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Geistliche und Theologen geraten in Erklärungsnot, wenn sie zu Satan und seiner Hölle befragt werden. Bild: Shutterstock

Zum Teufel mit der Hölle!

Liberale Pfarrer sind keine Freunde Luzifers, aus der Bibel verbannen können sie den Höllenfürsten aber nicht.



Kindern, die an den lieben Gott, ihren Helden Jesus und die beschützenden Engel glauben, gibt man die Bibel besser nicht in die Hand. Das Buch der Bücher ist nämlich harte Kost für junge Menschen, die das Böse in der Welt noch nicht erfahren haben.

Die Bibel ist nämlich voll von Gewalt- und Gräueltaten. Vor allem das Alte Testament strotzt davon und enthält mehrere hundert Gewaltaufrufe und Horrorszenen.

Harte Kost für Kinder und Gläubige

Harte Kost sind auch Satan und Hölle. Der Teufel agiert ausserhalb von Gottes Kontrollbereich. Er regiert als Herr über sein eigenes, dunkles Reich. Er ist der Höllenfürst und Luzifer. Wer seinen Versuchungen erliegt, sich schwer versündigt und ihm in die Hände fällt, landet in der ewigen Verdammnis.

Geistliche und Theologen geraten in Erklärungsnot, wenn sie zu Satan und seiner Hölle befragt werden. Diese archaischen Instanzen passen schlecht zum modernen Weltbild und zu pädagogischen Konzepten, die nicht auf Rache und Sühne aufbauen, sondern auf Vergebung und Unterstützung.

In ihrem Dilemma erklären mir Pfarrer immer wieder, sie würden nie über Satan und die Hölle predigen oder sie im Religionsunterricht erwähnen. Es sei nicht im Sinn des Evangeliums, den Gläubigen zu drohen und ihnen Angst mit der Hölle zu machen. Für sie zählten vor allem die frohen Botschaften im Neuen Testament.

Verbannen können sie aber Satan und Hölle auch nicht aus ihrem theologischen Gewissen, denn beide sind integraler Bestandteil der Bibel. Die katholische Kirche hält auch treu zu Satan, heisst es doch im Katechismus: «In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluss für immer von ihm getrennt zu bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschliessung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen nennt man ‹Hölle›.»

Matthäus: «Ihr Schlangen und Otterngezücht! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?»

Die gewundene Formulierung zeigt, dass es den Verfassern nicht leicht gefallen ist, die Hölle zu beschreiben. Im Vergleich zu biblischen Aussagen, in der von ewiger Verdammnis und Qualen die Rede ist, fällt die Beschreibung sanft aus. 

In Matthäus 23,33 heisst es: «Ihr Schlangen und Otterngezücht! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?» Und in Markus 9,43 lesen wir: «So dich aber deine Hand ärgert, so haue sie ab! Es ist dir besser, dass du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn dass du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer.»

Liberale Theologen interpretieren die biblischen Aussagen so: Sünder würden nicht ewige Höllenqualen erleiden, sondern den zweiten und endgültigen Tod im ewigen Höllenfeuer. 

Das Ausklammern oder die Verharmlosung der Hölle ist löblich, aber inkonsequent. Satan und Hölle bleiben zentrale Aspekte der christlichen Heilslehre, die nicht weglassen oder beliebig modifiziert werden können.

Der Höllenfürst kommt durch die Hintertür auf die Bühne zurück

Ausserdem schleicht sich der Höllenfürst wieder durch die Hintertür auf die Bühne, wenn die Geistlichen das Jüngste Gericht thematisieren. Der Jüngste Tag, an dem Gott über die Menschen richtet, kann nicht von der Bibel abgespalten werden, denn das ganze transzendentale Konzept läuft auf dieses Ereignis hinaus. Es ist der moralische Kern: Wer gottesfürchtig und einigermassen sündenfrei gelebt hat, wird erlöst. Wer hingegen eine Todsünde begangen hat, wird verdammt, wie in den Evangelien festgehalten ist.

Matthäus formuliert es unzweideutig: «Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!»

Der «smarte Teufel» oder «Hölle light»?

Aus diesem Teufelskreis kommen selbst die liberalen Theologen nicht heraus. Sie können sich auch nicht in die gern bemühte Argumentation retten, diese Aussagen seien bildhaft oder als Gleichnis zu verstehen. Die Idee von der Hölle und der ewigen Verdammnis lässt sich beim besten Willen nicht metaphorisch verstehen. Der «smarte Teufel» oder «Hölle light» – das funktioniert nicht.

Es scheint, als seien Satan und Hölle göttliche Fehlkonstrukte. Oder sind sie etwa in Hinweis darauf, dass die Bibel nicht von Gott inspiriert ist? Für diese These spricht der Umstand, dass die Idee von Satan und Hölle viel älter ist als die Bibel und das Urchristentum: Sie trieb ihr Unwesen schon in früheren Heilslehren und Religionen.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Der Teufel jagte sie alle! «El Diablo» ist der berühmteste Fan der Tour de France

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195Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • felixJongleur 09.07.2017 18:56
    Highlight Highlight *sing* "Dr Tiifel isch gschtorbu, Grossmüetter läbt nu. schi het drum zum Früestuck scho s'Zweierli gnu (...)"
    13 0 Melden
  • vera.vox 09.07.2017 14:43
    Highlight Highlight Himmel ohne Hölle!

    Christliche Kinder entbehren viel Seligkeit, weil ihnen nur Licht gezeigt wird und Aufklärung über die Finsternis fehlt. Satan kann die Unwissenden umso leichter in sein Netz ziehen und ihnen später jede Annehmlichkeit mit tausend Qualen der Hölle vergüten.

    Nur weil sich liberale Theologen genieren über Satan aufzuklären. Die Angst ein kleiner Atheist könnte beim Stichwort Teufel ein ironisches Lächeln aufsetzten; hat Satan ins Theologen Herz gepflanzt.

    Diese Theologen haben folgendes vergessen:

    "Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheissungen."
    11 37 Melden
    • Don Sziggy 09.07.2017 17:50
      Highlight Highlight Nicht schon wieder, da wird einem ja schlecht…. ich glaube ich muss kotzen.
      37 5 Melden
    • vera.vox 11.07.2017 23:43
      Highlight Highlight Don Sziggy

      "..... ich glaube ich muss kotzen"

      glauben beginnt oft mit Krankheit.

      Beim Jesus, den Paulus predigt, könnte Brechreiz ein Zeichen sein, dass der Herr dir etwas sagen möchte. In solchen Momenten der Schwäche kannst du Gott ganz tief und neu erleben, du bist für den wahren Glauben sensibler.

      Falls du wirklich durch den Glauben zum Erbrechen gekommen bist; ist vielleicht auch ein Dämon entwichen; so ist das Reich Gottes zu dir gekommen.




      Bild: Jesus beim Teufel austreiben.
      User Image
      1 11 Melden
    • Share 12.07.2017 11:18
      Highlight Highlight @falscher fuchs
      Wo hast du denn abgeschrieben?
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 09.07.2017 10:12
    Highlight Highlight Wer kommt in die Hölle?

    Der Katechismus der Katholischen Kirche beantwortet diese Frage unmissverständlich:

    «Die Lehre der Kirche sagt, dass es eine Hölle gibt und dass sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, das ewige Feuer.» (Artikel 1035).

    Was die Todsünden anbelangt, definiert der Katechismus diese im Artikel 1866 wie folgt:

    «Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Trägheit oder Überdruss.»

    Wer soll da ungeschoren davonkommen?
    25 2 Melden
    • Share 09.07.2017 11:18
      Highlight Highlight Gebe ich zu, eine unmögliche Art den Umstand zu beschreiben, doch bitte den Verstand zu benutzen. Da wir bitte auch ganzheitlich leben wollen, ist es tatsächlich eine Herausforderung fehlerlos durch das Leben zu kommen. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Mensch reflexionsfähig ist und dies vielleicht im unpassendsten Moment einsetzt. Als aktuelles Beispiel lassen sich die Geschehnisse vom Bosporus bis zur Hanse anführen. Der March to Istanbul musste der Hölle in Hamburg weichen. Schade.
      2 8 Melden
  • Share 08.07.2017 21:28
    Highlight Highlight Von den Tollkirschen und dem Delirium.

    In diesem Verständnis sind Technologien rettende Prothesen. Auf höherem evolutionären Niveau gleichen sie das Instinktdefizit des Menschen aus und bewahren die taumelnde Schöpfung vor dem Absturz ins tellurische Nichts.

    https://de.wiktionary.org/wiki/tellurisch
    3 1 Melden
  • Helona 08.07.2017 20:38
    Highlight Highlight Anno Dimini 2017, Kleinstadt Mittelland. Ein netter, gutaussehender Herr verschenkt Rosenkränze. Danke, kein Bedarf. Es folgt Überzeugungsarbeit. Sorry, Bibel kann ich auch. Also muss gröbere Geschütz her. Jetzt wirds höllisch. OK, ich liebe die Wärme. Jetzt legt der Gutaussehende richtig los! Ich werde es schon noch erleben, wenn ich dann mal sterbe (ähm)! Ein Bild der Hölle, bei dem Bosch neidisch geworden wäre. Ob er das wirklich glaube- ein überzeugtes ja. Von welcher Sekte? Katholisch. Landeskirche, also. Wie, zum Teufel, kann man solche Zeitreisende in ihre Epoche zurückschicken?
    36 7 Melden
    • Agnos ~ 20.07.2017 04:37
      Highlight Highlight Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht!? Matthäus 7.3

      Seelen aufweichen mitunter im Gespräch über den Kummer zu sprechen, dann den Teufel an die Wand mahlen, für Dinge die niemanden zuzuschreiben ist noch kann, um ihn von den Bösen, der Familie, den Schulkollegen, und an den Mitarbeiter zu trennen, ja sogar sich von der Anstellung zu trennen. Dann kommt der Tod und der Teufel und die Forderungen: Wenn du das nicht tust, dein 10ten Beitrag zu zahlen, dem Predigers Eingabe des Hlg. Geist; dann kommst in die Hölle.
      0 0 Melden
  • Alienus 08.07.2017 20:30
    Highlight Highlight Anmerkung zum Nattern- und Otterngezücht.

    M. Luther ist offensichtlich ein kleiner Missgriff bei der Translation der niederdt. (norddt., niederl., engl.) „adder“ für Schlangen passend zum obertdt. (süddt.) Begriff „Natter“ unterlaufen!

    Goth. „nadrs“, altnord. „naðr“.

    Also nix da mit „Ottern“. Denn „Die Otter“ ist Wassermarder. „Der Otter“ ist die Schlange, z.B. die Kreuzotte, wie bei „Blackadder“ (siehe Wiki).

    Scheint eine sprachl. Verschiebung von a und o gewesen zu sein. Meint Schlangen, Ratten und Stecher.

    Natter hat sprachl. Ursprung mit Nadel uäm.. Also zwei Namen für ein Ding.
    12 6 Melden
    • Eine_win_ig 08.07.2017 21:54
      Highlight Highlight Danke für die Erklärung. Ich wusste vor dieser gar nicht, dass mich diese Artikelstelle hätte interessieren sollen. Zeigt mal wieder, dass Sprachwissenschaften halt eben doch geil sind :)
      11 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 08.07.2017 21:57
      Highlight Highlight Hö?
      Die Otter ist eine Schlange.
      Der Otter ist ein Wassermarder (welcher mich beinahe einmal gebissen hätte und ich einer Jacke verlustig ging (im Zoli)) Ich bin mir also sicher, dass es der Otter heisst.

      Ottern sind meist giftig, Nattern nicht.
      Ich weiss jetzt nicht wo da Luther ein Floh gebissen haben sollte?
      6 5 Melden
    • Alienus 08.07.2017 23:24
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf

      Öh!

      Wir sind mit M. Luther doch im 16. JH. und der Erklärung um 1773 / 1820.

      Da muss einfach die Birne nen Sprung machen wie so ne Otter.

      Bei D.J.D. Kruenitz 1773:

      1. Otter, die, ein Nahme der kleinen sehr giftigen Schlangen, deren Biß vor andern sehr schädlich ist. Gewöhnlicher nennt man sie aber Natter…

      2. Otter, der oder die Otter, ein vierfüßiges Thier mit verbundenen Schwimmzehen, … und das von Fischen lebt…
      3 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hades69 08.07.2017 20:22
    Highlight Highlight Läuft alles nach Plan. -Lucifer
    13 1 Melden
  • Roland Ibanez 08.07.2017 20:05
    Highlight Highlight Wer nie etwas Böses tut, sich für andere Menschen einsetzt, Frieden stiftet, aber nicht an "Gott" glaubt, wandert nach dem Tod in die Hölle.
    Ein Massenmörder, der kurz vor seinem Tod ehrlich bereut, kommt in den Himmel.
    Sorry, bin ich der Einzige, der das pervers findet?
    46 5 Melden
    • Don Sziggy 08.07.2017 20:52
      Highlight Highlight Nein, sicher nicht.
      26 2 Melden
    • Naughtious Maximus 08.07.2017 20:55
      Highlight Highlight Gehorche dem jüdischen Rabbi Jesus und seinem Vater (Yahweh, hebr. yhwh) oder du bist verdammt in alle Ewigkeit.
      Oder anders ausgedrückt: sei mein Sklave, du Wicht.
      17 7 Melden
    • Michael Mettler 08.07.2017 21:02
      Highlight Highlight Nein, deine Beschreibung ist wirklich pervers. Und zutief menschlich gedacht.
      8 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 08.07.2017 19:38
    Highlight Highlight Ich vermute mal, dass das Erkennen von Gegensätzen in die Mythologien eingeflossen ist, hell / dunkel, warm / kalt usw. Daraus ergab sich gut / böse. Die Menschen erkannten aber auch das "sowohl-als -auch" Ereignisse wie z.B. das Feuer (Wärme und Verbrennung) und Regen (Bewässerung und Überflutung) nutzen oder schaden (gut / böse) konnten.
    Der konsequente Glaube, gepaart mit bildlicher Fantasie, schaffte zwei Extremgegensätze wie Himmel und Hölle.

    Sogar in der Physik sucht man Antimaterie und schwarze Energie (nicht die von Hamburg ;p).
    2 2 Melden
  • rodolofo 08.07.2017 18:01
    Highlight Highlight ...
    Dieses gärtnerische "sich abmühen und abplagen" brachte uns auf der einen Seite Wohlstand und auf der anderen Seite Mühsal.
    Dieser ständige Kampf und Krampf der Ackerbaukulturen wurde gleichnishaft mit der "Vertreibung aus dem Paradies der Sammler und Jäger des Dschungels" beschrieben.
    Der Dschungel wiederum wird sowohl als "Paradies der Vielfalt und Fruchtbarkeit" als auch als "Grüne Hölle" mit Giftschlangen und Raubtieren erlebt.
    Was ich damit sagen will:
    Der Teufel ist die Rückseite vom lieben Gott.
    Beide sind ein und dasselbe!
    Und dank ihrer Gegensätzlichkeit schliesst sich der Kreis.
    4 7 Melden
    • felixJongleur 09.07.2017 18:36
      Highlight Highlight Schön beschrieben!
      2 1 Melden
  • rodolofo 08.07.2017 17:54
    Highlight Highlight Das Konzept vom "lieben Gott", dem ein "böser Teufel" ins Konzept pfuscht, ist eng verbunden mit der Ackerbau-Kultur, die erfolgreich die Erträge erhöhte, indem sie Kulturpflanzen und Haustiere züchtete und pflegte, während sie gleichzeitig unerwünschte "Unkräuter" aus den Kulturen raushackt und tierische Mitesser als "Schädlinge" zu verdrängen und auszurotten versucht.
    Dieses "gespaltene Verhalten" wurde auch in der geistigen Welt angewendet. Ideologien bestimmten fortan, welche Gedanken erlaubt waren und welche nicht.
    ...
    6 7 Melden
    • Naughtious Maximus 08.07.2017 18:48
      Highlight Highlight Die Idee, dass die Natur böse ist und unterdrückt und untertan gemacht werden muss durch den Menschen, ist ebenso christlich.
      Aus den Urwäldern Europas wurden brachliegende oder wüstenähnliche Gebiete.
      Die Ideologie aus der Wüste brachte die Wüste nach Europa.
      Wilde Tiere wurden ausgerottet oder auf bestialische Weise in öffentlichen Ritualen (Bären zB) zur Schau für die Bevölkerung, gequält und getötet.

      Die christliche Missionierung ist eine genozidale, menschenverachtende Wüsten-Ideologie.

