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Bischof Vitus Huonder beim Gottesdienst im Kloster Melchtal anlaesslich des 150 Jahre Jubilaeums des Klosters Melchtal St. Niklaus von Fluee, am Samstag, 25. Juni 2016, in Melchtal im Kanton Obwalden. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Absolutheitsanspruch kommt auch bei den Gottesdiensten und Predigten zum Ausdruck. Auch bei Bischof Vitus Huonder. Bild: KEYSTONE

Sektenblog

Warum auch traditionelle Glaubensgemeinschaften in der Sektenfalle stecken

In einer Welt, die ständig im Fluss ist, erweist sich der Absolutheitsanspruch als Pferdefuss .



In allen Religionsgemeinschaften steckt im Kern etwas Sektenhaftes. Das Zitat ist nicht von mir, sondern vom Religionswissenschaftler, Theologen, Pfarrer und ehemaligen Leiter der reformierten Sektenberatungsstelle relinfo.ch, Georg Schmid (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn gleichen Namens, der inzwischen die Beratungsstelle leitet). Zu erwähnen ist, dass Schmid ein sehr toleranter und verständnisvoller Beobachter religiöser Phänomene ist.

Sein Grundgedanke: Religionen zeichnen sich durch einen Absolutheitsanspruch aus. Das liegt im Wesen des Glaubens, birgt aber auch die Gefahr des Radikalen. Die Geschichte der Glaubensgemeinschaften und die vielen Religionskonflikte zeigen, dass Georg Schmid mit seiner Analyse sicher nicht falsch liegt.

Ein deutscher Pastor zum Thema Absolutheitsanspruch:

abspielen

Video: YouTube/Evangelischer Glaubenskurs

Einen weiteren Punkt sehe ich im Umstand, dass die meisten Heilslehren einfache Glaubenskonzepte anbieten, die aus heutiger Sicht nicht sehr glaubwürdig oder plausibel wirken. Sie fixieren sich weiterhin auf den Anspruch der unverrückbaren Glaubenswahrheit. Damit verschanzen sie sich im geistigen Reduit und lenken unter anderem von den Widersprüchen ab.

Die Krux traditioneller Glaubensgemeinschaften liegt darin, dass sich die Welt geistig und wissenschaftlich in eine Richtung entwickelt, die den Religionen nicht bekömmlich ist. Unser Leben wurde in den letzten Jahrzehnten derart komplex, dass der Kontrast zu religiösen Heilskonzepten mit ihren einfachen Erklärungs- und Deutungsmustern augenfällig wird.

Um der Sektenfalle zu entgehen, wäre eine tolerante Haltung der Glaubensgemeinschaften gegenüber den Gläubigen wichtig.

Eine weitere Kurx: Ein religiöser Glaube muss möglichst massentauglich sein. Man kann den Gläubigen keine religiösen Konzepte präsentieren, die hochkomplexe theologische Abhandlungen enthalten.

Die Mehrheit der Gläubigen will Götter zum Anfassen und religiöse Geschichten, die leicht fassbar sind. Mit geistig anspruchsvollen Ideen lassen sich nur schlecht religiöse Rituale zelebrieren, die ein emotionales Schaumbad im Kollektiv bieten.

Doch die Reduktion der komplexen Realität auf einfache Glaubensmuster kann dem Anspruch an philosophische, transzendentale und metaphysische Phänomene nicht wirklich gerecht werden. Es ist nur schon eine geistige Herkules-Aufgabe, das Sein zu ergründen.

Wer schon einmal versucht hat, Werke von Kant oder Hegel zu verstehen, dem kommt beispielsweise die christliche Heilslehre mit ihrem Gott im Himmel und der Erlösung nach dem Tod etwas gar eindimensional vor.

Interpretationsspielraum für Gläubige

Um der Sektenfalle zu entgehen, wäre eine tolerante Haltung der Glaubensgemeinschaften gegenüber den Gläubigen wichtig. Diese müssten mehr Spielraum erhalten, um die Dogmen und Heilskonzepte nach ihren Bedürfnissen anwenden und interpretieren zu können. Das würde zwar den Absolutheitsanspruch aufweichen, die Gläubigen erhielten aber mehr Freiheit, und die Indoktrination würde erheblich erschwert.

Leben bedeutet Bewegung. Wer sich bewegt, verändert sich. Das Bewusstsein von uns Menschen unterliegt einem dauernden Wandel, einem Prozess – gefördert von geistigen, wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen, Errungenschaften und Fortschritten.

Die Religionen und Glaubensgemeinschaften entziehen sich wegen ihren starren Dogmen und dem Absolutheitsanspruch weitgehend diesen natürlichen Prozessen. Deshalb müssen sie sich nicht wundern, wenn die Karawane weiterzieht und sie mehr und mehr am Wegrand liegen lässt.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 28.04.2020 21:38
    Highlight Highlight "Leben bedeutet Bewegung."

    Die Frage ist, wohin? - Sicher, das Leben im biologischen Sinn kennt kein Wohin.

    Nur der Mensch fragt nach dem Wohin.

    Woher kommt aber dieses Fragen nach dem Wohin? -

    Das Leben kennt dieses Fragen nicht.

    Dennoch fragen wir, die wir das Leben leben, - wohin?

    Oder gar - wozu? -

    Deshalb reichen derart einfach Antworten nicht, denn es bleiben Tautologien.

    Das ist aber das Rätsel und das Geheimnis und die Frage menschlichen Lebens.

    Man könnte sagen, eine Anomalie.

    Eine Aussergewöhnlichkeit.

    Was bleibt uns anderes, als darüber nachzudenken?





    • Share 28.04.2020 22:21
      Highlight Highlight Vielleicht steigst du auf dem Treppchen des ethischen Handelns eine Stufe weiter. Lässt die Zeit des Bösen Mädchens hinter dir. Gründest eine Piratinnen-Partei und engagierst dich deinen Möglichkeiten entsprechend. Sei ein schwarzer Schwan. Vielleicht ein Schild aus Pappe mit der Aufschrift ‚frisches Gemüse für alle‘.?Gibst ein Interview zur Thematik von ernährungsbedingten Vorerkrankungen und Ethnie am Beispiel von Minnesota, oder besser New York. Erläuterst den Zusammenhang von Niedrigstlöhnen und Gesundheit. Und und und ...
  • Michael Bamberger 27.04.2020 13:35
    Highlight Highlight @ Rodolfo

    "Der bekannte Autor und Journalist Franz Alt ist seit vielen Jahren in der Klimaschutzszene engagiert. Ein kleiner Exkurs in sein Leben und Wirken zeigt aber, dass er mit seinen christlich-fundamentalistischen Überzeugungen vor allem auch als Lebensschützer aktiv ist sowie rassistische, antisemitische, frauen- und homosexuellenfeindliche Positionen vertritt."

