Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Das Raumschiff bevor es eingescannt wird. bild: might and delight

Von Hand gemacht

So entsteht mit Leim, Karton und Knallkörpern ein Computerspiel

Das schwedische Entwickler-Studio Might and Delight hat bei seinem neusten Game «The Blue Flamingo» auf Handarbeit gesetzt. Level, Gebäude und Raumschiffe wurden als Modelle gebaut und eingescannt – genauso wie die Explosionen.



«The Blue Flamingo» ist ein ganz besonderes Spiel. Während andere Entwickler aufwendige Computeranimationen programmieren, gehen Might and Delight einen anderen Weg. Ähnlich wie bei einer Modelleisenbahn bauten die Schweden ihr Raumschiff-Action-Spiel von Hand. Der Stil, der daraus entsteht, ist einzigartig.

Der Trailer zum Spiel

abspielen

video: youtube/mightandmagic

«Wir haben schnell gemerkt, dass es sehr aufwendig ist, Miniaturmodelle zu bauen.»

Bastian Leonhardt Strube, Might and Delight

Für «The Blue Flamingo» wurde ein acht Meter langes Modell mit Bäumen, Felsen, Fahrzeugen und Gebäuden erstellt. Mit einer Kamera, montiert auf einem fahrbaren Kran, wurde davon ein Video erstellt. Rund vier Monate hat das Team an dem Projekt gearbeitet, erklärt Bastian Leonhardt Strube (Graphic Artist) von Might and Delight. Die Länge des Models entspricht der des Levels im Spiel. «Wir haben schnell gemerkt, dass es sehr aufwendig ist, Miniaturmodelle zu bauen. Unser Budget und Team waren einfach nicht gross genug, um mehr zu machen», so Strube. Die Kombination aus Video und konventioneller Programmier-Software hat den Schweden viel Kopfzerbrechen bereitet. Ein Punkt, der hingegen Zeit sparte, waren die Lichteffekte, erklärt Strube: «Die Beleuchtung von Tag auf Nacht zu ändern, kostet gerade mal einen Nachmittag, im Vergleich zu Wochen, wenn man es am Computer programmiert.»

So entsteht mit Leim, Karton und Böllern ein Computerspiel

Spielzeug und 3D-Drucker

«Es ist eine Technik, die wir schon lange ausprobieren wollten», sagt Strube. Das Spiel entstand in Kollaboration mit einem Stockholmer Modellbauer. Als Material für die Gegner dienten Spielzeugteile von Flugzeugen und Tieren. Das Raumschiff des Spielers wurde erst aus Ton gefertigt, dreidimensional animiert, am 3D-Drucker ausgedruckt und anschliessend angepinselt. Alle Explosionen wurden mit echten Knallkörpern erzeugt.

Inspiration hat man unter anderem in dem alten norwegischen Stop-Motion-Film «Hintertupfinger Grand Prix» gefunden. «Wir hoffen, es war nicht das letzte Projekt mit dieser Technik. Aber Neues geplant ist noch nichts», so Strube.

«The Blue Flamingo» ist auf Steam für 5 Euro erhältlich. Bis am 2. Dezember gar für die Hälfte.

Making-of

abspielen

video: youtube/mightanddelight

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Warum unser Game-Kritiker «Assassin’s Creed Valhalla» entnervt abgebrochen hat

Das neue «Assassin’s Creed» überzeugt zu Beginn mit einem rauen, wunderschönen Wikinger-Setting. Während der Start berauschend ausfällt, werden die späteren Spielstunden zu einer Qual und der Controller landet schliesslich in einer Ecke.

Auch wenn ich nach dem letzten Ableger in Sachen «Assassin’s Creed» ziemlich müde war, habe ich mich auf das raue Setting im Norden Europas sehr gefreut. Als Wikinger dem Brandschatzen frönen und einfach mal wieder die Sau rauslassen, die Euphorie war da. Aber nach rund zwanzig Spielstunden hatte ich keine Lust mehr.

Als Frau (das Geschlecht kann zu Beginn der Story gewählt werden) werde ich Schritt für Schritt in das Wikinger-Leben eingeführt. Ich lerne meine Familie kennen, nehme an …

Artikel lesen
Link zum Artikel