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Wenn der Papst den Satan um die Ecken schleichen sieht, wird's gefährlich

Er gilt als Papst der Armen und hat als solcher meist die Sympathien auf seiner Seite. Doch Franziskus hat auch ein anderes Gesicht – und packt zeitweise die Theologie des Mittelalters aus. 



Papst Franziskus brachte einen frischen Wind in den Vatikan und geniesst den Ruf, der Pontifex der Armen zu sein. Er verbannte den Pomp aus seinem Alltag und gilt als Papst zum Anfassen.

Doch das ist nur die eine Seite des katholischen Oberhauptes. Die äussere, die ihn nichts kostet. Die andere Seite sieht weniger freundlich aus. Manchmal ist sie gar duster. Zappenduster.

Sie kommt dann zum Vorschein, wenn es um die katholische Lehre geht. Dann hält er an Dogmen und Geboten fest, die eigentlich in die Mottenkiste der Geschichte gehörten. Dann wird der «Menschenfreund» auch mal zum Fundamentalisten. Dabei ist es ihm egal, ob die Gläubigen unter seiner Moralkeule zu leiden haben.

Pope Francis gives his speech during a meeting with young people at Notre Dame College in Dhaka, Bangladesh, Saturday, Dec. 2, 2017. Pope Francis urged Bangladeshi priests and nuns to resist the

Die zwei Seiten des Papst Franziskus. Bild: AP/AP

Als wandle Satan um die Ecken

Das jüngste Beispiel lieferte Franziskus in diesen Tagen in einem Interview, das er dem katholischen Sender TV2000 gegeben hat. Darin warnt er die Katholiken eindringlich vor jeglicher Kontaktaufnahme mit dem Teufel, wie die Agentur AFP berichtete. Er fordert die Gläubigen auf, «nicht mit dem Satan zu reden».

Der Papst personifizierte den Satan sogar, als wandle dieser leibhaftig auf der Erde herum, um die Menschen zu verführen. Der Teufel sei nämlich eine sehr intelligente, rhetorisch überlegene Person. Ja, der Dämon schlüpft in seinen Augen in eine leibhaftige Person. Wer mit ihm rede, sei verloren, sagte der Papst.

Das ist Theologie des Mittelalters. Und ein Aberglaube der schlimmsten Sorte. Damit verbreitet der Menschenfreund einen Glauben der Angst. Er verkündet Drohbotschaften, die ängstliche und hochsensible Gläubige in Schrecken versetzen können.

Der Exorzismus ist nicht weit

Wer tatsächlich wie der Papst glaubt, der Satan laure hinter einer Hausecke oder einem Busch, geht durch die Hölle. Die Hölle auf Erden.

Die Konsequenzen können für jene Gläubigen fatal sein, die im Pontifex den irdischen Stellvertreter Gottes sehen, der in Glaubensfragen als unfehlbar gilt. Denn wo der Satan vermeintlich sein Unwesen treibt, ist der Exorzismus nicht weit.

Der Satan macht offenbar auch nicht vor Pfarrern und Bischöfen halt. Auch ihnen gaukle der Teufel Gelehrtheit vor, sagte Franziskus.

Auch dieser ist eigentlich eine religiöse Todsünde. Er geht davon aus, dass «Sünder» vom Satan besessen sind. Das heisst konkret, der Dämon wohnt in seinem Körper. Wahrlich ein Horrorszenario.

Wer diese Vorstellung noch halbwegs erträgt, kommt spätestens bei der Teufelsaustreibung an seine psychischen Grenzen. Denn Franziskus propagiert und fördert konsequenterweise auch den Exorzismus. Dieses Ritual floriert gerade in Italien prächtig. Laut Schätzungen der katholischen Fachleute suchen in Italien jedes Jahr 500’000 Menschen Exorzisten auf.

FILE - In this August 27, 2006 filer, Rev. Gabriele Amorth addresses a meeting in Rimini, Italy. An Italian care facility says that Rev. Gabriele Amorth, a prominent Roman Catholic exorcist, has died after a long illness.  (Pasquale Bova/ANSA via AP)

Pater Gabriele Amorth war der wohl bekannteste Exorzist. Er starb im September 2016 in Rom. Bild: AP/ANSA

Allein der Jesuitenpater Pasquale Puca will in Neapel innerhalb dreier Jahre 5000 Fälle behandelt haben. Und Pater Gabriele Amorth von der Diözese Rom, der bekannteste Exorzist, behauptete, in 21 Jahren 70’000 Dämonen nach katholischem Ritus vertrieben zu haben.

