Digital
Datenschutz

Nächste Linux-Lücke wird zu früh bekannt – noch keine Updates verfügbar

«Dirty Frag»: Linux-Lücken verschaffen bösartigen Akteuren Root-Rechte.
«Dirty Frag»: Linux-Lücken verschaffen bösartigen Akteuren Root-Rechte.Bild: github

Nächste Linux-Lücke wird zu früh bekannt – bislang keine Updates verfügbar

08.05.2026, 16:5408.05.2026, 16:54

Weitere Lücken mit dem Namen «Dirty Frag» ermöglichen die Rechteausweitung auf Linux-Systemen, mit der sich Angreifer Root-Zugriff verschaffen können. Auf geteilten Systemen ist es so offenbar möglich, andere User-Konten zu übernehmen und auszuspionieren. Betroffen sind wohl erneut alle Distributionen. Das erinnert frappant an die kürzlich entdeckte «Copy Fail»-Schwachstelle.

Brisant: Schon wieder ist die Lücke vorab durchgesickert, da offenbar «unbeteiligte Dritte» das noch bis am 12. Mai laufende Embargo gebrochen haben. Der Entdecker hat die Informationen zur Schwachstelle daher inzwischen selbst auf GitHub veröffentlicht – ohne dass Updates der betroffenen Linux-Distributionen zur Verfügung stehen würden.

Die positive Nachricht: IT-Administratoren können sich zur Not mit dem temporären Entfernen der verwundbaren Kernel-Module behelfen. Darüber hinaus soll die unmittelbare Gefahr für private User eher klein sein. Trotzdem sollten entsprechende Updates, sobald sie von den Linux-Distributionen bereitgestellt werden, zeitnah installiert werden.

Bei «Dirty Frag» handelt sich nach «Pack2TheRoot» und «Copy Fail» um die dritte wichtige Linux-Lücke mit Rechteausweitung, die in den vergangenen zwei Wochen bekannt wurde.

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
6
Musk mogelte bei Twitter-Kauf – nun kommt er wohl mit Mini-Vergleich davon
Die Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Tech-Milliardär Elon Musk im Zusammenhang mit seinen Aktienkäufen bei der Übernahme von Twitter soll mit einer Zahlung von 1,5 Millionen Dollar enden.
In einem Vergleich einigten sich Musk und die SEC auf diesen Betrag. Die Strafzahlung beträgt nur einen Bruchteil jener 150 Millionen Dollar, die Musk der Behörde zufolge durch eine Regelverletzung gespart haben soll. Der Vergleich wird der zuständigen Richterin zunächst zur Bestätigung vorgelegt.
Zur Story