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Das sind die schlechtesten Autos, laut Pannenstatistik

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Pannenhelfer des ADAC im Einsatz: Die betreuten Autos werden im Schnitt immer älter.Bild: www.imago-images.de

Das sind die schlechtesten Autos, laut Pannenstatistik

Lange Zeit galten sie als unfehlbar, jetzt bleiben sie liegen: Die neue ADAC-Pannenstatistik entlarvt überraschende Mängel bei Toyota. Welche Autos glänzen und welche Modelle Käufer besser meiden.
27.04.2026, 10:0427.04.2026, 10:57
Markus Abrahamczyk / t-online
Ein Artikel von
t-online

Das Wichtigste in Kürze

  • Moderne Autos zeigen keine erhöhte Pannenanfälligkeit
  • Hyundai und Toyota schwächeln in der Pannenstatistik
  • Elektroautos sind pannensicherer als gleich alte Verbrenner-Autos

Europäische Hersteller bauen derzeit besonders verlässliche Autos. Dagegen enttäuschen Modelle von Toyota und Hyundai in der neuesten ADAC-Auswertung.

Für die aktuelle Pannenstatistik wertete der deutsche Verkehrsclub ADAC die Einsätze des Jahres 2025 aus. Das Ergebnis zeigt deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Antriebsarten und Herstellern.

Wo Technik am längsten hält

Die Statistik nennt klare Favoriten: Wer einen Kleinst- oder Kleinwagen sucht, bleibt mit dem VW up!, dem Skoda Citigo oder dem Audi A1 am seltensten liegen. In der Mittelklasse dominieren deutsche Marken: Die Audi-Modelle A3 und A4 sowie die 1er- und 3er-Reihe von BMW weisen kaum Mängel auf. Auch Mittelklasse-Stromer wie Škoda Enyaq, Tesla Model 3, Tesla Model Y und VW ID.4 überzeugen mit wenig Pannen.

Schwachstellen bei Gebrauchten

Trotzdem ist Vorsicht geboten. Der Opel Insignia (bis 2019) und der Ford S-Max (2016–2018) fielen mit überdurchschnittlich vielen Pannen durch. Auch bei Modellen wie dem Nissan Qashqai (2019), dem Mazda 3 (2020) und gleich mehreren Toyota-Modellen rät der ADAC zum genauen Hinsehen.

Modelle mit hohen Pannenraten

  • Kleinstwagen: keine ungenügenden Modelle
  • Kleinwagen:
    - Opel Meriva (2016–2017)
    - Toyota Yaris (2021–2023)
    - Toyota Yaris Cross (2022–2023)
  • Untere Mittelklasse:
    - Nissan Qashqai (2019)
    - Renault Scénic (2018–2019)
    - Toyota Corolla (2023)
    - Toyota C-HR (2020–2022)
    - Mazda 3 (2020)
    - Mazda CX-30 (2020)
    - Ford Kuga (2021)
  • Mittelklasse:
    - Opel Insignia (2016–2019, 2022)
    - Toyota RAV4 (2017–2022)
    - Ford S-Max (2016–2018)
    - Hyundai Ioniq 5 (2022–2023)
  • Obere Mittelklasse: keine ungenügenden Modelle
  • Transporter/Vans:
    - Renault Master (2019)
    - Fiat Ducato (2016–2021, 2023)

Besonders zuverlässige Modelle

  • Kleinstwagen:
    - Dacia Spring
    - Škoda Citigo
    - Suzuki Ignis
    - Toyota Aygo
    - VW up!
  • Kleinwagen:
    - Audi A1
    - BMW i3
    - Mazda 2
    - Mazda CX-3
    - Mitsubishi Space Star
    - Opel Crossland
    - Renault Zoe
    - Seat Arona
    - Seat Ibiza
    - Škoda Fabia
    - Škoda Kamiq
    - Škoda Yeti
    - Suzuki Swift
    - Suzuki Vitara
    - VW Polo
    - VW T-Cross
    - VW Taigo
  • Untere Mittelklasse:
    - Audi A3
    - Audi Q2
    - Audi Q3
    - BMW 1er-Reihe
    - BMW 2er-Reihe
    - BMW iX1
    - BMW X2
    - Cupra Born
    - Cupra Formentor
    - Cupra Leon
    - Mazda CX-5
    - Mercedes-Benz A-Klasse
    - Mercedes-Benz B-Klasse
    - Mercedes-Benz EQA
    - MG MG4
    - Mitsubishi ASX
    - Mitsubishi Eclipse Cross
    - Renault Austral
    - Seat Ateca
    - Seat Leon
    - Škoda Karoq
    - Škoda Rapid
    - Škoda Scala
    - Volvo XC40
    - VW Beetle
    - VW Golf
    - VW ID.3
    - VW Nutzfahrzeuge Caddy
    - VW T-Roc
    - VW Tiguan
    - VW Touran
  • Mittelklasse:
    - Audi A4
    - Audi A5
    - Audi Q4 e-tron
    - Audi Q5
    - BMW 3er-Reihe
    - BMW 4er-Reihe
    - BMW i4
    - BMW X3
    - Mercedes-Benz GLB
    - Seat Tarraco
    - Škoda Enyaq
    - Tesla Model 3
    - Tesla Model Y
    - VW ID.4
    - VW Passat
  • Obere Mittelklasse:
    - Audi Q8 E-tron
    - BMW 5er-Reihe
    - BMW X5
    - Mercedes-Benz GLE
    - VW Arteon
  • Transporter/Vans:
    - Mercedes-Benz Sprinter
«Audi, BMW, Mercedes, die Marken des VW-Konzerns sowie Mitsubishi und Tesla überzeugen durchgehend.»
ADAC
Diese Autos wurden berücksichtigt
Insgesamt umfasst die ADAC-Pannenstatistik 158 Modellreihen von 27 Herstellern. Herangezogen wurden alle Pannen im Laufe des Jahres 2025, die Fahrzeuge im Alter von 2 bis 9 Jahren (also Erstzulassung 2016 bis 2023) betrafen. Modelle mit nur wenigen Zulassungen (Oberklasse, Luxusmodelle) werden aus statistischen Gründen nicht ausgewertet.
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Simpler Antrieb: Da kleine E-Autos wie der VW up! auf komplexe Bauteile verzichten, bleiben sie selten am Strassenrand stehen.Bild: vw

