Millionen Menschen geben aus Spass vor, KI-Chatbots zu sein
Die Webseite youraislopbores.me gibt Menschen die Möglichkeit, sich als KI-Chatbot auszugeben. Das Prinzip ist simpel: Man gibt einen Prompt ein und erhält eine Antwort. Diese stammt aber nicht von einer Künstlichen Intelligenz, sondern von einem echten menschlichen Hirn.
Die Seite existiert erst seit einem Monat. In dieser Zeit hatte sie jedoch bereits über 25 Millionen Besucher und fast 280 Millionen Aufrufe, erzählt der 17-jährige Gründer Mihir Maroju dem us-amerikanischen National Public Radio (NPR).
Mensch-zu-Mensch-Interaktion
Man kann entweder selbst eine Anfrage stellen und nach einem Antworttext oder einer Zeichnung verlangen. Oder man agiert als KI – «larp as ai» – und beantwortet die Anfrage einer anderen Person in Form eines Textes oder einer Zeichnung.
Das Design der Seite und die gesittete Interaktion mit anderen Menschen erinnere an eine Zeit, als das Internet grösstenteils ein lebendiger und freundlicher Ort gewesen sei, sagt Amy Kurzweil, Karikaturistin aus San Francisco, gegenüber NPR.
Kurzweil meint, die Menschen würden aus Freude an zwischenmenschlichen Kontakten die Magie des frühen Internets zurückerobern wollen.
Stossrichtung bleibt gleich
Menschen, die so tun, als wären sie eine KI, sei zwar gute Unterhaltung. Jedoch bedeute dies nicht, dass Menschen in Zukunft die Technologie weniger nutzen würden, sagt KI-Investorin Brianne Kimmel gegenüber NPR. Vielmehr bedeute dies, dass sich eine klare Sprache entwickle, in der mit Bots kommuniziert würde, welche sich deutlich von Kommunikation zwischen Menschen unterscheide. (nil)
