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17 Tote bei blutigem Vorfall in Unruheregion Xinjiang



Bei einem blutigen Vorfall in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina sind 17 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien vier Polizisten, neun Angreifer und vier Passanten, die Polizeikräfte versehentlich erschossen hätten, berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Samstag.

Die Toten gehörten alle der in Xinjiang ansässigen muslimischen Minderheit der Uiguren an. Der Zusammenstoss ereigneten sich schon am Dienstag bei Hausdurchsuchungen in Yingairike (Yaqaerig) im Kreis Baicheng in der Präfektur Aksu.

Die Polizisten seien in einem Haus von mehr als zehn Uiguren mit Messern attackiert worden, berichtete Vizebürgermeister Turdahun Tohti dem Sender. Einige unbewaffnete Hilfspolizisten seien zur Polizeistation geflüchtet und von den Angreifern verfolgt worden. Polizeikräfte hätten dort das Feuer eröffnet und neun erschossen.

Zwei Passanten, der örtliche Spitaldirektor und seine Tochter, seien bei den Schüssen davongelaufen und «mit Verdächtigen verwechselt und von der Polizei erschossen worden», berichtete der Vizebürgermeister. Ähnlich seien zwei Bauern versehentlich getötet worden. Wegen der Spannungen zwischen Uiguren und den herrschenden Chinesen gilt Xinjiang als Konfliktherd. (sda/dpa)

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