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Der Spätsommer samt lauen Grillabenden kann kommen!
Der Spätsommer samt lauen Grillabenden kann kommen!
Bild: Jennifer Zimmermann
Die Nachhalterin

4 vegetarische und vegane Grillrezepte, um die Sonne hervorzulocken

«Nachhaltig grillen», geht das überhaupt? Leider nein. Aber vielen ist es wohl nicht auszutreiben. Die gute Nachricht: Es gibt einiges, das du machen kannst, um deine Grillparty klimafreundlicher zu gestalten. In erster Linie mit dem, was auf den Rost kommt.
20.08.2021, 08:5620.08.2021, 10:04
Contentpartnerschaft mit WWF
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit WWF. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Jennifer Zimmermann verfasst.

Jennifer lebt (meist) vegetarisch, duscht (zu) oft (zu) lange und wühlt zum Unbehagen mancher Familienmitglieder (fast) immer in den «Gratis zum Mitnehmen»-Kisten am Strassenrand. Als «Die Nachhalterin» schreibt sie in Zukunft für den WWF über Themen, die uns alle etwas angehen (sollten). Wer herausfinden möchte, wo er/sie in Sachen Nachhaltigkeit steht, dem sei der Footprintrechner ans Herz gelegt.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Bevor es zu den Rezepten geht, hier ein paar Tipps, die das Grillen – oder «Grillieren», wie wir Schweizerinnen und Schweizer sagen – ein wenig umweltfreundlicher machen:

  • Die beste Ökobilanz hat ein Elektrogrill, der mit nachhaltigem Strom betrieben wird. In Zürich gibt’s im GZ Wollishofen und beim Zürichhorn je einen Elektrogrill, der gratis für alle zugänglich ist und regelmässig gereinigt wird.
  • Gasgrills sind nicht so schädlich wie Holzkohlegrills. Da sie mit Bhutan oder Propan betrieben werden, die keine erneuerbaren Energien sind, ist er aber auch nicht ideal.
  • Holzkohlegrills schneiden am schlechtesten ab. Unbedingt Holzkohle mit FSC-Label kaufen. So stellst du sicher, dass du nicht dazu beiträgst, dass illegal Tropenwälder abgeholzt werden. Es gibt auch nachhaltige Grillkohle aus Olivenkernen, die aus Abfällen der Olivenölpressung hergestellt wird.
  • Statt schlecht riechende chemische Anzünder normale Kaminanzünder aus Holzfasern und Wachs verwenden. Oder du machst aus Kiefernzapfen und Wachsresten gleich selbst welche.
  • Mehrweg statt Einweg! Das gilt für den Grill, Grillschalen, Teller und Besteck. Statt Alufolie oder Grillschalen aus Alu kannst du eine wiederverwendbare Grillschale aus Edelstahl, eine Gusspfanne oder Schalen aus hitzebeständigem Porzellan oder Auflaufformen verwenden. Ebenso sollen sich grosse Rhabarber- und Kohlblätter gut als Grillunterlage eignen. Statt Plastikteller kannst du z. B. Palmblatt-Teller oder Bambusgeschirr brauchen oder jeder bringt seine eigenen Teller und Besteck gleich von zuhause mit, wenn ihr auswärts grillt.

Und, last but not least, was auf den Grill kommt, ist noch wichtiger, was die Ökobilanz angeht. Darum hier ein paar fleischlose Rezepte, die sich alle auch sehr gut in der Pfanne machen lassen, falls das Wetter dann doch nicht mitspielen sollte ...

Ich leihe mir von meinem Bruder einen Lotus-Tischgrill. Er braucht zwar Holzkohle, aber immerhin muss ich selbst keinen Grill kaufen, was wiederum nachhaltig ist.
Ich leihe mir von meinem Bruder einen Lotus-Tischgrill. Er braucht zwar Holzkohle, aber immerhin muss ich selbst keinen Grill kaufen, was wiederum nachhaltig ist.
Bild: Jennifer Zimmermann

1. Veganer Bohnen-Quinoa-Burger

Für 4 Burger brauchst du:

  • 300 g Kidney-Bohnen aus der Dose
  • 40 g Quinoa
  • 80 ml Wasser
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Tomatenpüree (ersetzt 1 Ei)
  • ½ Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Chilipuver
  • Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Belieben
Statt einem Ei zum Binden kannst du zwei Esslöffel Tomatenpüree verwenden. Drei Esslöffel geschrotete Leinsamen, zuvor in Wasser aufgeweicht, sollen es auch tun.
Statt einem Ei zum Binden kannst du zwei Esslöffel Tomatenpüree verwenden. Drei Esslöffel geschrotete Leinsamen, zuvor in Wasser aufgeweicht, sollen es auch tun.
Bild: Jennifer Zimmermann

So geht's:

1. Quinoa unter fliessendem Wasser abspülen. Mit 80 ml Wasser im Topf köcheln lassen, bis kein Wasser mehr übrig ist.
2. Flüssigkeit der Kidney-Bohnen abgiessen und Bohnen mit einer Gabel zerdrücken.
3. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl kurz und nicht zu heiss anbraten.
4. Kidney-Bohnen und Gewürze hinzugeben und alles zusammen kurz weiterbraten.
5. Mischung vom Herd nehmen, ein wenig abkühlen lassen, mit Tomatenpüree und Quinoa mischen und 4 Burger-Patties formen.
6. Auf dem Grill ca. 5 Minuten pro Seite anbraten. Am besten eine Grillschale verwenden, da die Burger eher bröckelig sind.

