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Statt Facebook kauft jetzt Google den Drohnen-Hersteller Titan

Wettlauf um Internet-Versorgung von Entwicklungsländern

Statt Facebook kauft jetzt Google den Drohnen-Hersteller Titan

14.04.2014, 22:1114.04.2014, 23:24

Der Wettlauf zwischen Google und Facebook um die Internet-Versorgung von Entwicklungsländern gewinnt an Schärfe. Google hat den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace gekauft, an dem zuvor auch Facebook interessiert gewesen sein soll. Ein Preis wurde am Montag nicht genannt.

Titan Aerospace ist auf Drohnen für besonders grosse Höhen spezialisiert. Das Start-up-Unternehmen soll am Projekt Loon mitarbeiten, das mit Antennen auf riesigen Ballons Internet-Anschlüsse in entlegene Regionen bringen solle, erklärte ein Google-Sprecher dem «Wall Street Journal». 

Technik bereits in einem Jahr einsatzreif

Die Drohnen von Titan Aerospace, die noch in der Entwicklung sind, sollen mit Hilfe von Sonnenenergie angetrieben werden. Damit könnten sie fünf Jahre in einer Höhe von etwa 19 Kilometern fliegen. Die Flügel-Spannweite liegt mit knapp 50 Metern in der Dimension einer Boeing 767. Die Technik soll nach bisherigen Angaben 2015 reif für den Einsatz sein. 

Laut Titan können die Drohnen Echtzeitaufnahmen der Erde in hoher Auflösung machen, über Sensoren Messungen der Atmosphäre durchführen und Daten und Sprache übertragen. Damit könnten sie auch für andere Dienste wie Google Maps wichtig sein, berichtet das «Wall Street Journal».

Facebook übernahm einen britischen Drohnen-Entwickler

Anfang März hatte Medienberichte gegeben, wonach Facebook über einen Kauf von Titan verhandelt. Dem US-Sender CNBC zufolge ging es um etwa 60 Millionen Dollar. Stattdessen übernahm das Online-Netzwerk aber den britischen Drohnen-Entwickler Ascenta, der ebenfalls an solarbetriebenen Drohnen arbeitet.

Der Preis lag laut «Wall Street Journal» bei 20 Millionen Dollar. Facebook will mit der Technik ebenfalls günstige Internet-Zugänge in entfernte Regionen in der Dritten Welt bringen. (dwi/sda/dpa)

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