      Das Christentum sei in irgendeiner Weise die Basis für das fortschrittliche Europa ist ein Witz.
      11 7 Melden
    • Michael Mettler 10.07.2017 07:06
      Highlight Highlight @naughtious: das abholzen von wäldern mit dem christlichen glauben in zusammenhang stellen... wow
      0 1 Melden
    • Naughtious Maximus 10.07.2017 12:31
      Highlight Highlight Nun, die Christen stellten sich über die Natur. Der Bär + Wolf zB waren das Sinnbild des Teufels.
      Nur Gott und der Mensch waren wichtig.
      Dabei sind wir ein Teil der Natur und alles was wir der Natur antun, tun wir auch uns an.
      Eine der ersten Handlungen von desillusionierten christlichen Königen war das abholzen von heiligen Bäumen der Europäer (Yggdrasil, der Weltenraum).
      Dieser Baum war ausserdem eine heilige Stätte, eine Art Natur-Tempel. Es wurde also gezielt das Heiligtum Andersdenkender vernichtet, welche die Natur verehrten.
      1 0 Melden
  • Vachereine 08.07.2017 15:38
    Highlight Highlight Das Konzept von Himmel und Hölle ist aktueller denn je und wurde moralisch verschärft. Allerdings wurden das Setting und die Protagonisten komplett umgestaltet. Aber der moralische Imperativ bleibt: Wer sich falsch verhält im Leben, der wird durch eine höhere Macht dafür hart bestraft.
    Bloss droht man heute nicht mehr mit Fegefeuer, sondern mit der globalen, qualenvollen Klimaerwärmung. Die inhaltl. Parallelen sind frappant, nicht wahr? Die Verschärfung des Himmel-Hölle-Prinzips, liegt darin, dass die Hölle zu uns kommt und alle trifft, nicht nur die Sünder. Die Perfekte Sektensaga.
    8 45 Melden
    • David Steger 08.07.2017 17:03
      Highlight Highlight Nur, dass die Klimaerwärmung wissenschsftlich bewiesen ist. Im Gegensatz zu Himmel und Hölle.
      27 5 Melden
    • Vachereine 09.07.2017 02:23
      Highlight Highlight @Steger: Die Klimaerwärmung ist evtl. Tatsache. Dass sie vom Menschen verschuldet ist, das ist einfach eine Behauptung, wie jene dass es eine Hölle gibt.
      Dass die Klimaerwärmung schlecht sei, oder gar eine Katastrophe, das ist genauso eine absurde Wahnvorstellung, wie es Gott und Teufel sind.
      Für die Klimakatastrophentheorie gibt es keinen Beweis. Diese Theorie ist ebensowenig wissenschaftlich, wie jene des Fegefeuers, weil keine der beiden Theorien falsifizierbar ist.
      Beide Theorien sind leeres Geschwätz, vorgetragen von selbsternannten, eingebildeten Hütern ihrer Wahrheit, ihrer Religion.
      3 20 Melden
    • rodolofo 09.07.2017 09:22
      Highlight Highlight @ Vachereine
      Oh doch! Es gibt bereits genügend Beweise, dass die weltweite Klimaerwärmung Katastrophale Veränderungen nach sich zieht!
      Millionen von Menschen sind im Südsudan und in der ganzen Region Ostafrikas vom Hungertod bedroht! Das Elend dieser Menschen wird noch verschlimmert durch die Kriegerischen Auseinandersetzungen um die immer knapper werdenden Ressourcen!
      Erste Inseln in der Südsee müssen evakuiert werden, weil der Meeresspiegel um 1,5 cm PRO JAHR steigt!
      Willst Du noch mehr Beweise?
      Dann sind wir bald alle auf der Flucht, oder tot...
      10 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasionaria 08.07.2017 14:55
    Highlight Highlight Frage @ die Teufelskerle:
    wie alt ist eigentlich der Teufel? Ist die Hölle jünger oder älter als er?
    8 1 Melden
    • Alienus 08.07.2017 21:14
      Highlight Highlight Pasionaria

      Das wahre Alter wird man vom lieben Gott nie erfahren.

      Aber…. der Teufel ist ein Produkt der monotheistischen Gottheit, denn den Einen Gott kann man sich für das ganze chaotische System nicht vorstellen.

      Der Satan, Teufel, Diobolus, Gefallener, Luzifer… sind zur Exkulpation Gottes bestens geeignet.

      Probleme, Leid, Tod….! Ha, der Teufel war‘s! Einfach einfach für Einfache.

      Chronologie der Erleuchtung!?
      Gott > Himmel > Teufel > Hölle > (Mensch >< Affe) > Wirrnis > Glaube > Kirche > Aufklärung > watson > Hugo Stamm > Blogger ?

