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Beim Waschen und Baden könnte ich viel sparen. Schaffe ich das?

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Madame Energie

Beim Waschen und Baden könnte ich viel sparen. Schaffe ich das?

Vor dem Thema Wasser und Energiesparen fürchte ich mich seit Beginn dieses Blogs. Und das nicht nur, weil wir ein Haushalt voller Warmduscher sind ...
25.01.2023, 09:0025.01.2023, 09:00
Sandra Casalini
Sandra Casalini
Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit EnergieSchweiz. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Sandra Casalini verfasst.

Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.

Mehr über das Energie-Förderprogramm EnergieSchweiz erfährst du unter www.energieschweiz.ch.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Warmwasser sparen in einem Haus mit zwei Teenagern – eine ziemlich grosse Herausforderung. Denn mit Teenies läuft die Waschmaschine etwa in der gleichen Frequenz wie mit Babys und Kleinkindern: ständig. Nicht nur, weil es ihnen unmöglich ist, die gleichen Klamotten zweimal hintereinander zu tragen, ohne sie zu waschen, sondern auch, weil Vorausschauen so gar nicht ihr Ding ist. Selbstverständlich befindet sich die Hose, welche die 18-Jährige am nächsten Tag unbedingt zur Schule anziehen MUSS, gerade im Wäschekorb (als hätte sie keine anderen), und muss noch schnell gewaschen werden. Einzeln. Auf die Idee, andere Sachen mitzuwaschen, kommt man natürlich nicht. Zum Beispiel die Shirts des Bruders. Der hat auch nicht dran gedacht, dass es unklug ist, am Sonntag das letzte schwarze Shirt anzuziehen, wenn bei der Arbeit, die morgen wieder beginnt, Schwarzes-Shirt-Pflicht ist. Und wäscht seine Shirts dann auch noch separat. Inklusive tumblern natürlich.

Der Tumbler ist auch ein bisschen mein wunder Punkt. Ich gestehe: Was irgendwie geht, tumblere ich. Weil ich Wäscheaufhängen einfach so etwas von unfassbar mühsam finde. Vor allem Socken. In der Zeit, in der ich Socken entwurstele und aufhänge, kann ich das ganze Haus putzen!

Wir sind Warm- und Langduscher

Stundenlang duschen tun wir zwar auch nicht, aber ich gestehe: Wir sind alle drei Warm- und Langduscher. Ich, weil ich unter der Dusche öfter im Kopf Texte entwerfe und dabei die Zeit vergesse. Die Kids, weil es doch einiges an Zeit braucht, um die so wichtigen Teenager-Haare richtig zu pflegen – und das gilt für beide Geschlechter. Über den – wohl nicht ganz ernst gemeinten – Tipp, zu zweit zu duschen, müssen wir in unserem Fall gar nicht reden. Dafür duscht mein Sohn öfter mal im Fitnessstudio. Dann braucht er zwar dort Energie, aber ich gehe mal davon aus, dass er wesentlich kürzer unterm warmen Wasser steht als zu Hause. Endlich mal ein Pluspunkt.

«Duschen statt baden? Schwierig. Weil Baden einen anderen Zweck erfüllt als Duschen. Letzteres dient der Reinigung, ersteres der Entspannung.»

Auch der Tipp, man solle duschen statt baden, ist nicht ganz einfach umsetzbar für mich. Weil Baden einen anderen Zweck erfüllt als Duschen. Letzteres dient der Reinigung, ersteres der Entspannung. Und die gönne ich mir bisher zwei bis drei Mal pro Woche, gerade im Winter. Wenn auch zunehmend mit schlechtem Gewissen – was der Entspannung auch nicht gerade förderlich ist. So gesehen wäre in meinem Fall wohl weniger baden tatsächlich entspannender … Ich werd's auf jeden Fall versuchen. Ob es mir auch gelingt, meine Teenies dazu zu erziehen, waschtechnisch mitzudenken? Ich lasse es euch in zwei Wochen wissen.

Das sagen die Experten

Eva Geilinger, Fachspezialistin für energieeffiziente Geräte und Beleuchtung, und Lukas Trümpi, Fachspezialist Gebäude beim Bundesamt für Energie:

«Wer eine ältere Waschmaschine hat, spart mit jedem nicht getätigten Waschgang – zum Beispiel für einzelne Kleidungsstücke – rund 1 kWh bei 40 °C, mit einem effizienten neuen Gerät halb so viel. Kaltwaschen bei 20 bis 30 Grad und Sparprogramme halbieren übrigens den Stromverbrauch. Tumbler mit Wärmepumpe verbrauchen etwa 2 bis 3 kWh bei 8 kg Wäsche, alte Kondensations-Tumbler das Doppelte. Wer tumblert, sollte schon beim Waschprogramm die höchstmögliche Drehzahl beim Schleudern einstellen, denn Feuchtigkeit wird durch Schleudern viel effizienter entfernt als mit Tumblern. Das senkt die Trocknungszeit und spart Strom beim Tumbler.

Beim Duschen empfiehlt sich eine Wassertemperatur im Bereich der Körpertemperatur, also ca. 37 °C. Es kann natürlich auch etwas kühler sein. Betreffend Dauer gilt: je kürzer, desto besser. Zudem sollte beim Haare-Shampoonieren das Wasser abgestellt werden. Wer duscht statt badet, senkt den Energieverbrauch je nach Duschdauer und Wasserdurchfluss bis um Faktor 3. Das entspricht etwa 3 bis 4 kWh pro Durchgang.»

Und ihr so? Wie sieht eure Energiebilanz in Sachen waschen, duschen und baden aus? Lasst es uns wissen in der Kommentarspalte!

Über die Autorin:

Sandra Casalini ist Journalistin, Kolumnistin und Bloggerin, und schreibt am liebsten mitten aus dem Leben. In der «Schweizer Illustrierten» erzählt sie regelmässig aus ihrem Alltag als Mutter von zwei Teenagern, auf watson bloggt sie über alles, was mit Gesundheit zu tun hat. Dem Thema Energie nimmt sie sich auf die gleiche Art und Weise an wie den beiden anderen Themen: nicht als Expertin, sondern als normale Frau, die immer wieder damit in Berührung kommt. Aber immer mit Humor und auch mal mit einer Prise Ironie.
Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker
bild: lucia hunziker
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