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Digital-News

Kinderarbeit für Handys, Autos und PCs – diese Konzerne profitieren

15.11.2017, 08:1415.11.2017, 10:16

Weitere Digital-News im Überblick:

  • Wikileaks wollte US-Wahlkampf zum Nachteil Clintons manipulieren
  • Apple Watch verkauft sich besser als Fitbit und Co.
  • EU will Konsumentenschutz beim Online-Shopping erhöhen

Kinderarbeit im Kongo – diese Tech- und Autokonzerne sind (laut Amnesty) die schlimmsten

Führende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony, aber auch Autokonzerne wie BMW, Daimler und Volkswagen profitieren nach Angaben von Amnesty International weiterhin von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.

Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation mit dem Titel «Time to recharge» (Zeit zum Wiederaufladen) hervor.

Bei allen Unternehmen mangele es an Transparenz. Deshalb bestehe die Gefahr, dass der Käufer eines Smartphones, Laptops oder E-Autos unwissentlich Kinderarbeit fördere, erklärte Amnesty.

  • Am besten («Best Performer») beurteilt Amnesty bei den Tech-Konzernen Apple. Bei den Auto-Herstellern erhalten Tesla und BMW die positivsten Beurteilungen.
  • Schlecht («Poor Perfomer») schneiden Huawei Technologies, Lenovo und Microsoft ab. Wie auch Renault und Daimler.
  • Bei Dell und HP sei Besserung in Sicht («Signs of Potential»). Dies gelte auch für den VW-Konzern.
Kinder im Kongo sortieren Steine, die Kobalt enthalten.
Kinder im Kongo sortieren Steine, die Kobalt enthalten.

In den Kobalt-Minen des zentralafrikanischen Landes, aus denen laut Amnesty mehr als die Hälfte des weltweiten Kobaltbedarfs gedeckt wird, riskierten schon Kinder ab sieben Jahren ihr Leben und ihre Gesundheit. Die Menschenrechtsorganisation hatte darauf schon Anfang 2016 in ihrem Bericht «This is what we die for» (Dafür sterben wir) hingewiesen.

Durch den steigenden Bedarf an effizienten Energiespeichern in Elektroautos, Smartphones und für erneuerbare Energien steige auch die Nachfrage des für diese Technologien verwendeten Kobalts, erklärte Amnesty. Doch von den 29 untersuchten Unternehmen sei keines seinen Sorgfaltspflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen hinreichend nachgekommen.

Besondere Defizite in der Autobranche

Besondere Defizite weist dem Bericht zufolge die Autobranche auf. BMW habe sich «in einigen Aspekten verbessert» und schneide unter den Autoherstellern als bester ab, zeige jedoch weiterhin «deutliche Mängel». Volkswagen und Daimler wiesen «erhebliche Mängel» auf.

Einige Unternehmen hätten die Kontrollen der Kobalt-Lieferketten zwar verbessert, seien aber noch weit davon entfernt, lückenlos zu prüfen, erklärte der Amnesty-Experte Mathias John.

Alle kobaltverarbeitenden Unternehmen in der Lieferkette müssten im Einklang mit den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Minerale ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht erfüllen, forderte Amnesty.

Das gelte von der Mine über die Verhüttung bis zur Produktionsstätte. Bei Menschenrechtsverstössen müssten sie Gegenmassnahmen ergreifen und für Abhilfe sorgen.

(dsc/sda/afp)

Wikileaks wollte US-Wahlkampf zum Nachteil Clintons manipulieren

Die Russland-Affäre lässt US-Präsident Donald Trump und dessen näheres Umfeld weiter nicht los: Präsidentensohn Donald Junior musste nun direkte Kontakte mit der Enthüllungsplattform Wikileaks einräumen.

Damit wird Trump Jr. immer mehr zur Person im Zentrum des Ermittlerinteresses bei der Ausarbeitung der Russland-Affäre und in der Frage, ob das Trump-Team im Wahlkampf mit einer ausländischen Macht zusammengearbeitet hat.

Donald Trump Junior (rechts).
Donald Trump Junior (rechts).
Bild: EPA/BLOOMBERG POOL

Am Montagabend veröffentlichte Trump Jr. auf Twitter eine umfangreiche Konversation mit dem Twitter Account von Wikileaks aus dem Sommer Jahr 2016 – also vor der Wahl Trumps zum US-Präsidenten. Der Wortlaut der Kommunikation legt nahe, dass nicht Wikileaks-Gründer Julian Assange der Schreiber am anderen Ende war.

Die Neuigkeiten sind pikant, weil Wikileaks während des Präsidentschaftswahlkampfs eine bedeutende Rolle inne hatte. Die Plattform veröffentlichte gehackte E-Mails aus dem demokratischen Lager um Hillary Clinton.

Sie zeigten unter anderem, wie innerhalb der demokratischen Partei Clinton gegenüber ihrem Widersacher Bernie Sanders möglicherweise illegal bevorzugt wurde. Das schadete womöglich der von den Demokraten zur Kandidatin gekürten Clinton im Wettstreit mit Trump.

(sda)

Apple Watch verkauft sich besser als Fitbit und Co.

Apple hat mit seiner Computer-Uhr im vergangenen Quartal nach Berechnungen von Marktforschern die Hersteller günstiger Fitness-Bänder überholt und die Führung im Wearables-Geschäft übernommen.

Mit dem Start der dritten Generation der Apple Watch seien 3,9 Millionen Geräte verkauft worden, das beste Quartalsergebnis seit dem Marktstart im Frühjahr 2015, berichtete die Analysefirma Canalys am Dienstag.

Die neue und teurere Watch-Version mit Anbindung an LTE-Mobilfunknetze wurde nach Berechnungen der Marktforscher 800'000 Mal gekauft. Dabei habe Apple in wichtigen Märkten die Nachfrage nach Modellen der dritten Generation zum Start im September zunächst nicht ausfüllen können.

Bild: EPA/APPLE INC.

Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi, der zuletzt den Wearables-Markt anführte, setzte laut Canalys 3,6 Millionen seiner Fitness-Bänder ab. Der Branchenpionier Fitbit kam auf 3,5 Millionen Bänder und Sportuhren.

Samsung verkaufte im vergangenen Quartal Schätzungen zufolge 500'000 Stück von seiner Smartwatch Gear S3. Damit habe Samsung eine Smartwatch pro 23 verkaufte Top-Modelle seiner Galaxy-Telefone abgesetzt. Bei Apple hingegen sei es eine Uhr pro sieben iPhones der Reihen 7 und 8 gewesen.

(sda/dpa)

EU will Konsumentenschutz beim Online-Shopping erhöhen

Konsumenten sollen in der EU künftig besser vor Betrug beim Einkauf im Internet geschützt werden. Dafür bekommen die nationalen Behörden bessere Möglichkeiten, um Verstösse gegen Verbraucherschutzgesetze aufzudecken.

Das EU-Parlament stimmte am Dienstag mit breiter Mehrheit in Strassburg einem entsprechenden Gesetz zu. Die Mitgliedstaaten müssen nun noch ihr Einverständnis geben, informell haben sie dies aber bereits getan.

Konsumentenschutzbehörden werden damit eine Reihe von Befugnissen an die Hand gegeben – etwa anonyme Testkäufe oder die Anzeige einer ausdrücklichen Warnung vor einer rechtswidrigen Praxis. Gemeint sind etwa hinter günstigen Lockangeboten versteckte langfristige Abonnements oder Preise abhängig vom Heimatland des Konsumenten.

(sda/dpa)

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