    Quelle:

    https://www.pprgoe.de/lebensschuetzer-franz-alt-als-redner-bei-den-goettinger-klimatagen-wir-fragen-bei-der-verwaltung-nach/
  • Michael Bamberger 26.04.2020 16:17
    Highlight Highlight @ Rodolfo

    Wussten Sie, dass Franz Alt u.a. seine Essays und Artikel in der rechtextremen und antisemitischen National-Zeitung (mit Sitz in München) publizierte, die 2019 im Dezember 2019 zum letzten Mal erschien?
    • rodolofo 26.04.2020 16:42
      Highlight Highlight Das kann ich mir jetzt echt nicht vorstellen!
      Erst recht nicht, nach dem was er in seinen neuesten Beiträgen über die AfD gesagt hat.
      Könnte es sich da um eine Verwechslung handeln?
      Und sonst hätte ich gerne einen Beleg für diese Tatsache, die im Moment noch eine blosse Behauptung ist.
      Ausserdem wäre es noch wichtig zu wissen, was in den Essays und Artikeln steht!
      Es könnte ja durchaus sein, dass auch Nazis für sinnvolle Dinge sein können, wie zum Beispiel für Bio-Selbstversorgung, oder für das Melken von Kühen.
    • Michael Bamberger 26.04.2020 18:04
      Highlight Highlight "Nach Ansicht seiner Kritiker versäumt Alt die klare Abgrenzung zu rechtsextremen Ideologien (siehe Veröffentlichungen u. a. in der Nationalzeitung). Er nehme damit in Kauf, dass sein prominenter Name für die Imagewerbung rechtsextremer Organisationen benutzt werde." (Wikipedia)
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 26.04.2020 09:52
    Highlight Highlight Zugabe:
    Play Icon
  • rodolofo 26.04.2020 09:30
    Highlight Highlight Hier habe ich einen sehr aktuellen Beitrag gefunden, über aktuelle Herausforderungen, unseren Umgang mit Ängsten, die Botschaft und das Vorbild von Jesus Christus, das Urvertrauen in das Leben versus blinder Glaube und ohnmächtiger Fatalismus:
    Play Icon

    Viel Spass!
    Der Beitrag zeigt, dass wir aus dem Grabenkrieg zwischen "Gläubigen" und "Atheisten" herauskommen können und ALLE mitnehmen können, die auch mit der Zeit und ihren neuen Möglichkeiten mitgehen WOLLEN.
    • bbelser 26.04.2020 11:05
      Highlight Highlight Danke für die Links. Franz Alt habe ich vor Jahrzehnten mal gelesen und geschätzt, aber irgendwie aus den Augen verloren. Anscheinend ist er sich treu geblieben. Kann mich seiner Sichtweise sehr gut anschliessen.
      Den Grabenkrieg zu überwinden, halte ich auch für wesentlich. Und vieles am Grabenkrieg wird dadurch befeuert, dass wir so wenig von der Herkunft, dem Werdegang und den Verletzungen der hier Diskutierenden wissen. So entsteht manche gewollte oder ungewollte Beleidigung, manches Missverständnis.
      Die anstehenden Probleme dieser Zeit werden wir ja sowieso nur gemeinsam lösen können.
    • amRhein 26.04.2020 12:21
      Highlight Highlight <Grabenkrieg zwischen "Gläubigen" und "Atheisten">

      Warum kann man nicht einfach als *Mensch* auf das Leben und seine Herausforderungen schauen?

      Siehe auch ab 18:02; <Vertrauen heisst auch, ich kann in einer schwierigen Zeit selber etwas dagegen tun.>

      Für Freiheit und Verantwortung braucht es weder religiöse Vorstellungen, noch Götter noch den Blick durch eine religiöse Brille oder einen Bezug auf Heilige Schriften. Das können alle Menschen, wenn sie mündig sind.

      Nochmals, warum kann man nicht einfach als *Mensch* auf das Leben und seine Herausforderungen schauen?
    • Power # Point 26.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Angstglauben ist kein Glaube sondern einen indirekten erdrückenden Zustand, den man so nicht beheben kann u. in die Verzweiflung treibt. Den Angstglauben zu predigen, hat nichts erbauendes auf sich, sondern schwächt statt zum Leben es ermutigt, denn Trost behebt die Ängste nicht, sondern fördern von Mut u. Zuversicht.

      Angst macht nicht frei, sondern es knechtet, u. so ist Angstglaube hinter Kerkergitter gefangen zu sein.

      Angst sperrt ein, in eine Zelle, wo unter Bedingung unhaltbare Befehle eingehalten werden müssen, da sonst der Weg in den Himmel versperrt ist, wenn man es nicht schafft einzuhalten. Das nennt sich Angstglauben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chris791 26.04.2020 08:35
    Highlight Highlight Jeder Mensch glaubt sowieso an sein eigenes Weltbild und somit jeder an etwas anderes.
    Der Teufel, wenn es ihn dann geben würde, hätte als ertstes die Religionen gemacht, damit die sich tagtäglich den Kopf verhauen.
    • Power # Point 26.04.2020 13:56
      Highlight Highlight Tot und Teufel gibt keinen Lebensmut, auch dann nicht wenn man von einem erlösenden Jesus als Trostpflästerchen spricht, den das ist nur ein Placebo-Effekt u. nicht auf ewig hilfreich, u. deshalb glaubt man heute noch, weil heile heile Segen, drei mal Regen, dreimal Schnee, macht das Büble Mädle wieder gsund.
    • chris791 27.04.2020 17:01
      Highlight Highlight Glaube besser an die Aufklärung un trinke deinen Schoppen fertig.
    • Power # Point 27.04.2020 19:26
      Highlight Highlight Chris Nr. 791 massenangefertigt durch Massenmission in einem Sahl oder Zelt, denn da wo der Erfolg zählt wieviel eingebracht wurde, und weshalb, dass nur fröhliche Geber hat Gott lieb, denn ist das die einzige Motivation die ihr Freikirchler an den Tag legt, u. andern Kirchen den um das Zehnfache abzockt, u. als üble Geizkragen hinstellt, die gerne nehmen, denn da treibt ihr es noch viel schlimmer, und macht Zuhörer Weise, dass wir ihnen das Geld klauen, aber was macht ihr selbst damit!?
  • Pasionaria 26.04.2020 01:44
    Highlight Highlight Den Titel könnte auch wie folgt lauten:
    Warum Verschwörungsglaube in religiösen Mythen stecken.
    Verschwörungstheorien reduzieren komplizierte Zusammenhänge und beharren, wie der relig. Glaube, auf einfachen Erklärungen, Zufälligkeiten werden aus der Welt gekippt. Glaubensgemeinsch., wie VT brauchen, sich in Strukturen zu bewegen, sie fühlen sich v.a. in Gruppen/Germeinden richtig wohl.
    Von Andersdenkenden heben sie sich ab: wir, die Guten u. werden erlöst. Dort sind die Bösen, die bekämpft werden müssen.
    In der jetzigen Krise betrachte ich die VT als die grösste Glaubens-Bedrohung weltweit.
    • bbelser 26.04.2020 11:14
      Highlight Highlight Ich würde noch weitergehen: VTs bedrohen nicht nur gängige Glaubenssysteme, sie unterminieren auf Dauer unsere gesamte Wahrnehmung der Realität. Wenn Fakten, Logik, Wahrheit, wissenschaftliche Erkenntnis beliebig werden, dann funktionieren bald unsere politischen Instrumente zur Entscheidungsfindung nicht mehr. Wenn alles nur noch Meinung ist, leben wir in der kakophonischen Diktatur der Lautesten und Gröbsten. Dem müssen wir egal ob Atheisten oder Glaubende entschieden entgegen treten.
    • Share 26.04.2020 13:25
      Highlight Highlight Im Blog geirrt? VT‘s, das ist ein Artikel weiter.
      Fakten, Logik, Wahrheit, wissenschaftliche Erkenntnisse sind beliebig. Sie leben von der Perspektive und Prämissen. Deshalb glauben wir heute nicht mehr an das Ptolemäische Weltbild. Und das ist gut so.
    • Power # Point 26.04.2020 23:06
      Highlight Highlight Freilich ist das was zu glauben ist, wenn das was damit gemeint ist, nicht aufgezwungen wird.

      Freisein ist nicht was man glaubt, sich dazu zu verpflichten, denn wenn man sich frei dazu entscheidet sich an Sklavenhändler zu verknechten, denn dann seinen gutgläubigen u. blauäugigen Sklaven für dumm verkauft.

  • Power # Point 26.04.2020 00:07
    Highlight Highlight Welche Art von Dialektik es auf die Pointe bringt, das ist nur bei Hugo Stamm möglich, und da amüsiere ich mich gerne!

    Freie Gedanken, absolute Gegensätze u. lächerliche Provokation.

    Und sie tanzten einen Tango, in der Taverne, wo bleibt der Glaube wo die Freiheit dazu!?

    Allabendliche Spannung in dem Blog, was kommt denn nun!'

    Glauben heisst nicht Wissen, sondern Vermuten was kommen könnte, u. vermeintlich sein kann, u. doch kann man glauben dass man Recht hat, wenn er auch einmal nicht Recht hat, so hat er doch Recht, denn das Andere hat immer recht, oder doch nicht!'

    • Pasionaria 26.04.2020 01:46
      Highlight Highlight P./.P
      ???
    • Power # Point 26.04.2020 09:08
      Highlight Highlight Glauben ist oft auch Irrglauben, u. besser formuliert, Irrglauben u. Wahrheit. Was ist Wahrheit, wenn Sonntag für Sonntag unsinniges den Zuhörer indoktriniert wird.

      Wenn das Wissen aus der Bibel ist, kann es individuell nach Bedarf verändert werden, wie es eines jeden beliebt, u. so ist seines Glaubens gewiss, was Selbstbetrug sich selbst in den Himmel befördert, u. das nennt sich Heilsgewissheit, u. wenn man der Oberaufsicht nicht befolgt was einzuhalten ist, dann droht der Wiederabfall, u. kommt in die Hölle: Ein Angstglaube, mit einschüchtern auf Glauben, mit drohen zu gehorchen.
    • Power # Point 26.04.2020 09:23
      Highlight Highlight Glaubensfreiheit ist sich von Gebundenheit frei sein, ohne das fremdbestimmt wird, u. tolerant andern frei denken zu lassen, auf das was er/ihr dazu frei dazu meint, ohne dazu bedingungslose Meinung-Macherei aufzuzwingen.
  • Safuhr 25.04.2020 18:12
    Highlight Highlight Ich persöndlich glaube an die Natur. Für mich ist die Natur das einzige was einem Gott oder einer Göttin am nächsten kommt. Ich bin aus ihr entstanden und werde ihr alles wieder zurück geben. Dies Sage ich aus innerer überzeugung, ohne das mir dies auf irgend eine weise eingeflöst wurde. Einfach weil es nur logisch ist.
    • gulf 25.04.2020 19:56
      Highlight Highlight klingt logisch .... ähem, irgend etwas fehlt in dieser Theorie doch noch ....

      Und wer hat die Natur gemacht?
    • Ro Viking Ger 25.04.2020 21:55
      Highlight Highlight gulf...wissen Sie, wer die Natur gemacht hat?
      Wenn ja, würden sie uns freundlicherweise ihr Wissen darüber mitteilen?
      Oder ist ihre Frage an SAFUHR vielleicht nur zynisch /provokativ gemeint?
    • gulf 26.04.2020 02:55
      Highlight Highlight @Viking , ist doch nur die logische Frage .... ?!
      Natürlich habe ich eine Meinung darüber, aber es macht doch wenig Sinn, wenn ich die jetzt Safuhr oder Dir um die Ohren schlage .
      Woher alles kommt, ist eine Frage, mit der sich jeder mal auseinandersetzen sollte. Sie, ich und auch Hugo Stamm😉.
      Würde die Welt nicht schlechter machen, auch wenn wir nicht alle zur gleichen Antwort kämen ....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Prometheuspur 25.04.2020 17:19
    Highlight Highlight Finde den Artikel – der ziemlich gut auf den Nagel und ins Schwarze des Kopfes gepunktet ist – auch nicht übel.

    Da man gerne nicht komplexen Glaubenskonzepten nacheifert, ein noch einfacheres, noch simpleres altes flaches "Gegenstück" für die heilige Schrift 😇   ..sie wird es locker wegstecken, mo-mou.
    Benutzer Bild
  • gelesen 25.04.2020 17:13
    Highlight Highlight bbelser
    Ich will Sie nicht überzeugen, nur sagen, dass es keine Posaune ist.
    Vielmehr würde mich wunder nehmen, was Sie inhaltlich ärgert, an MB s Input von 12.30h.
    Vermute nämlich, dass Sie kein Blogpolizist sind, sondern ein biblleser.
    • bbelser 25.04.2020 23:56
      Highlight Highlight Was sollte mich an einer Platitüde über Wissenschaft inhaltlich ärgern, die ja gar nicht inhaltlich Bezug nimmt auf den Ursprungs-Thread? Oh, sorry, der Ursprungs-Thread ist ja hier gar nicht ersichtlich. Wie dumm aber auch! Aber so was von übersichtlich und speditiv.
  • Power # Point 25.04.2020 15:55
    Highlight Highlight Es ist keine Glaubensfreiheit wenn jemand zu absoluten Glaubensanspruch sich nicht bekennen will, u. deshalb wie ein Ketzer behandelt wird, u. auch ist es nicht frei von Glaubens, wenn Ansichten torpediert werden, u. das noch ohne einen bestimmten Ansatz dazu zur Verfügung hat, die es berechtigt überhaupt angemessen zu propagieren.
    • Share 25.04.2020 20:19
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Power # Point 25.04.2020 21:43
      Highlight Highlight Was ist Wahrheit, ist ein längst bekannte Frage auf Anspruch der Anerkennung, dass auch andere Ansichten rechtens sind, dass anstelle die Erde eine Scheibe ist, Scheibe ist, aus dem Mittelalter nichts anderes duldet,
    • Power # Point 25.04.2020 22:08
      Highlight Highlight Was ist Wahrheit, ist eine längst bekannte Frage auf Anspruch von anderen Ansichten, die rechtens sind, dass die Erde anstatt eine Scheibe, eine Kugel ist, und deshalb weil im Mittelalter eine andere Meinung um dessen Beschaffenheit gab, gleich als Ketzer verurteilt wurde,

      u. so ist bis heute in theologischen Streitigkeiten, den-selben Tathergang zu erkennen, den Andersdenkenden als Ketzer verurteilt, u. so manchen als Verbrecher abgekanzelt wird, nur weil jemand eine andere Meinung hat, statt einmal das zu tolerieren u. zu prüfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guido Zeh 25.04.2020 14:28
    Highlight Highlight Vater und dann Sohn leiten die Sekten-Beratungsstelle: Haben nicht Familien auch etwas Sektiererisches?
    • Power # Point 26.04.2020 18:14
      Highlight Highlight Nein nicht wenn der Vater nicht befielt dass seine Kinder beten sollten, denn insoweit muss das Kind nicht verwirrt sein, und kann selbst entscheiden was es glauben will. Und deshalb ist die Familie keine Sekte, weil der Vater nicht das Oberhaupt ist, sondern nur der Bodyguard, für Leib u. Seele, dass man den hilflosen Kindern keinen Blödsinn aufschwatzt.
  • Ro Viking Ger 25.04.2020 14:11
    Highlight Highlight Eine Diffrenzierung:
    Den Absolutheitsanspruch gekoppelt mit missionarischem, ambitioniertem Eifer, beanspruchen hauptsächlich die monotheistisch geprägten Gläubigen: Mehrheitlich die fundamentalen Christen und Muslime. Dahinter versteckt sich, unter anderem, viel eigene Unsicherheit, Fragen und tiefsitzende Ängste vor dem Ungewissen. z.B. der Tod oder auch das Leben an sich.
    Sie bekommen darin ihre Antworten präsentiert, die sie dann fälschlicherweise als Gewissheit / Wissen in der Absolutheit in Mission setzen.
    • gulf 25.04.2020 19:59
      Highlight Highlight ich weiss nicht, welche psychologischen Bücher Sie gelesen haben.
      Aber Sie scheinen diese nicht verstanden zu haben ....
    • Ro Viking Ger 25.04.2020 21:50
      Highlight Highlight gulf...stellen sie sich vor, dass dies vielleicht gar nicht in Psychologie-Fachbücher zu finden ist:-)
  • Hypatia 25.04.2020 14:00
    Highlight Highlight Liegt das Sektenhafte im Absolutheitsanspruch, fragt es sich, worin er denn besteht. Wenn der Glaube an den einen und einzigen Gott Judentum, Christentum und Islam auszeichnet und sie ihn als absolute Wahrheit beanspruchen, die beiden letzteren aber als jüdische Sekten bezeichnet werden müssen, so ist dieser Anspruch gerade nicht das Spaltende sondern das Einigende aller drei Religionen.

    Die Spaltung beginnt erst dort, wo der Mensch als Vermittler dieser Wahrheit auftritt und sie unterschiedlich auslegt. Dieser Anspruch auf Auslegung ist aber nicht absolut sondern relativ menschlich.
    • Michael Bamberger 25.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Nein, Hypatia, der Absolutheitsanspruch im Glauben an den "einzigen Gott" der Juden, Christen und Muslimen vereint diese überhaupt nicht, denn Jesus behauptet:

      "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14.6)

    • Hypatia 25.04.2020 17:24
      Highlight Highlight @M.B.

      Die Zwietracht beginnt dort, wo der eine Mensch das Absolute so für sich in Anspruch zu nehmen sucht, dass nur er als "Auserwählter" es versteht und auszulegen vermag. Sei es Abraham, Jesus oder Mohamed.
      Dabei zeigt sich: Die Menschen glauben nicht an den einen einzigen Gott sondern an bestimmte Menschen, die ganz bestimmte Regeln aufstellen und Auslegungen liefern. Gott aber als Absolutes ist völlig jenseits jeder möglichen menschlichen Auslegung. Und darum auch das Verschiedene Einigende.

      Deshalb meine Frage nach dem Zusammenhang zwischen Absolutheitsanspruch und Sektenbildung.


    • Rabbi Jussuf 25.04.2020 20:05
      Highlight Highlight Der Anspruch auf die absolute Wahrheit hat jede Religion. Ohne das würde die jeweilige Religion in sich zusammenfallen, weil es dann keinen Glaubensinhalt mehr gäbe.
      Der Absolutheitsanspruch wird erst bei Monotheismen (Der Plural hier ist schon ein Widerspruch) zum Problem, weil dann die Absolutheit über alles gesehen wird und damit ausschliessend für jede andere Religion/Konfession wird, die damit zum Feindbild werden. Was wiederum zum Inhalt des eigenen absoluten Glaubens wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bonpris 25.04.2020 13:47
    Highlight Highlight Die Idee, des Absolutheitsanspruches als Merkmal einer Religion überzeugt mich. Und erschreckt, stelle ich fest, dass es viel mehr Religionen gibt, als ich bis anhin erkannte:

    Klimaretter, Kommunisten, Veganer, Rassisten, Nationalisten, Internationalisten, EU-Euphoriker, EU-Hasser, Coronahysteriker, Neoliberale, Sozialisten, Flüchtlingshelfer, Etatisten, Liberare, etc.

    Einfach jeder, der anderen das Glück aufzwingen möchte.
    • bbelser 25.04.2020 14:46
      Highlight Highlight Oops, in Logik gepennt?!
      Absolutheitsanspruch ist 1 Merkmal bestimmter Religionen. Ergo ist alles mit diesem einen Merkmal Religion?
      Partiell aber gebe ich dir recht:
      manche der heute bevorzugten ökonomischen Theorien haben schon was Sektiererisches. Bekanntlich gab es ja über 30 Jahre lang ausserhalb von Neoliberalismus und Globalisierung kein Heil. Aber das wird ja in unserer historischen Situation gerade eindrucksvoll widerlegt...
    • bonpris 25.04.2020 15:50
      Highlight Highlight @bbelser

      Doch ein Neoliberarer hätte dieselbe Antwort parat, wie sie jeder Gläubige parat hat, wenn er die aktuell unbefriedigende Situation erklärt: Es ist schlecht, weil wir zuwenig fest glauben.

      Das heisst ...

      ... im Neoliberalismus: "Wir haben zu wenig liberalisiert."

      ... im Klimaschutz: "Wir haben die CO2-Emissionen zu wenig reduziert."

      ... im Sozialismus: "Wir haben zu wenig verstaatlicht."



      Ich halte den Absolutheitsanpruch wenn auch nicht für das Einzige, so doch sicher für ein hinreichendes Merkmal eines Glaubens, bzw. einer Religion.
    • Power # Point 27.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Absolut immer recht haben, ist auch nicht zu vergessen, besonders bei den vaterländischen Patrioten, die ihr nationales Bewusstsein unter dem finanziellen Wasserhahn des Steuerzahler haben, der ihnen Kampfflugzeuge kaufen, und als Gegenzug unter der Hand die Ruag indirekt durch europäische Länder Waffenverkauf an Drittländer verkaufen, weitergeben zulässt, so dass die Käufer als die Schweizer Kunden, den Waffenverkauf an Kriegsländern, die Verantwortung abschieben können, und da der Ruag das Geld wichtiger ist, lässt es den Ruf der Schweiz kosten, auf das der Geldbeutel sich füllt.
  • Power # Point 25.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Nützt nichts so schadet es nicht, kommt nur auf die Fragestellung an, aus welcher Richtung kommt der Wind das himmlische Kind, denn der Wind weht wo er will, u. sei tolerant u. lass jeden fahren wohin es ihnen gefällt, denn nur so lernen die von uns, u. akzeptieren was wir tun, ansonsten wehren die sich, u. grenzen sich ab.

    Wenn wir von freien Glauben diskutieren, so kann man nur sinnvoll darüber sich mitteilen, wenn andern auch daselbst sich frei entscheiden mitteilen können.



  • re-spectre 25.04.2020 12:40
    Highlight Highlight ich war kürzlich auch wiedermal gast bei einem katholischen gottesdienst. bin dann relativ schnell eingedöst, aber sofort erwacht, als ich 'lamm kotletts' gehört habe. hmmm, die mag ich gerne. aber schon von weitem hat das etwas komisch ausgesehen. bin dann trotzdem angestanden, doch als ich dran war, gabs nur noch ein kleines trockenes brotstückchen. ich fühlte mich ein wenig verarscht und ging sofort raus und in die dorfbeiz, da wars schön mit echten lammkotletts und sekt. hab dann gedacht, lieber sekte als kirche. allen einen schönen sonntag!
    • Share 25.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Richtig fest im Glauben und du schmeckst das noch blutige Fleisch. Bei den Reformierten genügt ein Wort. Fantasie ist alles.
    • bbelser 25.04.2020 14:56
      Highlight Highlight Du scheinst mir einer dieser besonders souveränen Atheisten zu sein, die sich ihrer Sache nur sicher sind, solange sie andere lächerlich machen können. Diese Art missionarischen Eifers zeichnet für gewöhnlich frisch Konvertierte aus.
      Aber egal: schliesslich ist ja auch der Zusammenhang deines Kommentars mit dem Artikel nur in homöopathischer Dosis feststellbar.
    • Share 25.04.2020 16:06
      Highlight Highlight Babybel
      Wieso? Er-Species Kommentar zeichnet doch gerade aus, dass Er-Species dem Ressentiment nicht nachgibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 25.04.2020 12:30
    Highlight Highlight Rosesarered: "Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass man als Mensch alles hinterfragen muss, ob es das wirklich wirklich gibt."

