Alles, was du über Schneckenkörner wissen musst
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Pro und Contra
Fazit:
Wie so oft ist die Sache etwas komplexer, als sie auf den ersten Blick scheint. In Schneckenkörnern kommen hauptsächlich zwei Wirkstoffe zum Einsatz: Metaldehyd und Eisen-III-Phosphat.
Metaldehyd ist hochgiftig – nicht nur für Schnecken, sondern auch für Bodenlebewesen, Haustiere und Wildtiere. Auf Mittel mit diesem Wirkstoff solltest du daher verzichten.
Eisen-III-Phosphat ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das sich im Boden zu Nährstoffen abbaut. Im Schneckenkorn verursacht es einen Frassstopp, allerdings nur, wenn die Schnecken eine ausreichende Menge aufnehmen. Deshalb ist es wichtig, Schneckenkörner früh im Jahr auszubringen und bei Bedarf nachzustreuen. Nach der Aufnahme ziehen sich die Schnecken in den Boden zurück und sterben dort.
Für Haus- und Wildtiere wie Igel gilt Eisen-III-Phosphat als deutlich weniger problematisch. Dennoch ist auch dieser Wirkstoff nicht selektiv: Er trifft nicht nur Nacktschnecken, sondern auch nützliche Arten wie den Tigerschnegel oder geschützte Weinbergschnecken.
Die beste Lösung: Schneckenkörner sollten nur gezielt und bei starkem Befall eingesetzt werden. Langfristig sind umweltfreundlichere Methoden wie Schneckenzäune oder – so unpopulär es ist – das regelmässige Einsammeln die bessere Wahl, um das ökologische Gleichgewicht im Garten zu erhalten.
Fragen?
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