Gift sind Exorzismen und der Glaube an den Satan vor allem für all jene, die unter Angstzuständen oder Panikattacken leiden. Oder unter Verfolgungsängsten und Suizidgedanken. Noch schlimmer kann es depressive Gläubige treffen. Vertrauen sie sich einem katholischen Geistlichen an, statt einen Psychiater zu konsultieren, kann die Teufelsaustreibung in einem Trauma münden.

Bemerkenswert ist eine weitere Aussage des Papstes im Interview. Der Satan macht offenbar auch nicht vor Pfarrern und Bischöfen halt. Auch ihnen gaukle der Teufel Gelehrtheit vor, sagte Franziskus.

Es klingt fast so, als wolle er die Verfehlungen seiner Geistlichen rechtfertigen. Das war dann halt höhere Macht. Nicht diejenige von Gott, sondern des Satans.

Und warum hat Gott dem Dämon nicht Einhalt geboten? Wollte er nicht oder liegen der Teufel und die gefallenen Engel ausserhalb seines Machtbereiches?

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jorge de los alpes 26.12.2017 08:02
    Highlight Highlight Was ist das Gute, was das Böse? Beides existiert, es lässt sich weder fassen - noch lassen sich dafür sinnvolle Erklärungen finden. Ist etwa dasselbe, sich die Unendlichkeit des Weltalls oder die Anzahl Sterne vorzustellen. Der Mensch weiss mit nicht Erklärbarem nicht umzugehen, er muss alles visualisieren und erklären können. Bei einigen Dingen ist dies aber (noch) nicht möglich.
  • Sophia 25.12.2017 11:01
    Highlight Highlight Mal ganz sachlich, ich glaube, der Franz hat eine Ansprache an seine Feinde, die Kardinäle und Bischöfe, gehalten und sie mit Ihrem Aberglauben und ihren "Sünden" konfrontieren wollen. Wie hätte er das anders tun können, als in der Sprache, welche diese bigotten Brüder selbst im Munde führen, wenn sie ihre Herrschaft festigen und ihre "Gläubigen" hinter sich bringen wollen.
    Ich glaube ja schon länger, dass der Franziskus ein Oberschlauer ist und nicht viel von den Purpurträgern hält. Der Stamm hat natürlich seinen Blickwinkel und kann nur so regieren, aber im Grunde hat er ja Recht.
  • gelesen 25.12.2017 09:16
    Highlight Highlight
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  • Spooky 25.12.2017 00:36
    Highlight Highlight "Er gilt als Papst der Armen..."

    😂😂😂
  • Spooky 24.12.2017 22:45
    Highlight Highlight Ich bin dem Leibhaftigen begegnet. Er war als Viehhändler unterwegs. Aber seine Augen haben ihn verraten.
  • Billy the Kid 24.12.2017 20:08
    Highlight Highlight "Das Böse" existiert tatsächlich und es ist in den meisten Fällen noch viel furchtbarer als wir uns es in den kühnsten Träumen vorstellen können. Aber dazu braucht es nicht eine kosmische Kraft, die dieses Böse ultimativ darstellt, sondern nur die Schwäche von Millionen und Milliarden, die nicht aufstehen und ihm die Stirn bieten. "Der Satan" ist für mich in den Institutionen zu finden, die wir selber aufgebaut haben - er ist keine metaphysische "negative Energie" oder sonstiger Humbug. Aber das heisst nicht, dass der Kampf gegen "ihn" um so einfacher wäre - eher im Gegenteil. Wir sind "er"...
  • vera.vox 24.12.2017 16:07
    Highlight Highlight Franziskus packt die Theologie des Mittelalters aus

    Wirklich?

    Satan benützt soziale Medien. Als Dämon wandert der sündige Geist durch das Internet und sucht eine neue Bleibe. Hat er sie gefunden, holt er sieben andere Geister, die noch schlimmer sind dazu. Auf Samtpfoten schleichen sie sich ein und nehmen unsere Seele in Besitz, ruhig und ohne Lärm.
    Die Dämonen verführen uns zur Weltlichkeit und zur Gottesleugnung.
    In grosser Besorgnis um unser Seelenheil und aus Nächstenliebe ermahnt uns Franziskus, dass wir uns nur durch den wahren Glauben an Jesus Christus den Dämonen erwehren können.
  • Alienus 24.12.2017 12:10
    Highlight Highlight Der Franzl, der Papst im Vatikan, was erzählt er für Schauermärchen vom Teufel. Es weiß jedes Kind, dass der Teufel immer die denkbar schlechtesten Karten hat. Der wird bei jedem Kasperltheater zur Sau gemacht. Der Kasperl obsiegt und haut den Teufel in die Pfanne.

