Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kinder hängen zu lang am Handy – Spiele-Anbieter verhängt Sperre

Mit Blick auf die «gesundheitliche Entwicklung von Kindern» hat der chinesische Internetriese Tencent die Nutzungsdauer für das extrem populäre Smartphone-Spiel «King of Glory» eingeschränkt.



«Diese kleinen Teufel stehlen einfach die Personalausweise ihrer Eltern, um sich zu registrieren.»

Weibo-User, anonym

Minderjährige können das in China extrem populäre Online-Game «King of Glory» nur noch eine bis zwei Stunden pro Tag das nutzen, wie Tencent mitteilte. Die Aktien des Unternehmens gingen daraufhin auf Talfahrt.

Spieler im Alter von bis zu zwölf Jahren können jetzt über ihren Account nur noch eine Stunde am Tag «King of Glory» spielen, und dies nicht nach 21 Uhr. Für Zwölf- bis 18-Jährige gilt eine Begrenzung auf zwei Stunden pro Tag.

Wer die Zeit überschreitet, wird laut Tencent «gezwungen», offline zu gehen. Ausserdem wurde die Geldsumme, die Minderjährige auf der Plattform ausgeben können, gedeckelt.

Umfrage

Sollen Spieleanbieter die Spielzeit für Minderjährige begrenzen?

  • Abstimmen

248

  • Ja, das ist sinnvoll.81%
  • Nein, das geht nicht.13%
  • Keine Ahnung5%

40 Stunden am Stück gespielt – Herzinfarkt

In China wird derzeit verstärkt über die gesundheitlichen Folgen von Computerspielen diskutiert. Schätzungen zufolge sind 24 Millionen junge Chinesen internetsüchtig.

Im April berichteten die Staatsmedien, ein 17-Jähriger aus der Provinz Guangdong habe eine Art Herzinfarkt erlitten, nachdem er 40 Stunden am Stück «King of Glory» gespielt hatte.

«King of Glory» hat pro Tag 80 Millionen Nutzer. Es ist derzeit weltweit das Spiel mit den höchsten Einspielergebnissen. Im ersten Quartal brachte es laut der Nachrichtenagentur Xinhua Einnahmen von rund sechs Milliarden Yuan (rund 850 Millionen Franken).

Das Game-Play erinnert ziemlich stark an «League of Legends», oder?

abspielen

Video: YouTube/Grimx3 _

Weniger Spielzeit = tiefere Einnahmen

Der Wert der Tencent-Aktie fiel am Dienstag um 4.13 Prozentpunkte; so viel wie seit Februar 2016 nicht mehr an einem einzigen Tag. Grund dafür sei auch die Ankündigung, die Dauer des Spiels zu begrenzen, sagte der Analyst Sam Chi Yung aus Hongkong. Denn durch die kurze Spieldauer sänken die Einnahmen aus Zusatzkäufen, die während des Spiels getätigt werden.

Nutzer des Messaging-Dienstes Weibo zeigten sich skeptisch, dass die neuen Regeln den gewollten Nutzen bringen: «Die meisten Grundschüler nutzen ohnehin den Account ihrer Eltern», schrieb ein Nutzer. «Diese kleinen Teufel stehlen einfach die Personalausweise ihrer Eltern, um sich zu registrieren», schrieb ein anderer. «Und bald wird es einen riesigen Schwarzmarkt für Erwachsenen-Accounts geben.»

(dsc/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mister_michael 09.07.2017 21:32
    Highlight Highlight Traurig, dass die Eltern nicht zu den Kindern schauen. Jedoch Hut ab vor dem Hersteller!
  • Vadda 05.07.2017 15:08
    Highlight Highlight Eigentlich wäre es Sache der Eltern: Dazusein, Aufzupassen, Zuzuhören... und eben Gerät abzustellen. Aber das klappt leider nicht mehr. (Hat es denn je geklappt?) Die Schule, die Gemeinde, der Staat ... und eventuell die Privatwirtschaft wird zunehmend diese Funktionen übernehmen müssen.
  • glüngi 05.07.2017 10:19
    Highlight Highlight Ich finde es mutig vom Spieleentwickler, dass er sich, obwohl es ihm schadet für die Gesundheit seiner Kunden einsetzen will. Gleichzeitig ist es ein Armutszeugnis, dass eine Firma die Rolle eines Erziehungsberechtigten übernehmen muss.
  • SkyBound 05.07.2017 08:17
    Highlight Highlight Sieht mir mehr nach einem weiteren DotA 2/LoL Klon aus als «Clash of Clans».