Häufigste Gründe für Pannen

Hauptursache für Pannen ist die Starterbatterie. 45,4 Prozent der Pannen sind 2025 auf das Konto einer leeren (zu schwachen) oder defekten Batterie gegangen. Pannenursache Nummer zwei sind Motorprobleme (21,8 Prozent), wobei diese bei gleich alten E-Autos viel seltener auftreten. Danach folgen Probleme mit Anlasser, Beleuchtung, Reifen oder Schliesssystem.

Trend: Moderne Autos mit weniger Pannen

Das Vorurteil, dass moderne Autos mit viel Technik generell pannenanfälliger seien, bestätigt die ADAC-Statistik nicht. Tendenziell sei die Zuverlässigkeit in den vergangenen zehn Jahren eher gestiegen. «2015 lag die Pannenwahrscheinlichkeit bei fünfjährigen Fahrzeugen bei 3,6 Prozent, 2025 bei 2,1 Prozent», schreibt der ADAC.

Das Batterieproblem bei Toyota und Hyundai

Die grösste Überraschung liefert Toyota. Die japanischen Modelle C-HR und RAV4 weisen über fast alle Baujahre hohe Pannenraten auf. Auch der Yaris sowie der Yaris Cross (2021–2023) bleiben häufig stehen. Ursache ist meist eine leere (da zu schwache) oder defekte Starterbatterie: Versagt sie, lässt sich der Wagen nicht mehr starten. Dass Toyota seit 2024 nachbessert, schlägt sich in der aktuellen Statistik noch nicht nieder.

«Diese Pannenhäufigkeiten überraschen, denn die Marke Toyota hat sich in der Vergangenheit eigentlich zu Recht den Ruf erworben, Autos zu bauen, die durch höchste Zuverlässigkeit glänzen», schreibt der ADAC.

Banaler Defekt: Eine schwache Starterbatterie führt bei Modellen wie dem Toyota C-HR zu ungewohnt hohen Pannenraten.
Banaler Defekt: Eine schwache Starterbatterie führt bei Modellen wie dem Toyota C-HR zu ungewohnt hohen Pannenraten. bild: toyota

Bei Hyundai bereitet der elektrische Ioniq 5 (2022–2023) Probleme. Oft versagt die Ladesteuereinheit (ICCU). In der Folge wird die Bordbatterie nicht mehr geladen und der Wagen bleibt unvermittelt stehen. Hyundai hat hierzu bereits Rückrufe gestartet.

Hyundai Ioniq 5
Ältere Ioniq 5 von Hyundai hatten Probleme mit dem integrierten Ladegerät, was zu Ladeabbrüchen und Totalausfällen führen kann. Der Hersteller besserte im Rahmen der Garantie und Kulanz nach.
Bild: Hyundai

Elektroantrieb ist pannensicherer als Verbrenner

Ein deutlicher Trend zeigt sich beim Vergleich der Antriebsarten: Elektroautos bleiben seltener liegen als Benziner oder Diesel. Bei jungen Fahrzeugen kommen auf 1000 Stromer nur etwa zwei Pannen, bei ebenfalls jungen Benzin- und Diesel-Autos sind es fast sechs. Nach fünf Jahren ist das Risiko bei E-Autos um 40 Prozent geringer als bei gleich alten Verbrennern.

Die Statistik beweist: Weniger Bauteile bedeuten weniger Ärger. Wo kein Getriebe und keine Kolben arbeiten, bleibt das Auto seltener am Strassenrand stehen.

Tipp: Auf der Website des ADAC lässt sich für jedes Modell prüfen, ob ein bestimmter Jahrgang anfällig für Pannen ist.

Verwendete Quellen:

Elektroauto
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Die beliebtesten Kommentare
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Overton Window
27.04.2026 10:32registriert August 2022
Ehm... wenn 45,4 Prozent der Pannen auf das Konto einer leeren Starterbatterie geht, wie sagt dann eine solche Statistik etwas über die Qualität des Autos aus?

Für mich sagt das nur etwas über die Qualität des Fahrzeughalters aus.
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Ichsagstrotzdem
27.04.2026 11:48registriert Juni 2016
Wichtig zu wissen: Nicht jedes liegengebliebene Fahrzeug wird durch den TCS betreut.
Viele namhafte Hersteller (und Importeure) haben eigene Pannenhilfen (nennt sich Mobilitätsgarantie).
Dadurch wird der TCS umgangen, was sich natürlich sehr positiv auf die Pannenstatistik des TCS widerspiegelt.
Die Statistik ist damit in meinen Augen unrelevant, da sie keine Aussage darüber macht, welche Automodelle nun pannenanfällig sind und welche nicht.
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