    So ein Quatsch. Im Leben ist der Teufel eine Theaterfiguration im großen Spiel. Der wird von den unsichtbaren, sich der „göttlichen Befugnis“ wähnenden Tricksern dem Publikum als das Monster vorgeführt. Der arme Teufel, die arme Sau. Muss für alles Schlechte herhalten.
    Der Franzl sollte endlich die teuflische Handpuppe ablegen.
    • Alienus 24.12.2017 13:57
      Highlight Highlight Karl, der Kojote

      „Arme Teufel brauchen keine Götter“
      Günther Damm (*1968), Texter

      Und

      „Armer Teufel, hinter seinem hareren Rücken können sich Abermilliarden von Sündern verbergen“
      Alienus, (*Sternzeit 1.067908) Blogger und Sprücheklopfer
  • Gummibär 24.12.2017 08:57
    Highlight Highlight Auch als Agnostiker möchte ich den geehrten Papst dringend dazu ermuntern seine Exorzisten endlich auf die unzähligen Päderasten anzusetzen, die sich in seinem Verein verstecken und ihnen den Teufel auszutreiben.
  • AlteSchachtel 23.12.2017 19:00
    Highlight Highlight "Denn Franziskus propagiert und fördert konsequenterweise auch den Exorzismus." lese ich zum ersten Mal. Aber natürlich gehört Exorzismus verboten.

    Ich glaube nicht an diesen gehörnten Typen, aber im Zusammenhang mit IS-Greueltaten oder pädophilen Übergriffen, ist das Bild (!) des Teufels wohl passend, solange man die Verantwortung nicht auf das Bild schiebt.

    Bei CHer Evangelikalen werden dem Teufel übrigens weit harmlosere Verhaltensweisen zugeschrieben (Emotionalität, Süchte, "fehlgeleitete" Sexualität etc.), als bei den Katholiken. Scheint aber ein Tabu zu sein...
  • leu84 23.12.2017 16:44
    Highlight Highlight Vielleicht gibt sich Herr Satan als Papst aus 😈
    • _kokolorix 23.12.2017 17:53
      Highlight Highlight Der Gedanke kam mir auch eben. Doch dann besann ich mich meines Atheismus. Es gibt weder Gott noch Teufel, aber es gibt fast unendlich viel Dummheit...
  • Share 23.12.2017 15:23
    Highlight Highlight Wo einst Talisman und Amulet reichten, bereichert das mittelalterliche Menschenbild mit Regeln und Worten die Traditionen. Wo Luther die Sprache nicht umkrempelte, blieb der Totentanz, wo der Tod zum Leben gehört, alle anderen haben die Fasnacht. Dazu fällt mir nichts ein. Ausser die Leseempfehlung etwas mit Dopamin und Sucht zu konsultieren. Oder das Gebot keine Almosen anzunehmen und was das mit dem menschlichen Erfindungsgeist zu tun hat. Oder Stigmata 1999, als Gegenwelt zum modernen Exorzismus.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Alienus 23.12.2017 14:23
    Highlight Highlight Ach, die Mär vom personifizierten Teufel.

    Folgt man der religiösen Logik und der Diktion des Pabstes, so muss man sich fragen, ob der rhetorisch-verbale Verführer, Satan himself, nicht schon auf dem Heiligen Stuhl sitzt.
    • rodolofo 23.12.2017 16:14
      Highlight Highlight Es gibt ja auch diesen Doppel-Sinn im Wort "Stuhl"...
    • Oxymora 23.12.2017 16:20
      Highlight Highlight Nun in konkurrierenden Sekten wird gelehrt, dass es eine Tiara (Papstkrone) geben soll; mit der Aufschrift:

      VICARIVS FILII DEI (Antikes Latein)

      VICARIUS FILII DEI (Kirchen Latein)

      Betrachtet man die Buchstaben als römische Zahlen und zählt alle zusammen erhält man 666.


