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Digital-News

Facebook soll sich massiv ändern – Zuckerberg setzt auf deine Freunde und Familie

12.01.2018, 06:4512.01.2018, 08:50

Weitere Digital-News im Überblick:

  • Snapchat verkackt App-Update

Facebook soll sich massiv ändern

Facebook hat in der Nacht auf Freitag eine grundlegende Änderung bei seinem News-Feed angekündigt: Den Usern soll mehr von Freunden und Familie angezeigt werden und weniger kommerzielle und geschäftliche Inhalte.

Facebook-Nutzer werden also vermehrt private Beiträge zu sehen bekommen statt solche von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen. Chef Mark Zuckerberg will damit die Bedeutung von Facebook als soziales Netzwerk stärken.

Kürzlich erhielten wir von unserer Community Rückmeldungen, dass öffentliche Inhalte – Beiträge von Unternehmen, Marken und Medien – die persönlichen Momente verdrängen, die uns dazu bringen, uns mehr miteinander zu verbinden.
Mark Zuckerbergquelle: facebook
Familiy first: Mark Zuckerberg, Frau Priscilla und Tochter Max.
Familiy first: Mark Zuckerberg, Frau Priscilla und Tochter Max.Bild: EPA/FACEBOOK

Recode fasst die absehbaren Folgen zusammen:

  • Das seien schlechte Nachrichten für Verlage, die sich auf Facebook verlassen, und für Unternehmen, die Facebook als eine Form des organischen Marketings nutzten.
  • Es seien auch Bad News für die Investoren: Facebook räume ein, dass durch die Änderung die Leute wahrscheinlich weniger Zeit auf Facebook verbringen werden.

Facebook kann auch gefährlich sein:

Video: srf

Zuckerberg kündigt die einschneidende Änderung mit einem längeren Beitrag über sein öffentliches Facebook-Profil an.

Die beste Reaktion kommt von Spiegel Online. Da schreibt ein Journalist im Morgen-Ticker sarkastisch: 

«Ich würde Ihnen ja auch den ganzen Post zeigen, aber der ist ziemlich lang. Und da Mark Zuckerberg vermutlich nicht zu Ihren persönlichen Freunden oder Ihrer Familie gehört, sondern Werbung für sein Unternehmen machen will, wäre das genau das Gegenteil von dem, was der Facebook-Gründer will. Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?»

Facebook fühle eine Verantwortung dafür, dass Dienste des Netzwerks gut für das Wohlbefinden seien, schreibt Zuckerberg. Ein Grund für die Änderungen sei, dass «das passive Lesen von Beiträgen oder das Anschauen von Videos» – selbst wenn sie unterhaltsam oder informativ sind – nicht so gut sei.

Er rechne damit, dass mit den Änderungen Menschen weniger Zeit bei Facebook verbringen würden. «Aber ich erwarte auch, dass die bei Facebook verbrachte Zeit wertvoller sein wird.» Damit werde die Entscheidung auf lange Sicht auch für das Geschäft gut sein, hofft der Facebook-Chef.

(dsc/sda, via Recode)

Mit der Änderung reagiert Zuckerberg auf diesen Kommentar 😉

Snapchat verkackt App-Update

Snapchats grosses Redesign stösst auf wenig Gegenliebe: Die neue App werde von über 80 Prozent der User mit nur einem oder zwei Sterne bewertet, berichtet Tech Crunch. Den Ärger auslösen sollen Werbe-Einblendungen.

Bei Twitter hagelt es Kritik. Und: Wer die neue App-Version installiert hat, könne nicht zu einer älteren zurückkehren.

Hierzulande ist die neue App noch nicht verfügbar, sondern vorerst nur in Nordamerika, Australien und Grossbritannien.

(dsc, via Tech Crunch)

Snapchat vs. Facebook

Video: watson
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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fondue
12.01.2018 07:00registriert Januar 2015
Eigentlich will er mit der Änderung, dass die Leute wieder mehr Zeit auf FB verbringen.

Kenne kaum noch jemand, der FB viel nutzt. Der Newsfeed ist heute unbenutzbar, da schau ich lieber eine Stunde Teleshopping. Der Gemüseraffler ist um einiges spannender.
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DunkelMunkel
12.01.2018 07:27registriert November 2017
Ich habe mittlerweile von mehreren Software Entwicklern gehört, die Facebook verlassen haben, weil sie künstliche Intelligenz nicht für "positive" Sachen einsetzen, sondern hauptsächlich für den Zweck, um Menschen emotional so fest wie möglich an Facebook zu binden. Es gibt zig Algorithmen, die versuchen dir bei JEDEM Besuch mindestens 2-3 Beiträge anzuzeigen, wo du reagieren wirst. Und es gibt diverse Mechanismen, dich zurückzuholen, wenn du mal ein paar Tage nicht drauf warst (Facebook beginnt ab ein paar Tagen dir Mails zu schicken, probiers aus!).
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