Das sind die schlechtesten Autos, laut Pannenstatistik
Das Wichtigste in Kürze
- Moderne Autos zeigen keine erhöhte Pannenanfälligkeit
- Hyundai und Toyota schwächeln in der Pannenstatistik
- Elektroautos sind pannensicherer als gleich alte Verbrenner-Autos
Europäische Hersteller bauen derzeit besonders verlässliche Autos. Dagegen enttäuschen Modelle von Toyota und Hyundai in der neuesten ADAC-Auswertung.
Für die aktuelle Pannenstatistik wertete der deutsche Verkehrsclub ADAC die Einsätze des Jahres 2025 aus. Das Ergebnis zeigt deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Antriebsarten und Herstellern.
Wo Technik am längsten hält
Die Statistik nennt klare Favoriten: Wer einen Kleinst- oder Kleinwagen sucht, bleibt mit dem VW up!, dem Skoda Citigo oder dem Audi A1 am seltensten liegen. In der Mittelklasse dominieren deutsche Marken: Die Audi-Modelle A3 und A4 sowie die 1er- und 3er-Reihe von BMW weisen kaum Mängel auf. Auch Mittelklasse-Stromer wie Škoda Enyaq, Tesla Model 3, Tesla Model Y und VW ID.4 überzeugen mit wenig Pannen.
Schwachstellen bei Gebrauchten
Trotzdem ist Vorsicht geboten. Der Opel Insignia (bis 2019) und der Ford S-Max (2016–2018) fielen mit überdurchschnittlich vielen Pannen durch. Auch bei Modellen wie dem Nissan Qashqai (2019), dem Mazda 3 (2020) und gleich mehreren Toyota-Modellen rät der ADAC zum genauen Hinsehen.
Modelle mit hohen Pannenraten
- Kleinstwagen: keine ungenügenden Modelle
- Kleinwagen:
- Opel Meriva (2016–2017)
- Toyota Yaris (2021–2023)
- Toyota Yaris Cross (2022–2023) - Untere Mittelklasse:
- Nissan Qashqai (2019)
- Renault Scénic (2018–2019)
- Toyota Corolla (2023)
- Toyota C-HR (2020–2022)
- Mazda 3 (2020)
- Mazda CX-30 (2020)
- Ford Kuga (2021) - Mittelklasse:
- Opel Insignia (2016–2019, 2022)
- Toyota RAV4 (2017–2022)
- Ford S-Max (2016–2018)
- Hyundai Ioniq 5 (2022–2023) - Obere Mittelklasse: keine ungenügenden Modelle
- Transporter/Vans:
- Renault Master (2019)
- Fiat Ducato (2016–2021, 2023)
Besonders zuverlässige Modelle
- Kleinstwagen:
- Dacia Spring
- Škoda Citigo
- Suzuki Ignis
- Toyota Aygo
- VW up! - Kleinwagen:
- Audi A1
- BMW i3
- Mazda 2
- Mazda CX-3
- Mitsubishi Space Star
- Opel Crossland
- Renault Zoe
- Seat Arona
- Seat Ibiza
- Škoda Fabia
- Škoda Kamiq
- Škoda Yeti
- Suzuki Swift
- Suzuki Vitara
- VW Polo
- VW T-Cross
- VW Taigo - Untere Mittelklasse:
- Audi A3
- Audi Q2
- Audi Q3
- BMW 1er-Reihe
- BMW 2er-Reihe
- BMW iX1
- BMW X2
- Cupra Born
- Cupra Formentor
- Cupra Leon
- Mazda CX-5
- Mercedes-Benz A-Klasse
- Mercedes-Benz B-Klasse
- Mercedes-Benz EQA
- MG MG4
- Mitsubishi ASX
- Mitsubishi Eclipse Cross
- Renault Austral
- Seat Ateca
- Seat Leon
- Škoda Karoq
- Škoda Rapid
- Škoda Scala
- Volvo XC40
- VW Beetle
- VW Golf
- VW ID.3
- VW Nutzfahrzeuge Caddy
- VW T-Roc
- VW Tiguan
- VW Touran - Mittelklasse:
- Audi A4
- Audi A5
- Audi Q4 e-tron
- Audi Q5
- BMW 3er-Reihe
- BMW 4er-Reihe
- BMW i4
- BMW X3
- Mercedes-Benz GLB
- Seat Tarraco
- Škoda Enyaq
- Tesla Model 3
- Tesla Model Y
- VW ID.4
- VW Passat - Obere Mittelklasse:
- Audi Q8 E-tron
- BMW 5er-Reihe
- BMW X5
- Mercedes-Benz GLE
- VW Arteon - Transporter/Vans:
- Mercedes-Benz Sprinter
Häufigste Gründe für Pannen
Hauptursache für Pannen ist die Starterbatterie. 45,4 Prozent der Pannen sind 2025 auf das Konto einer leeren (zu schwachen) oder defekten Batterie gegangen. Pannenursache Nummer zwei sind Motorprobleme (21,8 Prozent), wobei diese bei gleich alten E-Autos viel seltener auftreten. Danach folgen Probleme mit Anlasser, Beleuchtung, Reifen oder Schliesssystem.