      User Image
    • Share 23.12.2017 17:26
      Highlight Highlight @Alienus

      Kannst du das verifizieren? Vom Teufel gibt es kein Spiegelbild?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 23.12.2017 13:31
    Highlight Highlight Hier ein paar (ebenso absurde) Hintergründe zu Bergoglios grotesker Anschauung:

    Der biblische Jesus:
    „Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“ (Mt 25,41)

    Katechismus der katholischen Kirche, Paragraph 391:
    "Die Schrift und die Überlieferung der Kirche erblicken in diesem Wesen einen gefallenen Engel, der Satan oder Teufel genannt wird. Die Kirche lehrt, dass er zuerst ein von Gott erschaffener guter Engel war."
    • Share 23.12.2017 17:33
      Highlight Highlight Der Mensch ist als soziales Wesen angelegt. Mit diesem Menschenbild spreche ich einem Wesen, das hinter seinen geistigen und/oder intellektuellen Fähigkeiten absichtlich gar hinterlistig zurückbleibt, das Menschliche ab.
  • Michael Bamberger 23.12.2017 12:31
    Highlight Highlight "Vatikan erkennt Teufelsaustreiber an - Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ offiziell anerkannt. Schon unter Papst Franziskus’ Vorgänger Benedikt XVI. hatte die katholische Kirche wieder deutlich mehr Teufelsaustreiber zugelassen." (FAZ, 03.07.2014)

    http://www.faz.net/aktuell/politik/vatikan-erkennt-internationale-exorzisten-vereinigung-an-13025067.html
    • Sophia 23.12.2017 17:58
      Highlight Highlight Du hast den schönen Namen Michael, der ja ein Bruder des Luzifer ist!
      War nur als Spass gemeint, niemand in unserer Gesellschaft ist vor dem Christentum sicher. Ist der Teufel selbst ein Exorzist oder der Exorzist ist ein Teufel? Was mach ich nur, ich armer Teufel? Kann einfach keinen Unterschied zwischen Jesus und dem Teufel sehen, da ich an keinen von denen glaube. Ich müsste ja dann glauben, dass Jesus am Ende der Zeiten Millionen seiner Geschöpfe, für die er angeblich elendig am Kreuz starb, dem Teufel zuteilt. So'n Mist aber auch, steckt der also doch mit dem Satan unter einer Decke?
    • Helona 23.12.2017 18:03
      Highlight Highlight Wo ist das Problem? Religiöser Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Italien. ;)
  • Therealmonti 23.12.2017 12:31
    Highlight Highlight Religion ist Opium für das Volk (Karl Marx 1843/44 in der Einleitung zu seiner Schrift "Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie").
    Wie so viele, ist auch der Papst ein Drogendealer.
    • Liselote Meier 23.12.2017 16:59
      Highlight Highlight Bisschen klugscheissen ;) Marx schrieb nie "Opium des Volkes".

      "Opium fürs Volk" ist von Lenin.

      1) Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

      2) Die Religion ist das Opium für das Volk. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz, ihren Anspruch auf ein auch nur halbwegs menschenwürdiges Dasein ersäufen.


    • Michael Bamberger 24.12.2017 08:48
      Highlight Highlight Liselotte Meier: "Opium fürs Volk ist von Lenin."

      Falsch.

      "Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks."

      Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f;
    • Billy the Kid 24.12.2017 13:04
      Highlight Highlight @Bamberger
      Opium "des" Volkes ist etwas anderes als Opium "fürs" Volk.

      "Für" ist tatsächlich schon der ganze Vulgärmarxismus eines Lenin, der "das Volk" maximal verachtete und fest daran glaubte, dass man nur mit härtesten Strafmassnahmen ihm so etwas wie den Anschein von Kultur in die Seele prügeln könnte. Lenin war vor allem ein grosser Fan der "Deutschen Post" und nicht der Pariser Kommune. Auch seine Vorstellungen von Staat und Ökonomie sind eher auf den deutschen Philosophen Fichte zurückzuführen, der schon anno 1800 vom geschlossenen Handelsstaat mit Arbeitsplatzgarantie "träumte".

    Weitere Antworten anzeigen
  • Quacksalber 23.12.2017 12:18
    Highlight Highlight Ich finds schon teuflisch was viele Christen ihrem Idol Trump alles verzeihen. Da brauchts keinen Papst um das zu sagen.
  • äti 23.12.2017 11:46
    Highlight Highlight "Der Satan macht offenbar auch nicht vor Pfarrern und Bischöfen halt. Auch ihnen gaukle der Teufel Gelehrtheit vor, sagte Franziskus." - den Eindruck teile ich voll.
  • Rabbi Jussuf 23.12.2017 11:31
    Highlight Highlight Was der Papst da von sich gibt, war ja schon bei seiner Wahl absehbar und überrascht nicht weiter.
    Auch dass die RKK bis hinauf zum Papst rein gar nichts aus ihrem Kindsmissbrauchskandal gelernt hat, ist wenig erstaunlich.
    Mit einer dualistischen Denkweise sind diese fatalen Fehler vorprogrammiert und können bequem mit dem Teufel weg diskutiert werden.
  • N. Y. P. D. 23.12.2017 10:55
    Highlight Highlight Mit seinem Blog 👉bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei. (watson)
    • You will not be able to use your remote control. 23.12.2017 13:08
      Highlight Highlight Du gehörst zur treuen Leserschaft.
  • #10 23.12.2017 10:40
    Highlight Highlight Die argumentative Nähe von Sektenkritikern zum Objekt ihrer Kritik ist gelegentlich frappant. Bei Stamm eigentlich immer. - Im Gegensatz zu Stamm holt der aktuelle Papst doch eine ansehnliche Anzahl von Zeitgenossen ab in ihrem Alltag. "Der Teufel" ist eine durchaus alltägliche Metapher, auch wenn wir ihn heute umgangssprachlich meistens "devil" nennen und damit beispielsweise Geldgier, Machtmissbrauch, Drogenhandel oder Krieg meinen.
    • olive 23.12.2017 11:15
      Highlight Highlight Jetzt haben Sie doch grad gelesen, dass der Papst den Satan auch personifiziert.
      Es handelt sich nicht um eine Metapher, für eine Metapher brauchte man auch keinen Exorzismus.
    • #10 23.12.2017 11:56
      Highlight Highlight Wer von uns hat nicht schon ein paar aktuelle Präsidenten oder andere Politiker mit dem „Teufel“ gleichgesetzt? 😏 Den Exorzismus hat Stamm dann noch als Déco beigefügt, offenbar wollte er uns noch ein wenig teilhaben lassen an seinem Wissen über Kirchengeschichte.
    • You will not be able to use your remote control. 23.12.2017 13:00
      Highlight Highlight > Im Gegensatz zu Stamm holt der aktuelle Papst doch eine ansehnliche Anzahl von Zeitgenossen ab in ihrem Alltag.

      Die Kritik war, dass er diesen Zeitgenossen einen Bärendienst erweist, wenn er ihnen dieses Teufelskonzept naheliegt.

      Dass sich alle Christen gleichzeitig irren, liegt zudem auf der Hand. Dein Argumentum ad Populum darfst du stecken lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 23.12.2017 10:19
    Highlight Highlight Gelehrsamkeit ist des Teufels. Wie viel gottgefälliger und bequemer ist doch das Leben, wenn man, fern von jeglicher Gelehrsamkeit, einem guten Hirten hinterher blöken darf.
    • rodolofo 23.12.2017 10:52
      Highlight Highlight Du beleidigst hier Schafe!
      Als Freizeit-Schäfer protestiere ich dagegen!
      Schafe laufen einem Hirten nur nach, wenn sie nach einer langen und vorsichtigen Annäherung gelernt haben, dass er es gut mit ihnen meint und ihnen gutes Futter und Brot gibt, oder sie krault!
      Aber sobald sich dieser Hirte irgendwie anders benimmt, weil er beispielsweise im Sinn hat, eine Entwurmung vorzunehmen, oder die Klauen zu schneiden, oder zu scheren, bleibt das hochgradig aufmerksame Schaf auf Distanz und versucht mit allen Mitteln, die Flucht zu ergreifen.
      Schafe verstehen die Körpersprache sehr gut!
    • Helona 23.12.2017 12:11
      Highlight Highlight @rodolfo Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Es ist sehr interessant etwas über Schafe zu erfahren. Natürlich lag es mir fern diese Tiere zu beleidigen. Ich habe mich bloss eines Bildes bedient, welches von der Institution Kirche verwendet wird. Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und Guten Rutsch
  • Michael Bamberger 23.12.2017 10:16
    Highlight Highlight "Mit dem Teufel kann man nicht sprechen. Wenn du anfängst, mit ihm zu sprechen, bist du verloren, er ist intelligenter als wir, er lässt dich umfallen, er verdreht dir den Kopf. Das Böse, der Teufel, hat einen Vor- und Nachnamen und tritt bei uns Zuhause ein...Mit uns Priestern, Bischöfen ist er wohlerzogen. Bei Kindes-Missbrauch zum Beispiel ist klar, dass da der Teufel am Werk ist". (Jorge Bergoglio, Tv2000 am 13.12.17)