    Ohne das menschliche Hinterfragen, Entdecken, Überprüfen etc., gäbe es keine Wissenschaft. Und ohne Wissenschaft gäbe es auch den Computer nicht, auf dessen Tastatur Rosesarered seine/ihre Einfälle tippen und in die Cyberwelt versenden könnte.
    • bbelser 25.04.2020 12:52
      Highlight Highlight Es gibt da so eine ganz versteckte Funktion, mittels derer man seine Antwort beim entsprechenden Kommentar geben kann statt sie zusamnenhanglos irgendwo rauszuposaunen. 😉
      Oder überschätze ich da vielleicht die Lernfähigkeit?
    • bonpris 25.04.2020 14:01
      Highlight Highlight Dumm nur, dass die Wissenschaft auf Glaubenssätzen ruht, sogenannten Axiomen.

      Wissenschaft hat den falschen Namen. Wissenschaft schafft kein Wissen. Der Kern der Wissenschaft ist der Zweifel, wie Du ganz zu recht herausstreichst. Wissenschaft schafft Zweifel. Wissenschaft sollte deshalb umbenannt werden in "Zweifelschaft".

      Leider betreiben die Wissenschafter immer weniger Zweifelschaft und verfallen dem Glauben, z. B. wenn sie von einer statistischen Korrelation auf eine Kausalität schliessen oder wenn sie Prognosen mit einem Blick in die Zukunft verwechseln.
    • gelesen 25.04.2020 14:21
      Highlight Highlight bbelser
      Es ist kein Rausposaunen, sondern eine speditive und übersichtlichere Art Kommentare auf Kommentare zu lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr Schiwago 25.04.2020 11:46
    Highlight Highlight Ach Hugo... hab deine Sektenansprachen schon fast wieder vermisst.
    • Pasionaria 25.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Puh, Schiwago, im Gegensatz zu
      Ihren Plattitūden, die von normalen Menschen (auch gläubigen.....) niemals vermisst werden.
    • Alienus 25.04.2020 22:08
      Highlight Highlight Wird Zeit; den Dr. Schiwago nach Sibirien zu senden.
    • Pasionaria 26.04.2020 01:06
      Highlight Highlight …..im momentan reicht es, ihn in's weisse Haus zu schicken.
  • Satan 25.04.2020 11:10
    Highlight Highlight Guter Kommenta, Herr Stamm.
    • Power # Point 27.04.2020 10:38
      Highlight Highlight Hug! Roter Mann, bist nun auf dem Kriegspfad, doch wir haben es gesehen, deine Späher haben dich verraten!

  • HundBasil 25.04.2020 11:04
    Highlight Highlight Bravo Herr Stamm. Sie haben recht. Der christliche Glaube ist einfach. Jeder kann das Angebot der Sündenvergebung verstehen. Sie brüsten sich als Leser von Hegel und Kant. Jeder soll erfahren, dass Sie sehr gebildet sind. Intelligent. Der Glaube an Gott setzt keine Uni voraus. Das ist doch schön. Und auch gerecht.
    • Klaus07 25.04.2020 13:13
      Highlight Highlight Interessant dabei, dass je gebildeter Menschen, desto ungläubiger.
    • HundBasil 25.04.2020 15:08
      Highlight Highlight @Klaus. Da hast du was falsch verstanden. Ich würde eher sagen: je weniger eingebildet, desto gläubiger
    • Klaus07 25.04.2020 15:20
      Highlight Highlight Zum Beispiel: Sigmund Freud, Friedrich Nietzsche, Ronald Reagan, Arthur Miller, David Hume, Peter Higgs, Stephen Hawking, Michel Foucault, Arthur C. Clarke, Rainer Rosenzweig, Günter Kehrer, Francis Crick, Marie Curie, Ernest Hemingway, Camille Saint-Saëns, Steven Soderbergh, John Malkovich, Charlie Chaplin und noch viele mehr. Oh warte. Das sind ja alles Atheisten. Agnostiker noch gar nicht mitgezählt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regas 25.04.2020 11:00
    Highlight Highlight Sehr gut! Das ist genau das was wir brauchen. Durch die Öffnung der Glaubensgemeinschaften gegenüber anderen Religionen werden die Mitglieder der Gemeinschaft zu Toleranz und vor allem zum Denken veranlasst. Diese Öffnung relativiert dann den Sinn der bisher gelebten Riten und Zeremonien. Das bewirkt das die Mitglieder zunehmend schwächer an die Glaubensvermittler gebunden werden (die Konkurrenz hat ja auch recht) und so auch weniger Probleme haben die Gemeinschaft zu verlassen. Damit schafft sich die Kirche selber ab. Gut so!
    • bonpris 25.04.2020 14:06
      Highlight Highlight Die Öffnung einer Glaubensgemeinschaft ggüb. anderen Religionen muss nicht unbedingt zu mehr Toleranz und mehr Verständnis (Denken) führen.

      Es kann auch passieren, dass die sich öffnende Religion durch eine andere Religion ersetzt wird, durchaus resultierend in weniger Toleranz und weniger Denken (Verständnis).

      Ich fürchte, es gibt nicht Gläubige, weil es Religionen gibt, sondern dass es sich umgekehrt verhält.
    • bbelser 25.04.2020 14:34
      Highlight Highlight Halte ich für "frommes" Wunschdenken, dass sich die (welche?) Kirche abschafft durch Weite und Offenheit. Was du da beschreibst, nennt sich Ökumene der Konfessionen und Religionen. Und wird in modernen Kirchgemeinden schon seit Jahrzehnten betrieben. Auch gegen den erklärten Willen der kirchlichen Obrigkeiten. Und mit dem Erfolg, beim Kennenlernen des "Anderen" auch das Eigene neu zu befragen und einordnen zu können.
    • _kokolorix 25.04.2020 18:17
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Power # Point 25.04.2020 10:42
    Highlight Highlight Himmel hoch jauchzend, so schön wie zu glauben ist, doch es ist nicht alles Gold was glänzt, denn nicht alles ist schön u. gut, drum sollte sich vorsehen u. prüfen um nicht in eine Falle treten, aus dem kein entkommen mehr gibt.

    Oft wird missionarisch gewildert auf erdenkliche hinterhältig u. schlimmer wie man sich niemals zu denken wagt, u. da soll noch an solches geglaubt werden, was es zu glauben nicht wert ist!?

    Nicht gegen den Glauben, aber gegen was es vortäuscht u. nicht ist!
    • Regas 25.04.2020 12:03
      Highlight Highlight "Nicht gegen den Glauben, aber gegen was es vortäuscht u. nicht ist!"
      Ja was ist den nicht? Jeder Glaube ist nichts weil er das vortäuscht was nicht ist! Sonst wäre es Wissen und nicht Glauben.
    • bonpris 25.04.2020 14:15
      Highlight Highlight @Regas

      Glaube und Wissen unterscheiden sich nicht wesentlich.

