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Kanada kündigt Digitalsteuer ab dem Jahr 2022 an

Kanada kündigt Digitalsteuer ab dem Jahr 2022 an

01.12.2020, 03:2601.12.2020, 03:26
FILE - This Thursday, Jan. 3, 2013, file photo shows Google's headquarters in Mountain View, Calif. Google said Thursday, Oct. 1, 2020, it will pay publishers $1 billion over the next three years ...
Internetriesen wie Google sollen angemessen besteuert werden.Bild: keystone

Kanada will bis zur Einigung auf eine weltweite Regelung ab 2022 eine eigene Digitalsteuer einführen. Damit sollten umgerechnet rund drei Milliarden Franken über fünf Jahre eingenommen werden, teilte das kanadische Finanzministerium am Montag mit.

«Die Kanadier wollen ein faires Steuersystem, eines, wo jeder seinen fairen Anteil zahlt», erklärte Finanzministerin Chrystia Freeland vor Abgeordneten im Herbstbericht zur Wirtschaftslage. Die Steuer werde sicherstellen, dass multinationale Technologiekonzerne wie jedes andere Unternehmen im Land einen fairen Beitrag leisteten. Einzelheiten sollen im Haushaltsentwurf folgen, hiess es.

Unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD haben sich fast 140 Länder zusammengeschlossen, um die Steuergesetze an das Digitalzeitalter anzupassen. Vorgesehen sind eine globale Mindeststeuer und eine neue Verteilung, welches Land wie stark digitale Dienstleistungen besteuern darf. Wichtige Details sind jedoch noch offen und sollen bis Mitte 2021 geklärt werden.

Frankreich hat zuletzt ebenfalls eine eigene Digitalsteuer angekündigt. Diese dürfte insbesondere die grossen US-Konzerne wie Facebook und Amazon treffen. Auch die EU-Kommission schliesst einen Alleingang nicht aus. (sda/reu)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rigol
01.12.2020 04:36registriert Mai 2018
Bravo Kanada, oder besser. Na endlich!
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Fairness
01.12.2020 06:57registriert Dezember 2018
Kanada macht es richtig!
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Nächste Linux-Lücke wird zu früh bekannt – bislang keine Updates verfügbar
Weitere Lücken mit dem Namen «Dirty Frag» ermöglichen die Rechteausweitung auf Linux-Systemen, mit der sich Angreifer Root-Zugriff verschaffen können. Auf geteilten Systemen ist es so offenbar möglich, andere User-Konten zu übernehmen und auszuspionieren. Betroffen sind wohl erneut alle Distributionen. Das erinnert frappant an die kürzlich entdeckte «Copy Fail»-Schwachstelle.

Brisant: Schon wieder ist die Lücke vorab durchgesickert, da offenbar «unbeteiligte Dritte» das noch bis am 12. Mai laufende Embargo gebrochen haben. Der Entdecker hat die Informationen zur Schwachstelle daher inzwischen selbst auf GitHub veröffentlicht – ohne dass Updates der betroffenen Linux-Distributionen zur Verfügung stehen würden.

Die positive Nachricht: IT-Administratoren können sich zur Not mit dem temporären Entfernen der verwundbaren Kernel-Module behelfen. Darüber hinaus soll die unmittelbare Gefahr für private User eher klein sein. Trotzdem sollten entsprechende Updates, sobald sie von den Linux-Distributionen bereitgestellt werden, zeitnah installiert werden.
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