      Fazit: Gott ist älteste Ursache des Problems.
      9 4 Melden
    • Spooky 08.07.2017 21:56
      Highlight Highlight @ Pasionaria
      Falls es den Teufel überhaupt gibt, ist er genau so alt wie ich. Und falls ich sterben werde (das ist aber nicht sicher), wird auch der Teufel im selben Moment sterben.
      5 2 Melden
    • rodolofo 09.07.2017 09:26
      Highlight Highlight @ Teufel
      Du glaubst, Du seist der Teufel?
      Kein gutes Zeichen, aber ich weiss genau, was Du meinst.
      Aber glaub mir, auch das geht wieder vorüber!
      Ist ja auch langweilig, immer nur die Teufels-Rolle zu übernehmen und für Andere als Blitzableiter und Abfallkübel herzuhalten...
      Jemand muss es machen, aber muss das immer die gleiche Person sein?
      Ich bin für das Rotations-Verfahren.
      4 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olf 08.07.2017 13:50
    Highlight Highlight Otterngezücht, wie geil ist das denn. Muss ich mir unbedingt merken.
    11 0 Melden
    • karl_e 08.07.2017 17:51
      Highlight Highlight "Nattern- und Otterngezücht" heisst es, glaubs.
      3 0 Melden
  • River 08.07.2017 13:36
    Highlight Highlight Der Punkt der Frommen ist der, dass sie Gott, und sein Gegenpart als Mahnung brauchen, um überhaupt gut zu sein. Das finde ich bizarr, denn was geht alles in diesen Leuten ab, bevor sie sich an Jesus wenden und ihn bitten er möge Ihnen die Stärke geben, ein guter Mensch zu sein.
    Jemand normales macht das easy mit sich aus. Gesunder Menschenverstand und so.
    46 15 Melden
    • Hoodoo 08.07.2017 13:58
      Highlight Highlight Darunter liegend ist oft ein starker Schuldkomplex... in evangelikal-pietistischen Kreisen wird der schon mit der Muttermilch vermittelt. Sonst bräuchte es ja den Heiland und Erlöser nicht.
      Ich weiss wovon ich rede, ich bin in einem brutal evangelistisch-fundamentalistischen Umfeld sozialisiert worden... und wer es da wagt, die Existenz Satans in Frage zu stellen ist schon des Teufels!
      28 2 Melden
  • satyros 08.07.2017 13:26
    Highlight Highlight Bereits Origines (2. Jh.) lehrte eine Theologie der Allerlösung, die am Schluss sogar den Teufel erfassen sollte. Das Bild der leeren Hölle ist also nicht ganz neu.
    14 0 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 20:07
      Highlight Highlight @ BigPun
      Meinten die vielleicht missionierte Indianer?
      6 2 Melden
  • mogad 08.07.2017 13:08
    Highlight Highlight Das "Bild" von der Verdammnis und den ewigen Qualen im Fegefeuer versteht man nur, wenn man sich das Gegenteil vor Augen führt: das Licht, das Heil. Hölle und Heil sind Gegenpole. Zwischen ihnen spielt sich der freie Willen des Menschen ab. Hätte er den freien Willen nicht, bräucht es dieses drastische Bild nicht. Die Botschaft lautet: Du kannst Dich für diesen oder jenen Weg entscheiden, musst dann aber die Konsequenzen tragen, im Guten wie im Bösen. Ursache und Wirkung. Krieg oder Frieden, Hass oder Liebe, z.B.. Krieg und Hass, wenn das nicht die Hölle ist!
    17 11 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 14:15
      Highlight Highlight Was den freien Willen angeht, sind wir uns überhaupt nicht einig.
      Ich glaube vielmehr, dass uns das Bewusstsein einen solchen freien Willen vorgaukelt.
      Tatsächlich ist es aber so, dass Du, wenn Du mal musst, sofort eine Toilette, oder ein unbeobachtetes Örtchen aufsuchen wirst.
      Ja vielleicht ist es das: Du kannst zum Beispiel wählen zwischen einem Busch und riskantem Anstehen vor einer öffentlichen Toilette. Aber nichts unternehmen wäre keine gute Option...
      10 6 Melden
  • Nonvemberbal 08.07.2017 12:56
    Highlight Highlight Der Teufel ist genau so ein Instrument von Gott wie alle anderen Engel. Die heutige Vorstellung vom Teufel und der Hölle, ist mehr ein Produkt der künstlerischen Freiheiten der Kirchenmaler im Mittelalter. Was schockt kommt gut an, hat aber mit der Bibel wenig zu tun.
    11 11 Melden
  • blaubar 08.07.2017 12:09
    Highlight Highlight Der Mensch lebt nun mal in einem moralischen Kontext. Anders als Tiere können wir uns dafür oder dagegen entscheiden, jemand Leid zuzufügen.
    Daraus entsteht letztlich Himmel und Hölle, ob man das jetzt gut findet oder nicht. Wir haben offenbar ständig die Aufgabe, uns gut und richtig zu verhalten. Das ist in der menschlichen Rasse bis in die Knichen eingeprägt.
    Es wäre viel spannender, Herr Stamm (echt jetzt!), solchen Fragen nachzugehen.
    10 28 Melden
    • Tan Long 08.07.2017 12:16
      Highlight Highlight @blaubar: Sie scheinen ein ausgewiesener Menschen- und auch Tierkenner zu sein. Woher wissen sie denn solche Dinge? Das nimmt mich jetzt wunder.
      20 7 Melden
    • blaubar 08.07.2017 14:24
      Highlight Highlight Wir haben Gesetze. Du darfst keinen ermorden, sonst geht es dir schlecht (Gefängnis). Du darfst auch nicht stehlen. Tiere tun beides ohne Konsequenzen.
      Aus diesem Konflik entstand sicherlich die Idee der Hölle und des Himmels.
      Sorry, ich habe das alles nicht erfunden.
      3 16 Melden
    • blaubar 08.07.2017 14:28
      Highlight Highlight Man kann natürlich rein mechanistisch denken und tun und lassen, ohne moralisch-ethische Bedenken. Ich bin sicher, es wird ziemlich schwierig.
      Es IST nunmal ein Thema.
      Selbst in dieser Kommentarfunktion gibt es Daumen rauf und Daumen runter. Die Wertung in gut und schlecht ist sehr tief verankert.
      3 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 08.07.2017 12:04
    Highlight Highlight Also erstens wissen wir alle nicht sooo genau, was es gibt und was nicht. Das gilt auch für Herr Stamm.
    Zweitens müsste man dich irgendwie verstehen wollen, warum in den meisten Religionen Himmel und Hölle vorkommen. Es wäre viel spannender als ein bibelnahes kurzsichtiges Bibelbashing, sich darüber Gedanken zu machen, wie es zu diesen Begriffen kam.
    So ganz und gar leere Worthülsen sind Himmel und Hölle dann doch eher nicht. Frag mal einen in Syrien.

