Digital
Digital-News

ChatGPT kennt künftig Ereignisse bis April 2023

Digital-News

OpenAI zündet den Turbo: So wird ChatGPT aufgemotzt

Horizonterweiterung: ChatGPT kennt künftig Ereignisse bis April 2023. Und es wurde noch mehr Neuerungen angekündigt am «OpenAI DevDay».
06.11.2023, 22:3807.11.2023, 08:54
Mehr «Digital»

Der populäre KI-Chatbot ChatGPT wird künftig über Ereignisse bis April dieses Jahres informiert sein. Bisher endete das Wissen des Programms über die Welt im September 2021.

Die Entwicklerfirma OpenAI werde sich bemühen, nie wieder so weit zurückzuliegen. Dies versprach ihr Chef Sam Altman am Montag am OpenAI DevDay, der ersten Entwicklerkonferenz des Unternehmens in San Francisco.

Man sei von den bisherigen Einschränkungen mindestens genauso genervt gewesen wie die User, sagte Altman, der Unternehmer und Programmierer ist. In Zukunft solle die Aktualität der Informationen weiter verbessert werden.

FILE - The OpenAI logo is seen on a mobile phone in front of a computer screen which displays output from ChatGPT, Tuesday, March 21, 2023, in Boston. British Prime Minister Rishi Sunak will host a tw ...
Noch endet die Weisheit von ChatGPT am Jahr 2021 – doch dem ist nicht mehr lang so.Bild: keystone

Tech-Milliardär Elon Musk hatte kurz vor der OpenAI-Ankündigung einen Chatbot seiner KI-Firma X.AI vorgestellt, der auf frische Informationen aus der ebenfalls ihm gehörenden Online-Plattform X (ehemals Twitter) zugreifen kann.

Längere Anfragen möglich

Auf ChatGPT greifen laut OpenAI pro Woche rund 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzer zu.

Der Chatbot läuft nun auf der am Montag von OpenAI vorgestellten neuen Generation der KI-Technologie mit dem Namen «GPT-4 Turbo». Mit der Einführung der neuen GPT-Version senkt OpenAI auch die Preise für die Nutzung durch Entwicklerinnen und Entwickler – auf einen US-Cent pro 1000 Anfragen und drei Cent pro 1000 Antworten.

GPT-4 Turbo kann ausserdem auch viel längere Anfragen als bisher entgegennehmen.

Eigene KI-Chatbots einrichten

Zu den weiteren Neuerungen gehört, dass leichter spezialisierte Chatbots für einzelne Aufgaben erstellt werden können. Dabei könne es zum Beispiel um Ratschläge zur Entfernung von Flecken in Wäsche oder die Erklärung von Brettspiel-Regeln gehen.

OpenAI nennt solche Assistenten GPTs – und sie können laut Altman allein mit (natürlicher) Sprache programmiert werden.

OpenAI will angeblich Einnahmen mit Autoren teilen

Altman richtete auf der Bühne der ersten Entwicklerkonferenz von OpenAI mit wenigen Sätzen einen Chatbot ein, der Ratschläge für Start-up-Gründer geben soll.

Diese Funktion könnte das Geschäft von Firmen aushebeln, die sich darauf spezialisiert haben, ChatGPT für spezielle Anwendungen anzupassen. Zugleich werde OpenAI seine Erlöse mit den Autoren der «meistgenutzten und nützlichsten» GPTs teilen, kündigte Altman an. Nähere Details dazu solle es später geben.

KI-Chatbots wie ChatGPT können Texte auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen formulieren, ohne jedoch das Geringste vom Inhalt zu verstehen.

Das Prinzip dahinter ist, dass ein Computerprogramm Wort für Wort abschätzen kann, wie ein Satz weitergehen sollte. Angelernt werden solche Sprachmodelle (LLM) mit gewaltigen Mengen an Informationen, wobei es verschiedentlich zu Urheberrechtsverletzungen gekommen sein soll.

Die Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 hatte einen weltweiten Hype rund um Künstliche Intelligenz ausgelöst.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Angst vor Spionage – USA verbieten russische Antivirus-Software Kaspersky

Die US-Regierung verbietet die russische Virenschutzsoftware Kaspersky. Die Sorge, das Programm könnte ein Einfallstor für russische Geheimdienste sein, führt zu drastischen Massnahmen.

Zur Story