Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Hier macht Kafi auf Thiel. Macht sie das zu einer Satirikerin? Eher ja. Macht sie das zu einer Islamexpertin? Eher nein.  Bild: Kafi Freitag

FRAGFRAUFREITAG

FragFrauFreitag

Liebe Frau Freitag. Aus aktuellem Anlass – und wohl (passenderweise) etwas plakativ formuliert – frage ich Sie: Sollen dumme Menschen wirklich abstimmen dürfen? 



Darf man sich zu einem Thema äussern von dem man keine Ahnung hat? Einen Entscheid treffen, dessen Grundlagen man nicht versteht? Ist es der Allgemeinheit dienlich, wenn ich – die nicht zwischen Brutto und Netto unterscheiden kann – über die Steuerpolitik des Landes mitentscheide? Oder mein Nachbar – der nicht weiss, dass Milch nicht mit Schokogeschmack aus der Kuh kommt – über Landwirtschaftsverordnungen? Warum? Liebe Grüsse. Lena. 23

Liebe Lena Da motzt man immer über die Jugend, die sich angeblich nicht für Politik interessiert und dann das! Grossartige Frage, danke! Die Antwort wird mich vermutlich in Teufels Küche bringen, aber dort ist es wenigstens warm und zu essen hat's auch immer genug. Also dann.

Erst einmal finde ich eine Formulierung an sich spannend. Sollen dumme Menschen wirklich abstimmen dürfen? Wer ist ein dummer Mensch? Ist das einer, der eine andere Meinung hat als ich oder ein ungebildeter? Einer, ohne eigene Meinung oder einer, der eine vertritt, die in meinen Augen dumm ist? Ich werde Ihre Frage mal dahingehend interpretieren, dass Sie "dumm" im Sinne von schlecht informiert meinen. Ich hoffe, das ist ok so. 

Es ist nicht Neues, wenn ich hier mal wieder sage, dass ich kein Fan der direkten Demokratie bin. Diese Meinung ist in der Schweiz wenig populär, aber ich vertrete sie dennoch. Genau aus den von Ihnen formulierten Gründen. Wenn man sich über ein Abstimmungsthema umfassend informieren will, dann ist das praktisch ein Fulltime-Job. Und verlangt sehrgrosses Interesse und eine gewisse Intelligenz. Ich habe eine Zeit langregelmässig am Abstimmungspodium der Perspektive teilgenommen und darum jeweils versucht, mich seriös ins Thema einzuarbeiten. Und gemerkt, dass es extrem anspruchsvoll und wirklich sehr zeitaufwendig ist. Man liest dann Meinungen hier und Propaganda da und bildet sich daraus und aus eigenen Wertvorstellungen eine Meinung. Oder aber man macht es sich einfach und informiert sich auf der äusserst wertvollen Internetseite votez.ch. Dort werden Informationen sehr kompakt aufbereitet, ein wirklich hervorragender Service, wie ich finde.

Nun ist es aber so, dass man ja oft über Finanzierungen abstimmt. Eine Umfahrungsstrasse dort, ein Kongresshaus hier. Und immer fühlt man das eigene Portemonnaie im Hosensack bluten und diese geforderte Strasse ist doch dort hinten, ein ganzes Stück weg von mir und ich fahre da eh nie durch und was interessiert es mich, dass man die Anwohner entlasten sollte und der Lärm unerträglich ist, schliesslich wohne ich an einerSpielstrasse und überhaupt. Nein. Und im Kongresshaus war ich kürzlich, der Abend war mässig lustig und die Drinks teuer und Alkohol war kaum drin und überhaupt, das letzte Mal war ich vor 5 Jahren da drin. Nein.

Sie sehen selber, wo es hinausläuft. Die direkte Demokratie wird hochgelobt und als das Erfolgsmodell angepriesen. Weltweit. Immer. Wir. Sind. Die. Besten. Und. Schlausten. Und. Überhaupt. WIR!

Dass dieses System vieles verhindert, weil Menschen über Dinge abstimmen können, von denen sie nicht direkt betroffen sind, kapieren die wenigsten. Unsere Meinung ist wichtig. Ich bin wichtig. Das ist schön. Weil ich bin gerne wichtig. Dennoch bin ich oft überfordert, wenn ich für oder gegen etwas abstimmen soll. Da wäre es mir oft lieber ich hätte, wie im deutschen System eine von mir gewählte Regierung, die das für mich regelt. Natürlich würde die nicht immer in meinem Sinne wählen. Aber wenigstens wüssten sie, um was es wirklich geht. Denn was weiss ich schon?

Werden Kinder mit Behinderung demnächst aus unserem Alltag verschwinden, wenn ich Ja zur Fortpflanzungsmedizin sage? Werden Eltern, welche Tests verweigern und ein Kind mit Behinderung zur Welt bringen irgendwann keine Versicherungsleistungen mehr erhalten mit der Begründung "das hätte sich vermeiden lassen!"? Oder schikaniere ich mit einem NEIN nur Eltern, die sich eh schon in einem unglaublichen Prozedere befinden, weil es auf dem natürlichen Weg nicht klappen will? Will ich wirklich 100,7 Millionen Franken lockermachen für eine Wohnsiedlung, in der ich vermutlich niemals wohnen werde?

Ich weiss es ehrlich nicht. Und ich zähle mich selbstbewusst zu den überdurchschnittlich intelligenten Menschen. Vielleicht fällt es einem leichter, wenn man weniger intelligent ist? Wenn man diese Themen bei einem Bier am Stammtisch regeln kann und einer Gesellschaft angehört, die Neuem schon mal von vornherein skeptisch gegenübersteht? Wenn man Parolen ungefiltert nachplappert und ohne eigene Reflexion der Meinung der Partei folgt?

Und dann stellt sich noch die Frage nach der Wahlbeteiligung. Die ist seit Jahren erschreckend tief. Am Beispiel der unsäglichen Minarett-Initiative sieht das folgendermassen aus:

57.5 % bei einer Wahlbeteiligung von 53.4 % haben für das Verbot von Minaretten gestimmt. Diese 57.5 % ergeben 31 % der wahlberechtigten Bevölkerung. Das heisst, ca. 1/3 bestimmt über 2/3 der wahlberechtigten Bevölkerung. In der angeblich besten Demokratie der Welt gehen in der Regel zwischen 50% bis sogar 70 % der Wahlberechtigten nicht zur Wahl. Ist es ihnen völlig gleichgültig, was in der Schweiz politisch passiert? 

Doch wer sind die Anderen, die die an die Urne gehen? Sind das fortschrittlich denkende Menschen, welche auch noch die Interessen kommender Generationen im Auge haben oder Menschen, die gedanklich noch in der vorletzten hängen geblieben sind? Sind dies Menschen, die aus einem Vertrauen in sich und das Leben ihr Kreuz setzen oder Menschen, die von Angst geplagt um ihre Existenz fürchten? Sind dies Menschen, die um die Geschichte Europas wissen oder solche, die von den Weltkriegen noch nicht mal im Geschichtsunterricht gehört haben? WER sind diese Menschen und WELCHE Interessen vertreten sie? Welche Partei kann ihre Wähler am besten mobilisieren und mit welchen Mitteln? Nicht selten wird mit der Angst gearbeitet, denn die berührt die Menschen tief. Aber ist Angst ein guter Ratgeber, wenn es um das Fällen von Entscheidungen geht? Ich glaube nein.

All diese Fragen muss ich mir natürlich auch stellen, wenn ich von mir gewählte Profis diese Entscheidungen fällen lasse. Aber diese sind dann wenigstens dossiersicher und fällen die Entscheidung nicht am Stammtisch.

Ganz herzlich, Ihre Kafi.

Fragen an Frau Freitag? ​ 

Hier stellen! 

Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines zehnjährigen Sohnes.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Bild

Bild: Kafi Freitag

Das könnte dich auch interessieren:

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

34
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

25
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

56
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

32
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

139
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

6
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

34
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

25
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

56
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

32
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

139
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

6
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

21
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 13.06.2015 12:09
    Highlight Highlight Jaja, das deutsche System regelt mit Sachverstand Dinge, die die dumme Bevölkerung nicht kapiert. Zum Beispiel die Sterbehilfe
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Ein-absurdes-Gesetz/story/31938542
  • jim123 13.06.2015 10:07
    Highlight Highlight Apropos dumme Menschen und ihre Rechte. Ich habe mich schon einigemale gefragt wie es wäre, wenn sie sich nicht fortpflanzen dürften. Gäbe es wirklich eine bessere Welt?
  • Bruno Wüthrich 06.06.2015 12:01
    Highlight Highlight Dossierfeste Politiker? Tatsächlich, da mag es welche geben. Die andern sind jedoch genau so beeinflussbar wie manchmal wesentliche Teile des Stimmvolkes. Dass in der Schweiz das Volk das letzte Wort hat, ist gut so. Es bröckelt zwar vieles in unserem Land, doch die Schweiz ist immer noch ein Erfolgsmodell. Die Frage, die wir endlich mal positiv beantworten sollten, ist jedoch diejenigen nach Reformen. Müssen Unterschriftenzahlen erhöht werden? Sollten Parteien (und Politiker) ihre Finanzquellen offenlegen müssen? Und wie wärs mit einer Initiative, die den Politikern das Lügen verbietet?
  • Jol Bear 05.06.2015 23:32
    Highlight Highlight Hab mich auch schon gefragt, ob dummen Menschen eigentlich das Recht abgesprochen werden sollte, Politiker oder Journalisten zu werden oder zum Beispiel auch online-Kommentare zu schreiben. Upps, schon auf "senden" getippt...
  • Di Dago 05.06.2015 15:33
    Highlight Highlight Ja es ist immer das selbe, mit Euch, die ihr Euer sogenanntes Wissen aus Linken Hetzschriften, gegen den Staat, gegen das Bürgertum usw. bezieht.
    Gut, dass ihr eine verschwindend kleine Minderheit seit! Wir haben vor 70 Jahren gesehen, wozu es führt wenn Rote die macht übernehmen -> Chaos und Tod für alle sind die Folge!
    Klingt hart? Ist aber so!
    • Hans Jürg 05.06.2015 18:33
      Highlight Highlight Wohl einen schlechten Tag erwischt...
      Vor 70 Jahren haben in der Schweiz die Linken nicht die Macht übernommen. Seither immer noch nicht.
      Vor 70 Jahren wurde Europa von den Alliierten von der Rechtsextremen Plage Nazionalsozialismus befreit.
      Der Westen von den bestimmt nicht linken Amerikanern und Engländer.
      Der Osten hatte das Pech, von Stalin besetzt zu werden. Aber ist Stalinismus links? Aus meiner Sicht nicht. Stalin und überhaupt die Sowjetische Kommunistische Partei war höchst national und faschistisch.
      Vorc70 Jahren begann übrigens für die Schweiz und Westeuropa eine noch nie so da gewesene Epoche: Wohlstand für alle. Kein Krieg.
      Also was ist genau ihr Problem?
  • UNO1 04.06.2015 11:03
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • cannucks 04.06.2015 10:50
    Highlight Highlight Liebe Kafi, ich finde Sie vertrauen ein bisschen zu fest darauf, dass Dossierfestigkeit der Politiker zu besseren Entscheiden führt. Ich kann Ihnen da ein Buch empfehlen: Die Weisheit der Vielen (Die ersten 20 Zeilen hiervon http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weisheit_der_Vielen genügen auch). Interessanterweise ist eine grosse Gruppe von "dummen" Menschen im Durchschnitt klüger als der Experte - weshalb ich ein grosser Fan von direkter Demokratie bin und wichtig finde, dass auch die "Dummen" abstimmen - dem Entscheid wrid dadurch eine wichtige Portion gesunder Menschenverstand beigefügt.



  • Quool-Put 04.06.2015 08:32
    Highlight Highlight Das Schweizer Stimmvolk ist im übrigen bei (eidgenössischen) Vorlagen im Normalfall "gut genug" informiert - auch wenn die Definition von "Informiertheit" immer eine normative ist.
    Die Minarettinitiative liegt z.B. auf Rang 10 aller eidg. Initiativen seit 1998 bezgl. Informiertheit.
    Details und mehr Nachlese hier: http://www.politan.ch/?p=2903