    Finde eine Beschränkung gerade für Jüngere dennoch sinnvoll, gerade wegen der Schule.
    • Alex_Steiner 05.07.2017 14:54
      Highlight Highlight Was hat das mit Schule zu tun? Warum sollte ein Kind am Samstag nicht länger als 1 Stunde spielen dürfen? Und warum sollten die Eltern das nicht bestimmen dürfen?

      Was ist wenn ein Kind die ganze Woche nicht spielen darf, ausser am Samstag Nachmittag für 4 Stunden. Dann darf das Kind jetzt nur noch 1 Stunde am Samstag spielen und fertig.
  • s0LiD 05.07.2017 08:09
    Highlight Highlight Ihr meint hoffentlich nicht «Clash of Clans», sondern «League of Legends».
    • @schurt3r 05.07.2017 08:19
      Highlight Highlight Yep. Danke.
    • @schurt3r 05.07.2017 08:20
      Highlight Highlight Wobei «Clash of Clans» auch ziemlich süchtig machen kann ;-)
  • kupus@kombajn 05.07.2017 08:05
    Highlight Highlight Wäre es nicht Sache der Eltern, die Spielzeit zu begrenzen, statt dass der Spielanbieter aktiv werden muss? Aber immerhin macht der was.

    Meine Tochter erhält demnächst ihr erstes Tablett zu ihrem 9. Geburtstag (Handy hat sie keines). Da habe ich eine App für einen Kindermodus draufgeladen und programmiert. Das Tablet funktioniert nur zu festgelegten Tageszeiten (lässt sich über einen Kalender programmieren) und wenn die Totalzeit von der vorher festgelegten 1h am Tag überschritten wird, blockiert es. Und Geld kann sie im Kindermodus auch gleich keines Ausgeben. Die sinnvollste App ever!
    • Sheriff_Rooster_Cockburn 05.07.2017 08:56
      Highlight Highlight Wart nur, bis sie lernt, solche Sperren zu umgehen :)
      Software, die nach bestimmten Zeiten den PC herunterfährt? Mit Antivirus in Quarantäne verschieben.
      Router sperrt Zugang bestimmter PCs nach vorgegebener Zeit? MAC-Adresse spoofen.
    • kupus@kombajn 05.07.2017 09:22
      Highlight Highlight @Sheriff: zuerst muss sie es lernen. Und um das von dir Erwähnte bewerkstelligen zu können, muss sie es erst einmal schaffen, den Kindermodus zu verlassen. Ausserdem: Router? Wieso Router?
    • Wiesoned 05.07.2017 09:44
      Highlight Highlight @kupus@kombajn

      Sehe das wie du, es ist Sache der Eltern, den Kindern die Zeit zu begrenzen, nicht der Spielanbieter. Der TV schaltet ja auch nicht einfach ab ( oder gibt es das heutzutage scho ?:O). Spielanbieter stellen Produkte zur Unterhaltung zur Verfügung und sind nicht verantwortlich für die Erziehung.

      @Sheriff_Rooster_Cockburn
      Die Tochter ist 9 Jahre alt, als wüsste sie wie man eine Software in die Quarantäne verschiebt. Und wenn sie dies Mal kann, dann wird sie genug alt sein, um selber zu wissen wie lange sie spielen soll.
    Weitere Antworten anzeigen

Diese 10 super-nützlichen Apps solltest du unbedingt kennen

Sun Locator ist eine nützliche App aus Schweizer Küche, die zeigt, wo die Sonne zu welcher Tages- und Jahreszeit steht – und mit welchem Schattenwurf zu rechnen ist.

«Die Idee der App ist, dass man mit der Kamera-Ansicht am Ort des Interesses steht (z.B. auf dem Balkon einer Wohnung, die man mieten/kaufen möchte) und dann direkt kontrolliert, wann die Sonne durch Nachbarhäuser, Berge, Bäume etc. verdeckt wird», sagt der App-Entwickler.

Sun Locator Pro richtet sich jedoch primär an …

Artikel lesen
Link zum Artikel