Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Phil Schiller, Senior Vice President at Apple, Inc. speaks about the iPhone 6 during an Apple event at the Flint Center in Cupertino, California, September 9, 2014. REUTERS/Stephen Lam (United States - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY BUSINESS)

Das iPhone 5S (links) neben den beiden dünneren neuen. Bild: STEPHEN LAM/REUTERS

Kommentar

Mit dem iPhone 6 macht Apple vieles richtig, verpasst aber eine grosse Chance 

Das iPhone 5S ist das beste Smartphone der Welt, doch es ist mir zu wenig robust und ausdauernd. Nun geht die nächste iPhone-Generation an den Start – und meine Sorgen werden grösser. 



Das iPhone 5S ist mein Begleiter in vielen Lebenslagen. Es liegt mit seinem 4-Zoll-Bildschirm perfekt in der Hand und die Bedienung ist nicht zuletzt dank Fingerabdruck-Scanner eine Freude.

Natürlich habe ich bemerkt, wie die Smartphones der Kollegen wachsen und wachsen. Nachdem ich mich ausgiebig über die Android- und Windows-Flundern lustig gemacht hatte, gestand ich irgendwann ein, dass ein bisschen zusätzliche Display-Fläche nicht schaden würde. 

Das iPhone 6 mit 4,7-Zoll-Display ist perfekt, dachte ich vor der Apple-Show am vergangenen Dienstag. Kein Riesenklotz, der nicht mehr in die Hosentasche passt. Sinnvolles «Wachstum», sozusagen.

Nach der Präsentation der neuen iPhones sieht die Einschätzung leider anders aus. Denn ausgerechnet bei den von mir erhofften Verbesserungen lässt mich Apple im Stich.

Lieber Tim Cook. Was stört Sie an Ihrem iPhone am meisten?

Bei mir ist es der Akku. Was nützt es mir, wenn das neue iPhone dünner ist als das Vorgängermodell? Viel lieber hätte ich ein Mobilgerät, das auch bei starker Nutzung bis spät in die Nacht durchhält, ohne dass ich nach Steckdosen Ausschau halten muss.

Der nicht ganz unberechtigte Seitenhieb des grössten Konkurrenten

abspielen

Leben iPhone-Besitzer am Kabel? video: youtube

Wie es scheint, verzichtet Apple wegen des um 0,7 Millimeter schlankeren Aluminium-Gehäuses auf eine leistungsfähigere Batterie. Im Vergleich zum eckigeren 5S ist das neue iPhone länger (1,43 cm) und ein bisschen breiter (0,84 cm), was trotz abgerundeten Kanten mehr Platz im Innern hätte bedeuten können. Hätte!

Die Realität sieht anders aus, wie uns Marketing-Chef Phil Schiller an der Keynote mit der folgenden Einblendung wissen liess.

Bild

Die Akkuleistung laut Apple-Ankündigung. screenshot: apple.com

Wir stellen fest: Die Akkuleistung soll im Wesentlichen gleich bleiben. Wohlgemerkt: Das gilt nur für das kleinere der beiden neuen iPhones. Beim iPhone 6 Plus schafft es Apple, die Leistung dank grösserem Akku deutlich zu erhöhen. Davon profitieren die Nutzer nicht nur beim Musikhören, sondern auch beim Video-Schauen (plus 40 Prozent) oder beim Surfen über ein 4G-Netz (plus 20 Prozent).

Wie sich die neuen iPhones im Alltag schlagen, werden erst ausführliche und von unabhängiger Seite durchgeführte Tests zeigen ...

Nicht ganz dicht

Störend aus meiner Sicht ist ausserdem, dass die neue iPhone-Generation nicht richtig wasserdicht ist, sondern höchsten spritzwasserfest. Dabei handelt es sich um ein Problem, das technisch bereits gelöst ist, wie die Konkurrenz unter Beweis stellt.

Es verwundert nicht, dass seit der Apple-Keynote die folgende provokative Grafik im Internet kursiert: 

Auch wenn es sich um einen hanebüchenen Vergleich handelt, trifft er einen wunden Punkt. Und was mich besonders ärgert: Es geht keineswegs um unlösbare Schwierigkeiten. Vielmehr scheint Apples benutzerfreundliche Philosophie «Design follows Function» für einmal ins Gegenteil zu kippen. Über die Gründe mag ich nicht spekulieren. Nur so viel: Am mangelnden Geld sollte es nicht liegen.

Apple baut laut eigenen Angaben die besten Computer und Smartphones der Welt. Das kann ich 100-prozentig unterschreiben, wenn ein ausdauerndes und wasserdichtes iPhone herauskommt.

Das Bedürfnis auf Seiten der Nutzer ist sicher vorhanden. Und auch nach der Lancierung der Apple-Watch werden wir weiterhin nicht ohne iPhone aus dem Haus gehen. Im Gegenteil. 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9

Zoom hat's vermasselt – die unglaubliche Chronologie der Zoom-Fails

Zoom ist der grosse Profiteur der Corona-Pandemie. Über 200 Millionen Menschen tauschen sich täglich über die Videokonferenz-App aus. Doch nun tauchen täglich neue Probleme auf. IT-Experten nennen Zoom «ein Datenschutz-Desaster» oder schlicht «Schadsoftware».

Zoom wird seit Wochen von neuen Nutzern überrannt, da die Corona-Pandemie immer mehr Menschen dazu zwingt, von zuhause aus zu arbeiten. Das schlagende Argument des Skype-Rivalen sind die nahezu reibungslos funktionierenden Videoanrufe und Videokonferenzen. Egal ob mit zwei oder 100 Personen, egal ob am PC oder Smartphone, es funktioniert. Und zwar so einfach, dass es jede und jeder nutzen kann (sogar Boris Johnson).

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Darum zoomen längst nicht nur …

Artikel lesen
Link zum Artikel