Digital
Drogen

Polizei sucht Cannabis-Plantage – und stösst auf Bitcoin-Rechner

Polizei sucht Cannabis-Plantage – und stösst auf Bitcoin-Rechner

29.05.2021, 15:0030.05.2021, 17:40

Die britischen Polizisten erwarteten eine Cannabis-Plantage – und stiessen stattdessen bei Birmingham auf ein Produktionszentrum für Kryptowährungen. Die Anlage habe illegal Elektrizität im Wert von Tausenden Pfund abgezapft, teilte die Polizei zu ihrem überraschenden Fund mit.

Die Beamten waren Berichten nachgegangen, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten ein Gebäude in einem Gewerbegebiet in Sandwell besuchten, wie die Nachrichtenagentur PA am Samstag meldete. Mehrere Kabel und Lüftungskanäle waren sichtbar, eine Polizeidrohne nahm eine Wärmequelle auf. Das seien alles «klassische Anzeichen einer Cannabis-Plantage», so die Polizei.

Rund 100 Computer, Stromnetz angezapft

Doch als Beamte sich Zugang verschafften, waren sie erstaunt: «Es war sicherlich nicht das, was wir erwartet hatten», sagte Einsatzleiterin Jennifer Griffin. Statt einer Drogenfabrik fanden die Polizisten rund 100 Computer, die dazu genutzt wurden, Kryptowährungen zu produzieren.

Die Erzeugung der Digitalwährungen wird auch Mining genannt und verbraucht bei der Herstellung enorme Mengen an Strom. Nachfragen beim regionalen Versorger ergaben, dass die Stromversorgung umgangen worden war.

Die Polizei beschlagnahmte die Rechner. Das Mining sei zwar vermutlich nicht illegal gewesen, wohl aber die Stromabzweigung, sagte Griffin. Während des Einsatzes sei niemand in dem Gebäude gewesen, und es habe keine Festnahmen gegeben. Die Polizei will nun aber den Eigentümer des Gebäudes unter die Lupe nehmen.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Europäer kaufen immer mehr E-Autos, in der Schweiz hingegen …
In der EU werden Stromer auch Anfang 2026 weiter beliebter. In der Schweiz hingegen stagnieren die Verkäufe seit vier Jahren.
Auf dem europäischen Automarkt zieht die Elektromobilität an. Der Anteil der vollelektrisch angetriebenen Autos an den Neuzulassungen in der EU erhöhte sich im Januar und Februar auf 18,8 Prozent, während es in den ersten beiden Monaten 2025 erst 15,2 Prozent waren. Dies gab der Herstellerverband Acea in Brüssel bekannt. Europaweit, also inklusive EFTA-Länder und Grossbritannien, stieg der Anteil von 16,9 auf 19,6 Prozent. In der Schweiz hingegen sank der Stromer-Anteil minimal von 20,4 auf 20,3 Prozent. Die E-Auto-Verkäufe stagnieren hierzulande seit rund vier Jahren.

Die höchsten E-Auto-Anteile haben Norwegen und Dänemark mit 98 und 82 Prozent. In Kroatien sind es nur rund 2 Prozent.

Mit dem Wachstum der E-Mobilität sanken die Verkäufe von reinen Benzin-Autos weiter. Im Februar gingen die Verkäufe in der EU gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,3 Prozent zurück.
Zur Story