    14 25 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 14:24
      Highlight Highlight Die Vorstellungen von Himmel und Hölle haben zwei Dinge gemeinsam:
      Erstens wirken sie als sich selbst erfüllende Prophezeiungen.
      Beispiel: Ein Palästinenser glaubt daran, dass alle Israelis böse und schlecht sind und geht mit dem Messer auf zufällig anwesende Israelis los.
      Seine eingebildete Heiligkeit führt direkt in die Hölle des Terrors.
      Zweitens gibt es im realen Leben weder das Paradies, noch die Hölle als Reinformen der Extreme. Das Leben ist immer eine Mischung aus allen Erscheinungsformen, so wie Musik mal traurig melancholisch und mal beschwingt fröhlich sein kann.
      Vielfalt=Leben!
      6 4 Melden
    • blaubar 08.07.2017 17:07
      Highlight Highlight @rodolfo: Richtig, in Reinform gibts diese Dinge hier nicht. Aber ein Mord z.B. nur unter Vielfalt abzubuchen... ich weiss nicht. Kann man schon, aber für die Menschen ist eben doch eine Wertung dahinter.
      1 2 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 18:28
      Highlight Highlight @ blaubar
      Warum denn nicht?
      Natürlich gehört Mord zur Vielfalt!
      Aber konsequenterweise auch zusammen mit einer Strafverfolgung.
      4 2 Melden
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  • Der müde Joe 08.07.2017 11:58
    Highlight Highlight Wir können leugnen, spekulieren, philosophieren, unsere Augen und "Herz" verschließen und die Ohren zuhalten! Aber am Ende werden wir doch alle die Wahrheit erkennen. Unausweichlich!!! Selbst der Hugo wird wahrscheinlich staunen!😉
    9 59 Melden
    • Danyboy 08.07.2017 12:37
      Highlight Highlight Oder du wirst staunen... Halte ich für wahrscheinlicher 😉
      26 6 Melden
    • Tan Long 08.07.2017 12:41
      Highlight Highlight Und mit ihm alle Sinokonfuzianer, Animisten, Buddhist... ach was zähl ich auf? Einfach alle, ausser dem müden Joe. Herzliche Gratulation.
      18 8 Melden
    • Der müde Joe 08.07.2017 13:37
      Highlight Highlight Habe gesagt wir alle werden die Wahrheit erkennen! Weiss nicht warum dass mich ausschließen sollte.😉 Habe nicht mal erwähnt welche Wahrheit (chr. bud. oder hindu), habe lediglich 'die Wahrheit' gesagt. Egal ob es einen Gott gibt oder nicht, am Ende werden wir es wissen. Oder auch nicht, wenn man ins nichts verschwindet - aber dann interessierts auch keine Sau mehr!😜
      21 1 Melden
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  • Mutzli 08.07.2017 11:10
    Highlight Highlight Die moralische Umwertung verschiedener biblischer Konzepte besonders seit dem 2. Weltkrieg ist schon ziemlich interessant, so z.B. die Ummünzung vom gestrengen, strafenden Gott hin zum alliebenden Jesus. Die Idee die Trinität mit Liebe oder ähnlich zu umschreiben, wäre mir noch nie in einem mittelalterlichen Text begegnet. Dort ist Gott gnädig, weil er nicht alle in die Hölle schickt. Eine kleine Tüpflischisserei noch: Der Teufel ist Teil des Systems, ist definitiv nicht ausserhalb von Gottes Kontrollbereich. Auch eine direkte Vorgängeridee kenne ich nicht, die Römer z.b. dachten anders.
    15 5 Melden
  • rodolofo 08.07.2017 11:08
    Highlight Highlight Das Gerede vom "Teufel" und von den "Bösen Mächten" erinnert mich an der Aberglauben von den Schwarzen Katzen, die Unglück bringen sollen, wenn sie von links nach rechts über die Strasse laufen.
    Im Grunde laufen einfach schwarze Katzen (von uns aus gesehen) von links nach rechts über die Strasse, wenn wir in einer bestimmten Richtung der Strasse entlang gehen, oder fahren.
    Wir können uns den die Dämonisierungs-Technik aber auch zu Nutze machen, indem wir sie NICHT verwenden, oder indem wir ganz frech behaupten:
    "Schwarze Katzen bringen immer Glück, sobald wir sie sehen!
    Black is beautiful!"
    13 10 Melden
  • dracului 08.07.2017 10:04
    Highlight Highlight Seit der Aufklärung versucht man die Schärfe aus dem Höllenkonzept der Bibel zu nehmen. Selbst Luther erzeugte leider eine neue babylonische Sprachverwirrung mit seiner guten Nachricht. Hat er doch Scheol, Gehenna und Hades einfach mit Hölle übersetzt. Zeugen Jehovas lesen aus den gleichen Worten Gottes sogar, dass es keine Hölle gibt. Wissenschaftler fanden heraus, dass man mit jedem Buch über 200 Seiten alles "beweisen" kann und somit könnte jeder Text als Gottes Wort genutzt werden. Gott hat uns Fragezeichen hinterlassen. Hölle ist eventuell, wenn man blind glaubt, aber man fragen sollte?
    20 11 Melden
  • dF 08.07.2017 09:59
    Highlight Highlight Mir ist es doch egal ob es die Hölle gibt oder nicht, denn falls es sie gibt, geh ich eh durch den Personaleingang.