Der Burger ist auf der trockenen Seite. Um das auszugleichen, empfehle ich Saucen, wie etwa eine aus (veganem) Sauerrahm, Petersilie, Zitronensaft, Salz und Pfeffer oder klassisch mit (veganer) Mayo, Ketchup, Senf und nach Belieben noch etwas Crème fraîche. Ebenso kann der Burger mit Tomatenscheiben und Essiggurken aufgemotzt werden.

2. Halloumi-Wassermelonen-Spiesse

Für 3 Spiesse brauchst du:

  • 200 g Halloumi
  • ½ Wassermelone
  • Grillspiesse (z. B. aus Holz mit FSC-Label, aus Bambus oder aus Edelstahl, wenn ihr sie sehr oft braucht)
Der Grill-Klassiker Halloumi wird mit Wassermelone aufgepeppt.
Der Grill-Klassiker Halloumi wird mit Wassermelone aufgepeppt.
Bild: Jennifer Zimmermann

So geht’s:

1. Wassermelone und Halloumi in grosse Stücke schneiden und aufspiessen. Besonders beim Halloumi darauf achten, dass die Stücke gross genug sind, da er sonst vom Spiess bröckelt.
2. Spiesse mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Ca. 2 Minuten pro Seite grillieren und Spiesse immer wieder wenden, bis alle Seiten schön golden angebraten sind. Mit frischer Minze und Basilikum garnieren.

Wenn wir schon bei gegrillten Früchten sind: Ananas mit einer Glasur aus braunem Zucker, Butter und Zimt, soll sich angeblich auch vorzüglich zum Grillen eignen.

3. Gegrillte Avocado mit Tomatensalsa

Bevor ihr jetzt zum grossen Avocado-Aufschrei ansetzt: Ja, ihre Ökobilanz, um nur eines der Probleme zu benennen, ist nicht sonderlich gut. 1000 Liter Wasser werden benötigt, um ein Kilogramm der Butterfrucht zu machen. Für ein Kilogramm Rindfleisch braucht es aber sage und schreibe rund 15'500 Liter, bei Schweinefleisch sind es 6000 Liter pro Kilogramm, bei Geflügel 4000 Liter und bei Eiern und Käse rund 3000 Liter. Und auch bezüglich CO2-Emmissionen kommst du bei der Avocado besser weg als bei Fleisch und Milchprodukten.

Nun, da wir das geklärt hätten, zum Rezept, für das du Folgendes brauchst:

  • 1 oder mehr reife Avocado(s) für den Grill
  • 250 g Cherrytomaten
  • 1 kleine rote Zwiebel oder 1 Frühlingszwiebel
  • ½ Bund Petersilie
  • 1–2 EL Olivenöl
  • Saft einer Limette oder einer Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • Nach Belieben etwas Chilipulver
Wenn's finanziell gerade drin liegt, kaufe ich der Umwelt und meinem Körper zuliebe Bio.
Wenn's finanziell gerade drin liegt, kaufe ich der Umwelt und meinem Körper zuliebe Bio.
Bild: Jennifer Zimmermann

So geht’s:

Avocado halbieren, entkernen, mit etwas Olivenöl bestreichen und mit der Schnittfläche nach unten während ca. 3 bis 5 Minuten grillen. Für das Salsa Tomaten, Zwiebeln und Kräuter kleinschneiden und mit dem Rest der Zutaten vermischen. Alles in die Avocado-Hälften geben. Von allen Rezepten hat mich dieses am meisten überzeugt: sehr simpel, aber die Avo erhielt durchs Grillen eine neue Geschmacksnote.

4. Veganes Fladenbrot

Für 10 Brote brauchst du:

  • 400 g Weissmehl
  • ¾ TL Salz
  • 2 TL Kümmel
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 gestrich. TL Backpulver
  • 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 180–200 ml lauwarmes Wasser
  • 3 EL neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
Fladenbrot lieber zu dünn als zu dick auswallen – sprich, dünner als hier zu sehen :-).
Fladenbrot lieber zu dünn als zu dick auswallen – sprich, dünner als hier zu sehen :-).
Bild: Jennifer Zimmermann

So geht’s:

1. Mehl, Salz, alle Gewürze und Backpulver gut mischen.
2. Alle flüssigen Zutaten vermengen und der Mehlmischung beigeben.
3. Alles mit dem Stiel eines Holzlöffels zu einem Teig verkneten. Nach Bedarf mehr Wasser hinzufügen, damit der Teig geschmeidig ist.
4. Mit den Händen den Teig glattkneten, eine lange Rolle formen und in 10 Teile schneiden.
5. Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche die Teiglinge ca. ½ cm dick auswallen. Lieber zu dünn als zu dick machen, damit sie auf dem Grill nicht zu lange brauchen und luftig sind.
6. Auf dem Grill ca. 1 Minute grillen, bis die Oberseite Blasen wirft. Umdrehen und ca. 30 Sekunden von der anderen Seite grillen. Vom Grill nehmen und mit einem Tuch abdecken, bis sie serviert werden.

Welche nachhaltigen Grill-Hacks habt ihr auf Lager? Und was kommt bei euch auf den Grill? Ab in die Kommentare damit!

Nur so: Gemüse und Früchte lassen sich bestens grillieren!

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Nur so: Gemüse und Früchte lassen sich bestens grillieren!
quelle: whatsgabycooking.com / matt armendariz
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Ich war im ersten veganen Fast-Food Restaurant und so war es

Video: nico franzoni
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