      Beide sind zweifelsfreie Überzeugungen zu einem Sacherverhalt.

      Beide werden durch Erkenntnis geboren.

      Nur das Ausgangsmaterial hat eine andere Mischung. Wissen hat einen höheren Anteil an allgemein reproduzierbaren Beobachtungen und einen kleineren Anteil an Fantasie, alias Einbildungskraft.

      Aber eine strenge Trennlinie gibt es nicht. Fast alles was ihr zu wisssen meint, das glaubt ihr eigentlich nur. Nämlich alles, was ihr nicht selbst beobachtet und nachgewiesen habt, z. B. das Ozonloch.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.04.2020 14:59
      Highlight Highlight Ja bonbris...das sagt mein Flacherdler Kollege der nicht an die Mondlandung glaubt auch immer wieder und meint es zu wissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bbelser 25.04.2020 10:05
    Highlight Highlight Danke für einen differenzierten Ansatz in diesem Blog, lieber Hugo Stamm. Da kann ich mitgehen. Der Absolutheitsanspruch ist wohl eines der deutlichsten Zeichen von Schwäche (auch und gerade in meiner eigenen kirchlichen "Heimat", dem Katholischen) und leider oftmals das Ende von fruchtbarer Auseinandersetzung. Wer genau weiss, was die Wahrheit ist und diese dogmatisiert verkündet , kann am Ende jeden Stuss rauslassen und findet trotzdem begeisterte Zustimmung, solange er genug polarisiert und Sündenböcke schafft (siehe Trump etc.). Wir Menschen verdienen und vertragen aber sehr viel mehr.
    • Michael Bamberger 25.04.2020 14:37
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Power # Point 26.04.2020 01:00
      Highlight Highlight Wem darf man noch glauben, denn was ist Wahrheit, und was ist Irrglaube!? Ich nehme an die sich verirren u. jeden Mist glauben, den ihnen aufgetischt wird, (dass es einen guten Wein ist.)
      ... * Nur Im übertragenen Sinn!
    • Power # Point 26.04.2020 01:25
      Highlight Highlight Bb.seher, nun komm mal auf den Punkt, denn aus welchen Doktrin da angesprochen ist, da müsst ihr euch nicht immer recht geben, denn hellsehen sagt nicht immer die Wahrheit, sondern auch mal die Büchse der Pandora, u. das gibt nicht ewige Jugend, sondern verdirbt, wie ein schlechtgelagerten Wein. Darum nicht immer alles blindglauben, sondern zuerst prüfen!
  • Spooky 25.04.2020 09:57
    Highlight Highlight "Vor den Menschen, vor ihnen allein muss man Angst haben, immer." (Louis-Ferdinand Céline)
    • pamayer 25.04.2020 10:54
      Highlight Highlight Hi, Spooky. 👏🏼
    • Spooky 25.04.2020 19:22
      Highlight Highlight Hi, pamayer. 😃
    • Power # Point 26.04.2020 01:46
      Highlight Highlight Was knistert da im Gebüsch, denn wie unheimlich ist da was hier kommt!?

      Natürlich ich, wer den sonst, habt ihr alle Angst davor, das einer einmal nicht Recht bekommt, ... oder was!?

      Denn der Glaube steht frei, denn ich bin gebannt gespannt was kommen mag!

      Wow habe ich doch vielleicht doch nicht recht, oder doch!? Dann nur wer es glauben mag!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 25.04.2020 09:55
    Highlight Highlight "Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz."

    Aleister Crowley
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.04.2020 11:04
      Highlight Highlight Crowley, auch so ein Sektenführer. Natürlich galt diese Maxime wie bei Sektenführern üblich in erster Linie für die Mitglieder des 11. Grades.
    • bbelser 25.04.2020 11:20
      Highlight Highlight Ist das wirklich von Crowley und nicht aus dem Born der Weisheiten des Donald Trump? Hat doch in seiner banalen Flachheit und Irrelevanz viel von Donalds Virenbekämpfung mittels Desinfektionsmittel und Laserschwert.
    • Satan 25.04.2020 12:44
      Highlight Highlight @bbelser
      Mit diesem Gesetz verhält es sich gleich, wie mit anderen Glaubenssätzen. In ihrer Aussprache einfach, aber es gehört einiges mehr dazu als nur diesen Satz stoisch in die Tat um zu setzen. Es geht darum zuerst herauszufinden was man will und nicht darum das zu machen zu dem man das Bedürfnis hat. Beispiel: Der Nachbar nervt, man möchte ihn zum Schweigen bringen. Man könnte jetzt natürlich den einfachen Weg gehen und ihm den Schädel einschlagen, dann hat man ruhe. Aber dafür kann man ins Gefängnis kommen. Will man das wirklich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 25.04.2020 09:52
    Highlight Highlight "Jede Religion hat ihre Wahrheit, und jede Wahrheit hat ihre Religion." (Ramakrishna)
    • Power # Point 27.04.2020 20:12
      Highlight Highlight Spooky, was ist Wahrheit??

      Denn Wahrheit kann zugleich auch Lüge sein, denn das ist wahr das es gelogen ist, u. dazu noch zu schön um wahr zu sein, - nicht wahr, so das ist alles wahr, denn wer ist wirklich die Wahrheit, das gelesene oder der es sich in diesem Text sich verliest!?
    • Spooky 27.04.2020 21:45
      Highlight Highlight Power # Point

      Wahrheiten sind extrem raffinierte Illusionen.
    • Spooky 27.04.2020 21:48
      Highlight Highlight Power # Point

      Genauer: Wahrheiten sind extrem raffinierte Täuschungen.

      Und die raffinierteste Täuschung
      ist die Erleuchtung.
  • Share 25.04.2020 09:46
    Highlight Highlight Ich habe da noch ein Echo im Ohr: Virtual Insanity. Wie wäre es mit ein bisschen Realität?
    Wer dem Geringsten hilft, hilft mir. Das ist Haltung. Eine Haltung die nicht nach Wahrheit fragt, sondern Religion lebt. Glaube wurzelt in der Spiritualität. Damit hat es sich mit dem Wahrheitsanspruch, dessen Gehalt die Macht definiert. Die Trennung von Recht und Religion ist ein Markstein unserer Zeit. Der Erneuerung wegen, die da mit dem Saul angedeutet wird. Gerade eben die Christlichen, die sich in der Demokratie bewegen, sind angehalten diese zu übernehmen.
    • Share 25.04.2020 10:35
      Highlight Highlight Die Anerkennung im Sein, die gerne mit der Würde des Menschen arbeitet, ich meine der ganzen Schöpfung, die aber Menschenrechte meint. Nur, der Vergleich der Wege des Glaubens und die Frage nach Legitimität zeigt der versteckte Machtanspruch und somit die Rückwärtsbewegung auf.

      Die Christliche Religion ist auch die Religion der Sara. Eine Lehrparabel zur Inzucht. Wiederum zeigt sich im modernen Glauben der Widerspruch mit der antiken Möglichkeit der Leihmutterschaft durch die Magd.
    • Alienus 25.04.2020 13:39
      Highlight Highlight Share

      ???
    • Share 25.04.2020 15:55
      Highlight Highlight Alienus

      } {
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 25.04.2020 09:45
    Highlight Highlight Steckt nicht fast jede auch nicht-religiöse Gemeinschaft in der Sektenfalle?

