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Ein Tipp: Zuerst denken, dann posten

Nazi-Vorwürfe: Martin Kesici ist wegen einem gedankenlosen Facebook-Post vorläufig seinen Job los



BERLIN, GERMANY - FEBRUARY 17:  Martin Kesici attends the 99Fire Films Award 2011 during day eight of the 61st Berlin International Film Festival at Admiralspalast on February 17, 2011 in Berlin, Germany.  (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)

Den Rebellen zu spielen ist nicht immer gut, Martin Kesici. Bild: Getty Images Europe

Zuerst denken, dann handeln – das gilt vor allem für Aktivitäten auf Social-Media. Das weiss jetzt auch Martin Kesici. Der einstige Gewinner der Casting Show «Star Search» und aktuelle Radiomoderator beim Berliner Radiosender Star FM hat sich mit folgendem Eintrag in die Nesseln gesetzt. 

«Endlich gehen die Deutschen gegen die Salafisten auf die Strasse. Wurde auch Zeit. Schönen Abend.»

facebook/martin kesici

Seinen Job hat der 41-Jährige zwar noch nicht ganz verloren, er ist allerdings von der Geschäftsleitung vorläufig beurlaubt worden.

Kesici bezog sich mit seiner Aussagen auf eine Demo in Köln, die vor allem eine Plattform für Rechtsradikale und ihre Parolen war. Den Post hat er nach einem Shitstorm seiner Fans und zahlreichen Nazi-Vorwürfen von seiner Seite gelöscht. Stattdessen prangt diese «Richtigstellung» an seiner Wall:

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Es wäre alles ein Missverständnis: «Sorry an alle Fans, die sich auf den Schlips getreten fühlen». Er distanziere sich von jeglicher Form von Gewalt – «egal von welcher Seite sie ausgeht». Diese Einsicht kommt ein bisschen zu spät. Auf der Facebook-Seite seines Arbeitgebers steht folgende Erklärung:

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«In Zusammenhang mit dem Facebook-Posting von Martin Kesici hat die Geschäftsführung von STAR FM beschlossen, ihn vorläufig freizustellen.» Star FM merkt an, dass es nicht darum gehe, dass Martin Kesici seine Meinung nicht sagen könne, sondern dass Star FM-Moderatoren in keinster Weise gewaltbereite Organisationen unterstützen. Man werde nun das Gespräch mit Kesici suchen.

(lis)

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