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Vor einer verschlossenen Tür stehen macht nie glücklich. Noch nicht mal dann, wenn sie so unglaublich schön und blau ist.  Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

FragFrauFreitag

Liebe Kafi. Ich finde deine intelligenten liebevollen ehrlichen inspirierenden Antworten wundervoll. 

Der, den ich liebe, kann nicht mit mir zusammen sein, wünscht es sich aber und braucht Raum, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Ich will glauben, denn so tief in meinem Innersten hat mich noch keiner berührt ... Kann Liebe bedeuten, jemanden sein zu lassen und zu lernen, wieder ohne ihn glücklich zu sein, damit dieses Wunderbare nicht kaputt geht und die Chance bestehen bleibt, irgendwann zusammen sein zu können mit dem, dem ich meine Liebe schenken will? Martina, 28



Liebe Martina 

Wenn ich Ihre Frage lese, klingeln bei mir ein paar Alarmglocken. Ganz hell und klar, fast schon schrillend. Sie schreiben so wunderbar poetisch, und wenn Fragen mit derart vielen Komplimenten beginnen, bin ich ja schon mal grundsätzlich dazu geneigt, wohlwollend zu antworten. Aber Sie wollen eine ehrliche Antwort. (Na ja, vielleicht wollen Sie das nicht wirklich, aber Sie finden es gut, wenn ich anderen eine ehrliche Antwort gebe.)

Und wenn ich «der, den ich liebe, kann nicht mit mir zusammen sein, wünscht es sich aber und braucht Raum» lese, dann schwant mir nicht nur Gutes. Leben Sie Ihr Leben und passen Sie penibel darauf auf, dass Sie sich gedanklich nicht im Wartesaal Ihres Daseins vergessen. Wenn er seinen Trubel irgendwann auf die Reihe gekriegt hat; wunderbar! Wenn nicht, sollten Sie auf keinen einzigen verpassten Sommer zurückschauen müssen!

Das Leben ist zu kurz, um es mit Warten zu verbringen! Und manchmal ist es ergiebiger, seine Liebe jemandem zu schenken, der vorhanden und zum Anfassen ist, anstatt sie für einen zu horten, der sie vielleicht niemals in Empfang nehmen wird.

Gehen Sie raus und folgen Sie Ihrer Nase. Es liegt viel Liebe in der Luft! Ihre Kafi. 

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines neunjährigen Sohnes.

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Bild: Kafi Freitag

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Liebe Kafi, ich hoffe Sie können mir helfen. Ich bin mal wieder völlig überfordert. 

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