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Facebook schluckt Tech-Firma, die Gedanken-Steuerung entwickelt

Für das Start-up Ctrl-Labs hat Mark Zuckerbergs Konzern angeblich bis zu 1 Milliarde Dollar bezahlt.
24.09.2019, 08:08

Facebook hat ein Start-up gekauft, das Geräte mit Gedanken steuern lassen will. Die New Yorker Firma Ctrl-Labs verwendet dafür ein Armband, das die neuronalen Signale auf dem Weg zu den Muskeln erkennen und in Befehle für den Computer umwandeln kann.

Auf diese Weise werde man dann zum Beispiel ein Foto mit einem Freund nur durch den Gedanken daran teilen können, erklärte Facebook-Manager Andrew Bosworth in der Nacht zum Dienstag bei der Bekanntgabe der Übernahme.

Armband von CTRL-Labs.
Armband von CTRL-Labs.

Facebook nannte keinen Kaufpreis. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf informierte Personen, das Unternehmen von Mark Zuckerberg zahle zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar.

«Building a world where computers are natural extensions of thought and movement.»
Firmen-Motto von Ctrl-Labs

Direkt aus dem Gehirn heraus ...

Das Interesse von Facebook an solcher Technologie ist schon länger bekannt. Bereits im Frühjahr 2017 berichtete die damalige Chefin des Facebook-Forschungslabors, Regina Dugan, von Überlegungen, Menschen direkt aus dem Gehirn heraus Worte in den Computer schreiben zu lassen. Damit wäre es zum Beispiel möglich, einem Freund eine Textnachricht zu schicken, ohne dafür das Smartphone herausholen zu müssen, hiess es damals.

Die Idee war, dafür Sensoren auf dem Kopf zu nutzen, weil Implantate nicht praktikabel seien. Inzwischen arbeitet unter anderem auch eine Firma des Tech-Milliardärs und Tesla-Chefs Elon Musk daran, einen Stoff zu entwickeln, den man mit neuronalem Gewebe verbinden kann.

Die Ankündigung erfolgt kurz vor dem Start der Oculus-Entwicklerkonferenz, die am Mittwoch und Donnerstag im kalifornischen San Jose über die Bühne geht. Facebook hatte die Firma Oculus VR, die auf Virtual Reality spezialisiert ist und eine Videobrille entwickelt hat, 2014 übernommen.

(dsc/sda/awp/dpa)

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