DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Shutterstock
Stolz ist, wenn man trotzdem hupt!

Danke, Ihr wart seNATIonell!

Eine Liebeserklärung an unsere Nationalmannschaft und das, was ihre Leistung bewirkt hat.
02.07.2014, 18:4903.07.2014, 14:11

Liebe Schweizer Nationalmannschaft,

Ihr wart gross!

«Dabeisein ist alles», sagt der Volksmund und verständlicherweise möchte man dem Volksmund bei so einem Spruch in Eurer Situation eins in die blöde Fresse hauen. Und doch ist da was Wahres dran: Die Wertschätzung für Eure Leistung gestern ist völlig unabhängig vom Ausgang des Spiels, denn es hätte sich genauso gut für Euch entscheiden können.

«Sie schrien, sie sangen und sie tanzten.»

Und so packten denn nach dem Abpfiff die Fans hier in der Schweiz nicht etwa ihr Fähnli und ihren Cervelat zusammen und fuhren nach Hause – nein, sie schrien, sie sangen und sie tanzten. Sie feierten Euch und Euren unglaublichen Einsatz die ganze Nacht!

Noch nie habe ich nach dem Verlust eines Spiels eine solche Feier erlebt. Das muss man erst einmal zustande bringen.

Und Ihr habt es mehr als verdient!

Die Auswirkungen Eures Tuns gehen aber über die Grenzen des Sports hinaus: Ihr repräsentiert die erfolgreiche Multikultur der Schweiz und Ihr beweist einmal mehr, dass die Schweiz von ebendieser durchaus profitiert. Ihr habt die unterschiedlichsten Menschen im Feiern zusammengeführt und habt der Schweiz – wenn vielleicht auch nur kurzfristig – ein Gefühl von echter Zusammengehörigkeit gegeben. Etwas, das, wenn wir ehrlich sind, in den letzten Jahren eher schwierig zu sein scheint, gerade wenn's um Integration geht.

«Wir lagen uns in den Armen, völlig egal, woher wir kommen.»

Durch Euch haben wir uns gemeinsam gefreut und gemeinsam gelitten, haben ausgerufen oder uns in den Armen gelegen, völlig unabhängig davon, woher wir kommen – und auch völlig egal, woher Ihr, Eure Eltern, die Eltern Eurer Eltern oder die Hunde von den Eltern von den Eltern kommen.

Dafür, für Euren Optimismus, für Euren unglaublichen Einsatz, für Eure lustigen Interviews, für Eure Freude, Eure Tränen – und für alles andere:

Habt Dank!

Ihr wart phänomenal!

Bild:
Yonni Meyer
Sie gilt als Schweizer Facebook-Phänomen: Yonni Meyer schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen - direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony - aber nicht weniger unverblümt.

Pony M. auf Facebook

Yonni Meyer online

Mehr zum Thema

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Yonnihof

The Unfuckables

Die Hölle, das sind die anderen.

Heute habe ich mal wieder ein neues Wort gelernt. «Incels». Gelesen habe ich es im Artikel von Jovin Barrer.  

Incel, das ist die Zusammensetzung aus «Involuntary» und «Celibates». Ungewollte Singles also. Nein, falsch: Unfreiwillig Sexlose. Und zwar männliche unfreiwillig Sexlose. Eine Subkultur hat sich gebildet, deren Grundcredo es ist, den Mangel an Sex in ihrem Leben zu monieren.  

Ich kenne mindestens 100 Menschen, die das von ihrem momentanen Zustand auch sagen …

Artikel lesen
Link zum Artikel