Trend: Moderne Autos mit weniger Pannen
Das Vorurteil, dass moderne Autos mit viel Technik generell pannenanfälliger seien, bestätigt die ADAC-Statistik nicht. Tendenziell sei die Zuverlässigkeit in den vergangenen zehn Jahren eher gestiegen. «2015 lag die Pannenwahrscheinlichkeit bei fünfjährigen Fahrzeugen bei 3,6 Prozent, 2025 bei 2,1 Prozent», schreibt der ADAC.
Das Batterieproblem bei Toyota und Hyundai
Die grösste Überraschung liefert Toyota. Die japanischen Modelle C-HR und RAV4 weisen über fast alle Baujahre hohe Pannenraten auf. Auch der Yaris sowie der Yaris Cross (2021–2023) bleiben häufig stehen. Ursache ist meist eine leere (da zu schwache) oder defekte Starterbatterie: Versagt sie, lässt sich der Wagen nicht mehr starten. Dass Toyota seit 2024 nachbessert, schlägt sich in der aktuellen Statistik noch nicht nieder.
«Diese Pannenhäufigkeiten überraschen, denn die Marke Toyota hat sich in der Vergangenheit eigentlich zu Recht den Ruf erworben, Autos zu bauen, die durch höchste Zuverlässigkeit glänzen», schreibt der ADAC.
Bei Hyundai bereitet der elektrische Ioniq 5 (2022–2023) Probleme. Oft versagt die Ladesteuereinheit (ICCU). In der Folge wird die Bordbatterie nicht mehr geladen und der Wagen bleibt unvermittelt stehen. Hyundai hat hierzu bereits Rückrufe gestartet.
Bild: Hyundai
Elektroantrieb ist pannensicherer als Verbrenner
Ein deutlicher Trend zeigt sich beim Vergleich der Antriebsarten: Elektroautos bleiben seltener liegen als Benziner oder Diesel. Bei jungen Fahrzeugen kommen auf 1000 Stromer nur etwa zwei Pannen, bei ebenfalls jungen Benzin- und Diesel-Autos sind es fast sechs. Nach fünf Jahren ist das Risiko bei E-Autos um 40 Prozent geringer als bei gleich alten Verbrennern.
ADAC: „E-Autos zuverlässiger als Verbrenner“
— Björn Stengel (@bjoernstengel) April 24, 2026
Diesel-Dieter: „BLÖDSINN!! Natürlich haben die weniger Pannen, weil es neuere PKW sind!“
Lesen hilft 😉 pic.twitter.com/FW8jAP20HO
Die Statistik beweist: Weniger Bauteile bedeuten weniger Ärger. Wo kein Getriebe und keine Kolben arbeiten, bleibt das Auto seltener am Strassenrand stehen.
Tipp: Auf der Website des ADAC lässt sich für jedes Modell prüfen, ob ein bestimmter Jahrgang anfällig für Pannen ist.
Verwendete Quellen:

