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Gesucht: Kreshnik (21) und Kastriot (25)

Bewaffnet und gefährlich? Deutsche Polizei veröffentlicht Steckbriefe der KinoX.to-Betreiber

Räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Steuerhinterziehung und Urheberrechtsverletzung in unzähligen Fällen: Zwei junge Filmpiraten werden nun offiziell europaweit gesucht.



Mit den Filmportalen KinoX.to, Movie4K.to und weiteren Online-Diensten sollen Kreshnik (21) und Kastriot S. (25) mehrere Millionen Euro verdient haben. Die beiden kosovarisch-stämmigen Brüder sind auf der Flucht – und werden mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat am Donnerstag einen öffentlichen Fahndungsaufruf publiziert und erhofft sich, so den Druck auf die Flüchtigen zu erhöhen. Im Schreiben wird gewarnt, dass die Tatverdächtigen als gewaltbereit eingestuft werden. «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie im Besitz von Schusswaffen sind.»

Die Liste der Delikte, die den beiden vorgeworfen werden, ist lang. Gewerbsmässige Urheberrechtsverletzungen, Steuerhinterziehung und räuberische Erpressung. Angeblich haben die jungen Männern einen Brandanschlag auf das Auto eines Konkurrenten verübt, um diesen einzuschüchtern, respektive aus dem Business zu drängen.

Vor Razzia abgetaucht

Am 22. Oktober stürmte eine Spezialeinheit der deutschen Polizei ein Mehrfamilienhaus im norddeutschen Lübeck. Doch der Zugriff gelang nicht, die Verdächtigen hielten sich nicht im Haus der Eltern auf. 

Noch immer sind KinoX.to, Movie4K.to und weitere Filmportale und Online-Dienste, die den beiden zugerechnet werden, online. Demnach ist es der Staatsanwaltschaft bis heute nicht gelungen, an die Informationen zum Abschalten der Websites zu gelangen.

Gegenüber watson erklärte eine Sprecherin der privaten Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), dass vermutlich nur die Brüder im Besitz der Server-Passwörter seien. Zwar wurden bei einer weiteren Razzia zwei andere Tatverdächtige festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt. Die Verhafteten konnten oder wollten den Ermittlern aber bislang offensichtlich nicht weiterhelfen. 

Das Landeskriminalamt Sachsen nimmt Hinweise zum gegenwärtigen Aufenthaltsort der Gesuchten entgegen. Belohnung gibt es keine.

(dsc)

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