    Äusserst bezeichnend, wie Bergoglio die Schuld für zehntausendfachen klerikalen Kindsmissbrauch abschiebt und somit schändlich relativiert.
    • Rabbi Jussuf 23.12.2017 11:24
      Highlight Highlight Genau diese Denkweise hat doch die RKK in Teufels Küche gebracht und den Kindesmissbrauch an allen Ecken gefördert und beschützt.
      Gelernt haben die heiligen Herren aber rein gar nichts aus der grössten Schlappe des letzten Jahrhunderts.
    • Maracuja 23.12.2017 13:43
      Highlight Highlight @Michael

      Er schiebt nicht nur die Schuld für vergangene kriminelle Taten dem Teufel zu, sondern weigert sich damit auch, nach den Ursachen für die Häufung dieser Taten in seiner Organisation zu suchen und anschliessend Änderungen in die Wege zu leiten, damit sich solches Unrecht nicht wiederholt.
    • Michael Bamberger 23.12.2017 13:51
      Highlight Highlight @ Rabbi

      Die ach so heiligen Herren können gar nicht anders, denn sonst würden ihre heiligen Kühe auf der Stelle verenden, man nehme nur die Trotzreaktion dieser heiligen Herren auf die Empfehlungen im Abschlussbericht der Missbrauchskommission in Australien:
      1. Abschaffung der Zölibatspflicht
      2. Abschaffung des Beichtgeheimnisses im Zusammenhang mit Kindsmissbrauch

      Siehe dazu:

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/missbrauch-katholizismus-kommission-abschlussbericht-handlungsempfehlungen
    Weitere Antworten anzeigen
  • olive 23.12.2017 10:02
    Highlight Highlight Dieser Papst wird überschätzt. Er i s t fundamentalistsch und zugleich ein gewiefter Medienmensch und eine inszenierte Marke ( Klaus Kocks ).
    Würde er wohl ohne Kamera jemandem die Füsse waschen?
  • rodolofo 23.12.2017 09:42
    Highlight Highlight Papst Franziskus IST alt!
    Das Schöne an der Katholischen Kirche ist doch, dass sogar diese greisen Würdenträger noch wichtige Funktionen in der Kirche übernehmen können und sie auch als Ü-70 immer noch mühelos einen Job finden!
    Mit ihrem langweiligen und immer gleichen Gottesdienst-Singsang schläfern sie ihre Gemeinden dermassen ein, dass diese die Kirchenlieder nur noch zaghaft und schleppend zu singen vermögen und der forsch voran spielenden Orgel stark hinterher hinken.
    All dies sind doch deutliche Demonstrationen gegen die gnadenlose Hochleistungs- und Vermarktungs-Gesellschaft!
    • blaubar 23.12.2017 12:26
      Highlight Highlight Der katholischen Kirche kann man wenigstens nicht vorwerfen, Leute über 50 zu entlassen!
    • Walter Sahli 23.12.2017 13:26
      Highlight Highlight Mit ü70 kann man auch problemlos noch Präsident einer Weltmacht werden...oder sich ein paar Regionalzeitungen kaufen...;-)
  • Staatsgebeutelter 23.12.2017 09:20
    Highlight Highlight Bald wird Stamm vom Papst als Satan personifiziert, er muss nur weiter machen mit seinen regelmässigen Stammologie Folgen. Ehrlich das Ganze was Hugo Stamm hier von sich gibt ist mehr als fragwürdig, selbst wenn jeder weiss dass es Gott in der Form wie ihn Religionen darstellen wohl nicht geben kann.
  • Der Chaot 23.12.2017 09:15
    Highlight Highlight Selten so gelacht. Vielen Dank für den satirischen Artikel.
  • Musikuss 23.12.2017 09:07
    Highlight Highlight Und Hugo Stamm verteufelt die Religion, wo er nur kann und kommt sich dabei super cool vor. Doch im Gegensatz zu ihm **weiss** Papst Franziskus, von was er spricht, das ist eben der Unterschied...
    • Der Chaot 23.12.2017 09:17
      Highlight Highlight Hahahaha der war gut, ja der Papst weiss wovon er spricht. Schliesslich stützen sich Geistliche ausschliesslich auf Fakten.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 23.12.2017 09:30
      Highlight Highlight Ein Christ, der (verbal) auf den Mann schiesst?
      Argumente bitte ;-)
    • Eddward 23.12.2017 09:46
      Highlight Highlight Errare humanum est!
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Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert

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