Bosnien-Herzegowina
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Bosnien-Herzegowina

Unklarer Wahlausgang in Bosnien: Alle wollen Sieger sein

Der Ausgang der Parlaments- und Präsidentenwahl in Bosnien-Herzegowina vom Sonntag ist weiter unklar. Auch zwölf Stunden nach Schliessung der Wahllokale hat die staatliche Wahlkommission in Sarajevo noch keine aussagekräftigen Ergebnisse veröffentlicht.

Vor allem in der serbischen Landeshälfte behaupten sowohl Regierung als auch Opposition, die Abstimmung gewonnen zu haben. Die Wahlkommission hatte lediglich mitgeteilt, der Chef der grössten muslimischen SDA-Partei, Bakir Izetbegovic, sei klar ins dreiköpfige Staatspräsidium gewählt worden. Izetbegovic erklärte seine Partei bereits zur stärksten politischen Kraft im Land.

Bakir Izetbegovic und Dragan Covic haben sich ersten offiziellen Wahlergebnissen zufolge die Posten des bosniakischen und kroatischen Vertreters im bosnischen Staatspräsidium gesichert. Ungewiss ist die Situation bei der Wahl des serbischen Präsidiumsmitglieds.

Die Serbin Zeljka Cvijanovic könnte als erste Frau ins dreiköpfige bosnische Staatspräsidium einziehen, muss aber noch zittern. Die Kandidatin des Bundes der Unabhängigen Sozialdemokraten (SDSM) holte 154'656 Stimmen und damit nur etwa 1200 Stimmen mehr als Mladen Ivanic, der Chef der Partei des Demokratischen Fortschritts (PDP).

Geteilte Nation

Die 3,3 Millionen Wahlberechtigten waren am Sonntag aufgerufen, die drei Mitglieder der Präsidentschaft sowie das Zentralparlament zu bestimmen. Zudem wurden die Parlamente der beiden Teilrepubliken und der Präsident der serbischen Republik Srpska gewählt. Weitere Ergebnisse sollten am Montag bekannt gegeben werden.

Bosnien ist seit dem Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 in die serbische Republik Srpska und die Muslimisch-Kroatische Föderation aufgeteilt. Über den beiden Teilrepubliken stehen ein gemeinsames Parlament und eine schwache Zentralregierung mit einem kroatischen, einem muslimischen und einem serbischen Präsidenten an der Spitze. (dsc/sda/dpa)



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