    (Verdammt wünscht mir gereade sie gäbe es wirklich; wär das ne genugtuung.)
    13 22 Melden
  • Phrosch 08.07.2017 09:58
    Highlight Highlight Natürlich sind Ideen von Gott und Teufel so alt wie die Menschheit. Schliesslich leben wir alle im Spannungsfeld zwischen Gut und Böse. Die Buchreligionen kennen einen "personifizierten" Gott und in Konsequenz den Teufel als seinen Gegenspieler. In anderen religiösen Systemen sind die Rollen auf eine komplizierte Götter- und Dämonenwelt verteilt. Aber alle Religionen kennen beides in der übernatürlichen Welt. Warum haben wir heute recht, wenn wir alles Übernatürliche leugnen, und alle anderen vor uns (und mit uns) liegen falsch?
    9 16 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 11:22
      Highlight Highlight Es geht vielleicht weniger um "richtig", oder "falsch", als um "zweckmässig", oder nicht "zweckmässig".
      Natürlich war es für die Nazis auch zweckmässig, die Juden als teuflische Schmarotzer und Schädlinge zu entmenschlichen und zu dämonisieren.
      So konnten sie die natürlichen Hemmungen mittels Ideologie herabsetzen und überwinden, die sonst verhindern, dass wir andere Menschen demütigen, quälen, foltern und töten.
      Aber zweckmässig im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens sind Verherrlichungen und Dämonisierungen in der Regel nicht.
      ...
      12 4 Melden
    • pamayer 08.07.2017 12:07
      Highlight Highlight Rodolfo
      Danke für deine scharfsinnige und klare Stellungnahme zu diesem diabolischen Thema.
      Schönes, Satan-freies Wochenende.
      6 2 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 13:53
      Highlight Highlight @ pamayer
      Satan ist dort anzutreffen, wo Gefühle durch einen sich selbst überschätzenden Verstand gärtnerisch erzogen werden.
      Dabei entstehen Anstauungen von Wut, die wegen übermässiger (z.B.christlicher) Selbstbeherrschung nicht dort raus können, wo sie als passende Spontan-Reaktionen gebraucht würden.
      Satan ist also nur eine "Wut am falschen Ort".
      Sobald diese Wut wieder wie ein normales Gefühl behandelt und spontan gelebt wird, verschwindet Satan, und die Natur kehrt zurück, mit zwitschernden Vögeln und Donnergrollen.
      Und das Schönste: Die Musik kehrt zurück!
      Was wäre ein Leben ohne Musik?
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoodoo 08.07.2017 09:50
    Highlight Highlight Ein Grundproblem für Gläubige: Ihr Glauben an ein Weltbild aus dem Broncezeitalter lässt sich nur durch ausblenden oder umdeuten unbequemer Teile aufrechterhalten und in die heutige Zeit retten.
    28 9 Melden
  • pamayer 08.07.2017 09:09
    Highlight Highlight Was zum Teufel schreibst du da, Hugo. Dich müsste ich als ersten zu mir nehmen. Aber da ich nicht existent bin, kann ich dich nicht holen.
    Hocke und schmore alleine da unten in der Hölle. Verdammi einsam.


    Aber eben, es gibt mich nicht.

    👹
    23 9 Melden
    • .:|Caballito de Mantequilla|:. 08.07.2017 11:57
      Highlight Highlight Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.
      14 11 Melden
    • blaubar 08.07.2017 17:28
      Highlight Highlight @Honey: Keine dumme Aussage!
      2 3 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 18:22
      Highlight Highlight @ Honey Badger
      Du meinst so richtig auffällig unauffällig?
      Dass der Teufel vom Teufelsglauben abrät, wäre schon ziemlich plump.
      Glaubst Du wirklich, der Teufel sei so plump?
      Würde er nicht eher teuflisch raffiniert vorgehen und sich ein Kardinalsgewand überziehen und seine aufgedunsenen Wurstfinger zum Gebet falten?
      Denk mal darüber nach!
      ...
      Der Teufel kann ÜBERALL SEHEIIIN!
      TOING! Daas Schreckmümpfeliii...
      4 1 Melden
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  • Maracuja 08.07.2017 09:09
    Highlight Highlight <Kindern ... gibt man die Bibel besser nicht in die Hand>

    Gehe davon aus, dass die meisten Christen ihren Kindern nur Kinderbibeln zum Lesen geben. Meine Kinder begegneten Gewaltschilderungen jeweils erstmalig durch in öffentlichen Verkehrsmitteln herumliegende Gratiszeitungen. Der jüngste erwischte mit fünf mal eine Ausgabe, in der über einen Vater, der seine Kinder umgebracht hatte, berichtet wurde. Wenn Kinder mit Schilderungen der Hölle konfrontiert werden, dann wohl eher durch fundamentalistische Prediger, als durch eigenes Lesen von Bibel oder Koran.
    19 26 Melden
    • Energize 08.07.2017 09:26
      Highlight Highlight Das ist jetzt wirklich sehr oberflächlich. Kinderbibeln lassen gezielt die "schwerverdaulichen" Themen weg - also Gewalt, Aufruf zum Genozid, Versklavung. Die Gewaltschilderungen in den Zeitungen wiederspiegeln die Realität (auch wenn gewisse Blätter natürlich übertreiben).

      Liest man selbst eine Torah/ Bibel/ Koran sind die gewaltaufgeladenen Szenen nicht von der Hand zu weisen. Ausser man überliest diese explizit - was wiederrum inkonsequenter Glauben ist.
      30 4 Melden
    • Maracuja 08.07.2017 09:54
      Highlight Highlight Energize: Liest man selbst eine Torah/ Bibel/ Koran sind die gewaltaufgeladenen Szenen nicht von der Hand zu weisen.