    Bsp: SVP

    Punkt 1 von 8: Eine Führungspersönlichkeit, deren Aussagen nicht hinterfragbar sind und der allfällige Verehrung zukommt.

    —> Christoph Blocher 😁

    Es würde mich nicht wundern, wenn im Fischental hinten einige am Abend im Bett heimlich zu ihm beten..😉
    • Power # Point 25.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Gehänselt wird ganz vorbildlich aber wie, müssen wir es ihnen gleich tun, oder dazu noch zu ermuntern es nachzuahmen, denn dem sei abzuraten, u. machen es ihnen besser, mit verständigen Äusserungen, per Twitter u. anderweitig einfach überall.
    • Adrian Ochsner 25.04.2020 17:36
      Highlight Highlight Oje, man kann ja anders wählen. Aber billiges SVP bashing ist zum <Gähnen
    • Prometheuspur 25.04.2020 20:46
      Highlight Highlight Oh kostenintensives SVP bashing ist so sehr schön, übrigens auch billiges  ;)
      Könnte meinen die SVP würde etwas anderes tun (wenn sie überhaupt was tun) als unentwegt billig hetzten und destruktives Zeug in der Gegend umher lallen.
      Und klar gibt es diese abendlichen "Chrisdoof Anbeter" @bullygoal45, sind die Zeugen Blochers. Erwähnte ich glaub schonmal aber egal, kann nicht oft genug wiederholt werden 😋
    Weitere Antworten anzeigen
  • Orfeo 25.04.2020 09:44
    Highlight Highlight [Eine weitere Kurx(!): Ein religiöser Glaube muss möglichst massentauglich sein. Man kann den Gläubigen keine religiösen Konzepte präsentieren, die hochkomplexe theologische Abhandlungen enthalten.]
    Wie der Sektenblog des Hugo Stamm; an Einfachheit wirklich nicht zu überbieten...
    [Wer schon einmal versucht hat, Werke von Kant oder Hegel zu verstehen...] 🤣🤣🤣
    • bbelser 25.04.2020 11:11
      Highlight Highlight Da habe ich auch etwas gestutzt. Dass hier die Lektüre von Kant und Hegel mit der von Sektenkonzepten verglichen wird statt mit der Auseinandersetzung mit den Werken von Karl Rahner, Eugen Drewermann, Edward Schillebeeckx oder Dietrich Bonhoeffer etc., ist ein wenig unredlich. Es gibt ja sehr wohl eine Auseinandersetzung von Theolog*innen auf der Höhe der Zeit von Philosophie und Naturwissenschaften. Diese auszublenden dient allenfalls der Polarisierung, sicher nicht differenzierter Diskussion.
  • Spooky 25.04.2020 09:43
    Highlight Highlight "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." (Matthäus 24:35)
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.04.2020 11:06
      Highlight Highlight Tri tra trullala
      (Chasperli immer wieder)
    • Power # Point 26.04.2020 09:35
      Highlight Highlight Spooky, "meine Worte werden nicht vergehen," denn was gesagt ist das ist gesagt, u. das habe ich am Biertisch dem Alois auch gesagt, u. wir sitzen im wieder dort, u. trinken unser Mass Bier!
    • Spooky 27.04.2020 08:54
      Highlight Highlight @Power

      Prost! 🍺🍻
  • Power # Point 25.04.2020 09:31
    Highlight Highlight H. Stamm hat recht, das Toleranz entwaffnen kann, u. wo kein Wiedersand ist, es auch keine Angriffsfläche gibt, das man nichts negatives gegen seine Glaubensfreiheit findet, was ihnen von aussen her eingeredet wird, denn von da aus kann man sich einen freien Glauben schaffen, ohne das man angst hat, an was zu glauben was andere nicht verstehen, doch eines ist vorbehalten, denn ich glaube an mich selbst, denn das ist auch wichtig fürs Leben, dass man das nicht verliert, u. den Mut nicht verliert, dem zum Trotz immer wieder neues zu schaffen, denn nur so kommt man vorwärts, zu einem erfüllten Leben.
  • dorfne 25.04.2020 09:17
    Highlight Highlight Was Herr Stamm, wie die meisten Atheisten und Agnostiker partout nicht einsehen will: die Fähigkeit zu glauben ist ein Geschenk, das auch Herrn Stamm immer wieder angeboten wird. Einfach nein dazu sagen und fertig. Wir brauchen auch keine "Götter zum Anfassen". Gott ist Geistkraft.
    "Stellt Eure Frequenz auf Gott ein," sagte einst Papst Benedict. Dann ist er bei uns, füge ich hinzu. Im übrigen muss ich Herrn Stamm recht geben. Es wird nach wie vor unglaublich viel Schindluder getrieben mit Glauben und Religion.


    • Power # Point 25.04.2020 09:53
      Highlight Highlight dorfne, für mich ist dieser Second-Papst nichts_bedeutend, > auf den habe ich keinen Bock, u. nichts auf dem Hut, auch nicht für einen der eine falsche Frequenz hat, die nichts erbauendes hat, sondern nur sich egoistischen Wünschen.

      Wen den andern nicht sieht, sondern nur sich selbst, hat den Kampf bereits verloren, den zu besiegen galt, u. so erreicht man nicht, streitet um etwas, was es sich nicht lohnt überhaupt je daran zu glauben, denn aus dem kommt keine Kraft, sondern nur Zerwürfnis.
    • amRhein 25.04.2020 10:49
      Highlight Highlight „die Fähigkeit zu glauben ist ein Geschenk“

      In etwas vertrauen, sein ganzes Leben danach ausrichten, obwohl es dafür keinen einzigen Hinweis seit Menschengedenken gibt, ist ein Geschenk? Was ist vorteilhaft daran?
    • Power # Point 25.04.2020 11:08
      Highlight Highlight häxxebäse, wenn vorzüglich vor allen christlichen Kirchen nichts mehr in falschen Händen abgezockt wird, könnten vielen Menschen in Not geholfen werden, die unsere Hilfe nötig haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leroy Jethro Gibbs 25.04.2020 09:05
    Highlight Highlight Momentan ist aber, entgegen der These von Hugo Stamm, sehr schön zu beobachten, wie die Reformierten Landeskirchen in der Schweiz, die häufig diesen Absolutheitsanspruch abgegeben haben, ihre Teilnehmer verlieren. Ihre Kirchenbänke bleiben leer, hingegen wachsen die Freikirchen, die diesen Anspruch vehement vertreten, weiter. Woran könnte das liegen? Will der Mensch womöglich wissen woran er ist und nicht eine aufgeweichte Version mitbekommen? Die Karawane zieht meines Erachtens dort weiter, wo die Menschen nicht wissen, woran sie genau sind.
    • Maracuja 25.04.2020 09:21
      Highlight Highlight @Leroy Jethro Gibbs: Ihre Kirchenbänke bleiben leer, hingegen wachsen die Freikirchen

      Wenn ich richtig informiert bin, wachsen hier in der Schweiz gewisse Freikirchen auf Kosten anderer Freikirchen und nicht auf Kosten der Reformierten. Den Reformierten sterben die Mitglieder weg bzw. verabschieden sich in die Glaubensfreiheit. In Afrika und Lateinamerika wachsen evangelikale Kirche hingegen tatsächlich auf Kosten traditioneller Kirchen.
    • Ro Viking Ger 25.04.2020 14:00
      Highlight Highlight Ob sie es dann in Freikirchen wissen, woran sie wirklich sind... ist zu bezweifeln..aber es beruhigt, zumindest eine Zeitlang, die unterschwellige Angst vor dem Tod zu unterdrücken. Um diese Beruhigung weiterhin für sich selbst aufrecht zu erhalten, wird der Absolutheitsanspruch missionarisch zelebriert. Zu sehen hauptsächlich bei monotheistisch geprägten Gruppierungen.
    • TheRealSnakePlissken 25.04.2020 14:35
      Highlight Highlight Das Wachstum der Freikirchen findet auf einem niedrigem Niveau statt. Freikirchen wachsen z. T. auf Kosten anderer Freikirchen. Die ICF mag in Zürich Zulauf haben, die Zürcher Baptisten, Taufgesinnten, Methodisten, Chrischona, Neuapostolen etc. schrumpfen nicht weniger als die Reformierten und die römischen Katholiken. - Kürzlich hat eine von der evangelikal orientierten Schweizer Evangelischen Allianz in Auftrag gegebenen Umfrage zu Tage gefördert, dass selbst unter Freikirchlern die Auferstehung Jesu mehrheitlich symbolisch verstanden wird. Das wäre vor Jahrzehnten noch undenkbar gewesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 25.04.2020 08:53
    Highlight Highlight Alle diese grundlegenden Gedanken zum Thema "Religion und Sekten" stimmen zweifellos.
    Aber nun kommt die Realität ins Spiel:
    Was ist, wenn die Realität eines Kampfes um knappe Ressourcen und Territorien eine solche mafiose Gruppenbildung unausweichlich macht?
    Dann MÜSSEN die Menschen sich in Stämmen, Gangs und Königreichen, die ja allesamt Sekten sind, organisieren!
    Ein Filipino drückte dieses Dilemma zwischen realen Notwendigkeiten und intellektuellem Durchschauen so aus:
    "We know the NPA! They are like us! But we can't embrace them, because they are communist, and we are christians..."
    • rodolofo 25.04.2020 11:31
      Highlight Highlight @ häxxebäse
      Den Vatikan und die Mafia gäbe es nicht, wenn sie nur abgrundtief böse wären, was sie AUCH sind.
      Also, was sind die schönen und verführerischen Seiten dieser beiden Institutionen?
      Besonders ins Auge stechen natürlich die architektonisch-bildhauerischen Meisterleistungen, die prunkvollen Tempel, Villen und Paläste, von denen der Petersdom die grössten Touristenmassen anzuziehen vermag.
      Und bei den Mafiosi sind es dann eben die superschnellen Ferrari und Lamborghini, oder Markenkleider von Versace und Gucci, die sie als besonders potent und begehrenswert erscheinen lassen...
  • Rosesarered 25.04.2020 08:36
    Highlight Highlight Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass man als Mensch alles hinterfragen muss, ob es das wirklich wirklich gibt.
    Es hat doch bestimmt schon jeder einmal gespürt, dass da jemand bei dir ist. Und spätestens in einer verzweifelten, aussichtsloser Situation betet man doch automatisch oder nicht..? ( zu was auch immer, einfach an eine höhere Macht)
    Ich persönlich bin sehr froh, dass ich an Gott glauben kann. Ohne Verpflichtungen, ohne Druck. Einfach aus dem Herz hinaus. Und das tut gut 😊!
    • rodolofo 25.04.2020 08:54
      Highlight Highlight Du hast einen imaginären Begleiter?
      Dann solltest Du mit einem Psychiater Kontakt aufnehmen.
    • Power # Point 25.04.2020 08:57
      Highlight Highlight Roses habe nichts gegen ihren persönlichen auszusetzen, solange es von andern nicht fremdbestimmt ausgenutzt wird, um sie zu gängeln, das zu machen, was sie sonst nicht u. niemals tun würden.
    • dorfne 25.04.2020 09:18
      Highlight Highlight So soll glauben gelebt werden. Allein und in der Gemeinschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smeyers 25.04.2020 08:36
    Highlight Highlight Wenn Religion richtig gelebt wird, ist Sie eine gute Lebensschule. Es kommt darauf an was man daraus macht. Wie bei allem im Leben.

    Und religiöse Probleme gibt es vor allem durch Machtmissbrauch und Manipulation.
    • Power # Point 26.04.2020 09:46
      Highlight Highlight Smeymers, darf ich ein Häkchen machen für gutgemacht!?

      Eigentlich will ich stets das allen begreiflich zu machen, doch niemand begreift das, dass auch fertigen unsinniges schreiben die Welt nicht besser macht, sondern so bleibt wie es ist.
  • Power # Point 25.04.2020 08:18
    Highlight Highlight Den engstirnigen voreingenommenen Glauben, ist ein Kind religiöser Sturheit, an das es zu glauben verlangt wird, u. deshalb nicht eingehalten werden kann, weil es über die Grenzen hinaus alles verlangt, was das Fass zum überlaufen bringt, u. zu sektiererischen Auswüchsen führt.
    Benutzer Bild
    • Power # Point 25.04.2020 08:50
      Highlight Highlight Wenn nicht das eingehalten wird, was verlangt wird, so gibt es eine geistliche Züchtigung im Herrn, dessen gedemütigten Herzens, in wieder dazu bringt, den richtigen Weg zu gehen, den einigen richtigen in den Himmel!' Quo Vadis

      Eigentlich sehr erdrückend, wenn man gelenkt wird, u. sich nicht mehr frei entscheiden kann, was richtig u. falsch ist, sondern fremdbestimmend geführt wird, denn das ist kein freier Glaube, um den geworben wird, sondern gegensätzlich.
    • rodolofo 25.04.2020 08:56
      Highlight Highlight Du wirkst auf mich wie ein Missionar...
    • Power # Point 25.04.2020 10:23
      Highlight Highlight rodolofo, als Aussteiger weiss ich von was ich schreibe, u. was ich erfahren habe, wie oberflächlich Schaumastern u. betrogen wird, mit schönredenden Lügen, wie der Glauben schön sein sollte, wenn es ihn nur geben würde, aber so nur Zuckerwatte bleibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 25.04.2020 08:04
    Highlight Highlight Ich bin zwar Atheist, aber ich habe durch gute Literatur Zugang zu den Mythen gefunden (allerdings nicht die christlichen). Ich würde mir wünschen, dass diese Mythen wieder mehr gepflegt werden, allerdings logischerweise mit dem Wissen, dass diese keine Wahrheit erzählen und keine Regeln definieren. Würden die Religionen auf ihre Zwänge verzichten, würden wohl wieder mehr Menschen Zugang dazu finden und die Religion könnte auch wieder einen kulturellen und gesellschaftlichen Nutzen erbringen. Das wird aber sowieso nicht passieren, weshalb die Welt stets an Poesie verlieren wird.
    • bbelser 25.04.2020 09:51
      Highlight Highlight Ich bin zwar Glaubenssuchender mit katholischer Sozialisation, bin aber mit deinem Kommentar völlig einverstanden. Für mich sind die Zwänge auch meiner eigenen Herkunftsreligion ein Ausdruck der Schwäche, geboren meist aus einem verfehlten Konkurrenzdenken. Eine Neu-Mythologisierung täte uns sicher gut (auch eine christliche), denn Mythen, Märchen, Symbole sagen wie Kunst, Literatur, Dichtung, Theater etc. meist etwas über eine psychologische "Wahrheit" des Menschen, das sich naturwissenschaftlich nicht erfassen lässt. Und ich denke, die Sehnsucht danach wächst.

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