Dein Basilikum stirbt nicht zufällig – diese Tipps helfen
1. Tipp: Zu dunkel, zu kalt – falscher Standort
Basilikum liebt es hell und warm. Ideal sind Temperaturen ab etwa 15 °C, zum Beispiel auf einer sonnigen Fensterbank oder an einem geschützten Platz im Freien. Zu wenig Licht ist einer der häufigsten Gründe, warum die Pflanzen schnell schwächeln.
2. Tipp: Giessen: Die meisten machen es falsch
Zu viel Wasser ist der Klassiker. Zu wenig übrigens auch. Die Erde sollte stets leicht feucht sein, aber nie nass. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule. Giesse regelmässig, aber mit Gefühl. Wichtig: Die Blätter möglichst nicht benetzen, da Feuchtigkeit Pilzkrankheiten begünstigt.
3. Tipp: Blätter abzupfen? Schlechte Idee
Ein häufiger Fehler: einzelne Blätter abzupfen. Dadurch bleiben kahle Stängel zurück, die sich nur schlecht erholen. Besser ist es, ganze Triebspitzen zu schneiden – knapp über einer Blattverzweigung. So verzweigt sich die Pflanze und wächst buschiger nach.
Verwende dafür eine scharfe Schere oder ein Messer, um die Triebe nicht zu quetschen. Schneide nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal, damit sie sich gut regenerieren kann.
4. Tipp: Blüten = Aromakiller
Wenn Basilikum regelmässig geerntet wird, bleibt es kompakt und bildet keine Blüten. Sollten sich dennoch Blüten zeigen, solltest du sie entfernen: Während der Blüte verlieren die Blätter deutlich an Aroma und können bitter werden.
5. Tipp: Der Supermarkt-Trick
Das Problem bist nicht du – es ist der Topf. Das klassische Genoveser Basilikum aus dem Supermarkt ist meist viel zu dicht ausgesät. Dadurch trocknen die Stängel nach dem Giessen schlecht ab – Fäulnis entsteht schnell, und die Pflanze geht ein.
Die Lösung: Teile den Topf vorsichtig in zwei bis vier kleinere Pflanzen und setze sie einzeln ein. So bekommen die Wurzeln mehr Platz und die Pflanzen bleiben deutlich länger vital.
6. Tipp: Basilikum ist nicht gleich Basilikum
Für zu Hause ist das grossblättrige Genoveser Basilikum besonders beliebt. Es lohnt sich aber, auch andere Sorten auszuprobieren:
Ocimum basilicum var. minimum (griechisches Basilikum) wächst kompakt und ist besonders robust.
Ocimum basilicum citriodorum bringt eine frische Zitrusnote.
Rotblättrige Sorten wie Magic Blue oder Chianti setzen optische Akzente.
Ihre Blätter bereichern die Küche und ihre Blüten locken zudem Bienen und andere Bestäuber an.
Fragen?
Hast du Fragen rund ums Thema Garten? Wie du ungeliebtes Ungeziefer loswirst? Welche Pflanzen besonders gut zusammen gedeihen? Dann schick uns gerne deine Frage an garten@watson.ch und vielleicht wird sie bald hier im Blog beantwortet.
