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Teslas Cybertruck erhält wohl keine Zulassung in Europa

Tesla Cybertruck
Um die passive Sicherheit des Gefährts steht es nicht zum Besten.Bild: Tesla

Teslas Cybertruck erhält keine Zulassung in Europa, sagt ein Mann, der es wissen muss

Die Karosserie des Elektro-Pick-ups soll schlag- und schussfest sein. Aber genau das könnte einer Zulassung hierzulande im Wege stehen.
14.12.2019, 17:3514.12.2019, 19:56
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Ein Artikel von
t-online

In den USA soll der Cybertruck von Tesla voraussichtlich 2022 auf die Strassen kommen. Ob das Elektroauto hierzulande jemals in Serie geht, ist hingegen fraglich. Ein deutscher Experte erklärte jüngst, dass das Fahrzeug in seinem derzeitigen Zustand in Europa nicht zugelassen werden könnte.

Stefan Teller, bei der SGS-TÜV Saar für die Typzulassung von Kraftfahrzeugen zuständig, sagte im Gespräch mit der «Automobilwoche», dass das Grundkonzept von Tesla der gängigen europäischen Sicherheitsphilosophie widerspreche. Beim Cybertruck sehe er grosse Mängel. «Die Insassen fühlen sich zwar sicher, sind es aber nicht», sagte er der Zeitschrift.

Karosserie muss sich verformen können

Für eine Zulassung in Europa müsste das Elektrofahrzeug demnach einige Modifizierungen durchlaufen.

Der Cybertruck ist zum Beispiel mit einer hochfesten Aussenschale versehen. Diese würde sich bei einem Unfall nicht so einfach verformen. Genau das ist nach den Sicherheitsvorschriften in Europa aber nötig. Die Karosserie eines Autos muss sich nach den hiesigen Regeln verformen und die Energie des Aufpralls aufnehmen können.

Auf diese Weise sollen Verletzungen von Insassen und Fussgängern minimiert werden. In den USA zählt der Cybertruck zu den «Light Duty Trucks», die oftmals von den Vorschriften zur passiven Sicherheit ausgenommen sind.

In den USA ist der E-Pick-up laut Angaben von Tesla bereits mehrere Hunderttausend Mal vorbestellt worden. Das Gefährt mit seiner ungewöhnlichen dreieckigen Form erlangte zuletzt Aufmerksamkeit, als Tesla-Chef Elon Musk bei einer Fahrt durch Los Angeles mit dem Auto einen kleinen Unfall baute.

Verwendete Quellen:

(cch/t-online.de)

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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kaoro
14.12.2019 18:23registriert April 2018
Solche Riesenmonster auf unseren kleinen Strassen sind einfach eine Qual. Schon mal durch den Gubrist oder nach St.Gallen von Bern gefahren? Schon mal Milchbuck und Schöneich ausprobiert? Es gibt aber bereits Leute, die fahren den RAM oder Hummer! Wozu? Haben die eine Ranch, wo sie Kühe hin und her fahren müssen?
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Pafeld
15.12.2019 02:09registriert August 2014
Keine Knautschzone? Das Ding ist eine Todesfalle. Wird die kinetische Energie bei einem Aufprall nicht in der Karosserie abgebaut, kriegen sie die Insassen ab. Simple Physik. Gilt auch für andere Verkehrsteilnehmer. Eine Frontalkollision mit einem Cybertruck bei 50 km/h entspricht also einer Fahrt in eine Wand mit 100 km/h. Können die Amis gerne machen. Muss ich aber nicht auf unseren Strassen haben.
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Ökonometriker
15.12.2019 07:48registriert Januar 2017
Auch in den USA ist das Auto noch nicht zugelassen und auch dort wie die Sicherheit von den Behörden hinterfragt. Wenn es Tesla mit dem Auto wirklich ernst ist, werden sie wohl noch etwas an der Sicherheit arbeiten müssen.
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