      Wenn man das selbst liest! Ein erheblicher Anteil der Gläubigen hat wohl die eigene heilige Schrift nie selbst vollständig gelesen, sondern kennt die Teile, die in Predigten gerne zitiert werden. Welche Teile das sind, hängt von der Ausrichtung der jeweiligen Glaubensgemeinschaft ab, in fundamentalistischen stehen andere Themen im Vordergrund als liberalen Gemeinden.
      17 3 Melden
    • TheMan 08.07.2017 14:27
      Highlight Highlight Maracuja lesen heisst noch lange nicht auch Verstanden. Die Bibel muss man Verstehen. Jeder Christ weiss, das AT hat seine Schlechte Seite. Aber das AT hat einen anderen Kontext wie das NT. AT war leben Ohne Jesus, Regeln wurden von Menschen gemacht, es ging zum Teil für Überleben des eigenen Stammes. Das NT, ist das Leben mit Jesus. Die Nachfolge von Ihm. Die Stämme haben sich Niedergelassen die Regeln wurden nicht mehr fest beachtet. Jesus war durch und durch Gut.
      3 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 08.07.2017 09:07
    Highlight Highlight Lieber Herr Stamm
    Ihre Ausführungen sind schon beinahe lustig. Sie haben keine Ahnung von der Bibel. Einen derart verschwurbelten Bericht...?
    20 92 Melden
    • _kokolorix 08.07.2017 11:26
      Highlight Highlight Dein Name ist wohl Programm...
      Da die Bibel eine sinnfreie aneinaderreihung von belanglosen Anekdoten, Legenden und Alltagserzählungen ist, kann Hogo wohl nur einen verschwurbelten Bericht abliefern
      31 10 Melden
    • Tan Long 08.07.2017 12:43
      Highlight Highlight @Follower: Bist du ein Kind?
      8 4 Melden
    • TheMan 08.07.2017 14:23
      Highlight Highlight Follower, das sag ich schon Lange. Er hat 0 Ahnung über Religionen. Zitiert aus Bibel usw ohne zu Wissen was er macht. So entstehtn Sekten. Er ist selber ein Sektenchef/Guru.
      3 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 08.07.2017 09:02
    Highlight Highlight Bei allen Grausamkeiten, welche das AT durchziehen, sollte darauf hingewiesen werden, dass diese ausschliesslich das zeitlich beschränkte Diesseits betreffen.

    Erst durch den Jesus des NT, werden diese Grausamkeiten zu Drohungen ewiger Höllenqualen potenziert, was einiges über den Charakter dieser Figur aussagt.

    Dazu eine biblische Charakterisierung Jesu unter vielen:

    „Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“ (Mt 25,41)
    26 5 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 11:34
      Highlight Highlight Ja, mit den Augen und Ohren von uns mehr oder weniger modernen und aufgeklärten Menschen tönt das alles sehr schwulstig, übertrieben und vor allem äusserst humorlos.
      Aber wenn Du Dir alte Fernseh-Aufnahmen z.B. über eine Landi-Ausstellung reinziehst, dann kommt Dir die übereifrig schnarrende Streber-Stimme des Kommentators auch sehr seltsam und irgendwie lächerlich vor.
      Wie dann erst vor zweitausend Jahren?!
      Damals war halt sehr viel Pathos und Dramatisieren angesagt.
      In einigen Welt-Regionen ist das ja heute noch der Fall, gerade so, als lebten wir gleichzeitig in unterschiedlichen Zeiten...
      2 5 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 13:40
      Highlight Highlight @ AMU
      Und wo siehst Du da das Problem?
      Ist es denn nicht vorteilhaft, die Augen zum sehen zu benutzen?
      4 2 Melden
  • Maracuja 08.07.2017 08:47
    Highlight Highlight <Liberale Theologen interpretieren die biblischen Aussagen so: Sünder würden nicht ewige Höllenqualen erleiden, sondern den zweiten und endgültigen Tod im ewigen Höllenfeuer>

    Nein, dabei handelt es sich nicht um eine (weit hergeholte) Interpretation, sondern um einen klaren Bezug zur Offenbarung 20:14. Zwischen Offenbarung und den Evangelien besteht in diesem Punkt ein Widerspruch.
    16 1 Melden
    • Maranothar 08.07.2017 11:27
      Highlight Highlight In diesem Punkt? Das ganze Buch ist von vorn bis hinten ein Widerspruch
      8 4 Melden
  • Sugarless 08.07.2017 08:45
    Highlight Highlight Das Beste was dem Teufel passieren kann, ist dass man behauptet, es gibt ihn nicht.
    Wer jedoch an Gott glaubt und Jesus als seinen Retter annahm, wird ihn nicht leugnen, braucht ihn jedoch nicht zu fürchten, denn Jesus hat ihn besiegt.
    15 47 Melden
    • Ingolmo 08.07.2017 09:23
      Highlight Highlight ich mag die neune Geschichten mit Lucifer, besonders seit er Ferien in Californien macht.
      26 3 Melden
  • Maranothar 08.07.2017 08:34
    Highlight Highlight Das hinkt doch schon im Grundsatz.
    Wenn man fürs nichtbeachten von Gottes Regeln (quasi Rebellion) in die Hölle kommt wo der Teufel herrscht (der auch rebelliert hat), wieso sollte dieser die Ankömmlinge dann bestrafen?
    74 3 Melden
    • Peaches 08.07.2017 09:15
      Highlight Highlight So hab ichs ja noch nie gesehn 😂😂😂
      24 3 Melden
    • EvilBetty 08.07.2017 10:26
      Highlight Highlight Joa, das ganze Konstrukt macht keinen Sinn... aber wir reden hier ja auch von Religion 😂
      28 5 Melden
    • rodolofo 08.07.2017 11:36
      Highlight Highlight Er bestraft Dich ja auch nicht, sondern bietet Dir den versprochenen Minus 5 Sterne - Service, genau gemäss Bestellung.
      3 5 Melden

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