzten dreieinhalb Jahre? Oder auf einer Stammtischrede Ihres 83 Jahre alten Grossvaters?

Lassen Sie die anderen doch kiffen, saufen und rauchen. Die besonders Dummen haben schon immer besonders früh damit begonnen. Und damit dafür gesorgt, dass sie auch möglichst doof bleiben. Kiffen in der Jugend macht hochgradig antriebslos und desinteressiert. Fatal in einem Alter, wo man eigentlich gewisse Weichen stellen sollte.

Machen Sie es besser und werden Sie erst einmal erwachsen. Ich habe es auch so getan und bis heute keine einzige Zigarette geraucht. Es hat auch sein Gutes, wenn man früh lernt, ganz ohne Krücke (in Form eines Glimmstängels) bei einer Gruppe zu stehen.

Alles Gute und Liebe und überhaupt. Ihre Kafi. 

P.S. Welche anderen Drogen es lohnen, irgendwann einmal später ausprobiert zu werden, können Sie hier lesen. Aber ich bin sicher, Sie arbeiten schon an Ihrem eigenen Rauschgift!!!-Kompendium. 

Bild: Kafi Freitag
Kafi Freitag 
Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltags-Fragen ihrer Leserschaft. Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.freitagcoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines neunjährigen Sohnes, wohnt mitten im Zürcher Kreis 4 und versucht, ihren Alltag so vernünftig wie nötig und amüsant wie möglich zu leben.



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2 Kommentare
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