    Benutzer Bild
  • stadtzuercher 04.06.2015 07:53
    Highlight Highlight "Und ich zähle mich selbstbewusst zu den überdurchschnittlich intelligenten Menschen." Ich auch. Wer nicht? Ist das so wie bei den Autofahrern, wo sich 95% als überdurchschnittlich sehen?
  • poga 03.06.2015 17:34
    Highlight Highlight Hallo Kafi ich finde es schade dass du die indirekte Demokratie bevorzugen würdest. Du hast eine Aufstellung zur Minarettinitiative gemacht und den richtigen Schluss gezogen wie viel Prozent effektiv dieser Initiative zugestimmt haben. Da ich noch immer der Meinung bin dass diese Initiative mehr und das Zeichen ging als um die Minarette selber frage ich mich wie viel Prozent der Bevölkerung entschieden hätten dass die Bevölkerung keinerlei Einwände hat gegenüber dem Islam. Der Prozentsatz wäre viel tiefer(Berufpolitiker). Das ist es was mich an der indirekten Demokratie stört.
    • phreko 14.06.2015 18:14
      Highlight Highlight Du findest es sinnvoll, Zeichen bei Sachabstimmungen setzen zu können? Da währen wir ehrlich gesagt wieder beim Thema der heutigen Kolumne...
    • poga 14.06.2015 21:07
      Highlight Highlight Ich fände es sinnvoller nicht gegen Minarette voten zu müssen um meine Zeichen zu setzten....
    • poga 14.06.2015 21:07
      Highlight Highlight Oder noch besser gar kein Zeichen setzten zu müssen....
  • chwolf 03.06.2015 16:53
    Highlight Highlight Solange Akademiker für die Bauarbeiter, Milliardäre für die Bauern und Städter für die Landbevölkerung sprechen wollen, solange bin ich froh, dass wir alle mitsprechen dürfen. niemand weiss besser über eine Situation, als ein Betroffener, diese sollen auch entscheiden. Und bei der Vielfälltigkeit der Vorlagen ist das dann halt das Volk. Mit allen "Dummen" bzw. Situations-Naiven
  • sterpfi 03.06.2015 15:47
    Highlight Highlight Natürlich hat auch dD Nachteile, aber über das Argument, dass es besser ist, wenn "gut informierte" Politiker über solche Sachen entscheiden, kann ich nur lachen. Die meisten Politiker sind (direkt oder indirekt über ihre Partei) abhängig von diversen Firmen und anderen Sponsoren, die Wahlkämpfe etc. unterstützt haben. Dass alle unsere Nationalräte gut informiert sind, glaube ich nicht, die meisten plappern das nach, was der Fraktionschef sagt... traurig.
    Mit der dD gibt es hingegen doch immer ein Mitspracherecht des Volkes, ich hoffe dass wir beim neuen NDG den Politikern den Marsch blasen.
  • P hilip 03.06.2015 13:26
    Highlight Highlight Interessante Sache :)

    Ich denke mit den meisten Kritikpunkten an der direkten Demokratie (dD) hat Freitag wohl recht....

    Dennoch hat sie auch viele Vorteile und ich kenne kein besseres politisches für die Schweiz... (Kennt ihr eines?)

    - Durch die dD werden die Leute wenigsten ein wenig für Politische Themen interessiert.
    - Entscheidungen können besser akzeptiert werden wenn man selbst mit entscheiden durfte.
    - Gewählte Politiker sind auch nicht in jedem Thema Experten.
    • kafi 03.06.2015 14:17
      Highlight Highlight Alles richtig! Danke!
    • P hilip 03.06.2015 14:57
      Highlight Highlight Puuh - Glück gehabt... :)

      Aber die Beantwortung der eigentlichen Fragen haben Sie (oder ist man bei Watson per Du) elegant ausgelassen.

      Sollen dumme Menschen wirklich abstimmen dürfen?
    • kafi 03.06.2015 16:58
      Highlight Highlight Moll moll.

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Frau Freitag. Ist es unverantwortlich, als komplett überforderte Eltern einer überdurchschnittlich aktiven und willensstarken 13-monatigen Tochter ein zweites Kind zu wollen? Martina, 36

Liebe Martina  Solange Sie Ihre erstgeborene Tochter nicht aussetzen, sobald das neue Baby da ist, gelten Sie in meinen Augen nicht als verantwortungslos. Und als überfordert schon gar nicht. Dass Kinder einen an sämtliche vorhandenen Ränder und Grenzen bringen, habe ich schon mehrfach betont. Eltern, die dennoch Lust auf mehrere Kinder haben, gehören gelobt und unterstützt und sicherlich nicht entmutigt! Es wird jetzt laufend einfacher mit Ihrer Tochter, versprochen. So wie ich das …

Artikel lesen
Link zum Artikel