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Facebook und Instagram prüde: «Sexuelle» Gemüse-Emojis werden verboten

Facebook und Instagram verbieten «sexuelle» Gemüse-Emojis ...

Tausende Emojis gibt es mittlerweile, darunter auch Aubergine und Pfirsich. Auf den grössten Social-Media-Plattformen sind solche Symbole neu aber unter Umständen verboten. Der Grund: Sie gelten als anstössig.
31.10.2019, 07:4631.10.2019, 08:36
Ein Artikel von
t-online

Facebook hat seit September neue Gemeinschaftsstandards erlassen. Hier listet der Konzern Richtlinien, die Nutzer einhalten müssen, ansonsten droht eine Sperrung. Beispielsweise dürfe User nicht zur Gewalt gegen andere Nutzer aufrufen oder Gewaltvideos posten. Die Regeln gelten auch für Instagram, das zu Facebook gehört.

Auch pornografische Inhalte wie Nacktbilder sind untersagt. Auffallend ist hier auch, dass Facebook seit neuestem bestimmte Emojis verbietet. So schreibt der Konzern, dass «Kontextspezifische und üblicherweise sexuelle Emojis oder Emoji-Strings» nicht gepostet werden dürfen.

Aubergine, Pfirsich

Welche Emojis gemeint sind, verschweigt Facebook. Eine Nachfrage von t-online.de zum Thema blieb vom Unternehmen bisher unbeantwortet. Für gewöhnlich werden unter anderem Emojis wie Aubergine oder Pfirsich genutzt, um männliche oder weibliche Geschlechtsorgane darzustellen.

Allerdings sind diese Emojis nicht per se verboten, sondern nur, wenn sie im entsprechenden Kontext verwendet werden. Das sagte ein Sprecher von Instagram zur «New York Post».

Bild
screenshot: nypost.com

Laut dem Sprecher werden Inhalte «nur dann von Facebook und Instagram entfernt, wenn sie ein sexuelles Emoji neben einer impliziten oder indirekten Anfrage nach nackten Bildern, Sex- oder Sexualpartnern oder Sexchat-Gesprächen enthalten».

«Wir ergreifen keine Massnahmen nur gegen die Emojis.»

Nippel verboten, aber ...

Daneben sind unter anderem auch Fotos von weiblichen Brüsten mit sichtbaren Brustwarzen verboten.

«Aktfotos, bei denen Emojis Genitalien, Hintern oder weibliche Brustwarzen abdecken, sind ebenso wenig erlaubt wie Links oder Informationen, die zu pornographischem oder anderweitig erwachsenem Material führen.»
quelle: quelle: nypost.com

Ausgenommen von der Regel sind aber Darstellungen von «etwa Protestaktionen oder stillende Frauen, oder Fotos von Narbenbildungen nach Brustamputationen».

Auch Fotos von Gemälden oder Skulpturen dürfen nackte Brüste zeigen. 2018 wurde beispielsweise das berühmtes Delacroix-Gemälde von Facebook-Algorithmus zensiert, da nackte Brüste darauf zu sehen sind.

Auch digitale Inhalte mit sexuellen Handlungen sind von diesen Regeln betroffen. Ausnahme: «Es sei denn, sie wurden zu Bildungszwecken gepostet, oder es handelt sich um humorvolle oder satirische Darstellungen.»

Verwendete Quelle:

(avr/t-online.de)

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