Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bald kommt das Ende von Instagram (wie wir es kennen)



Instagram macht Ernst. Der grosse neue Feind, den das Unternehmen angreifen will, heisst YouTube. Wie das Wall Street Journal und Tech Crunch berichten, soll es bald möglich sein, längere Videos bei Instagram zu posten.

Was hat Instagram vor?

Instagram erhofft sich, für Influencer und Social Media Publisher mit ihren YouTube-Videoformaten, die meist zwischen fünf und zehn Minuten dauern, interessanter zu werden.

Aktuell hat Instagram über 800 Millionen aktive Nutzer, von denen 300 Millionen täglich die Stories nutzen. Derzeit gibt es 15-Sekunden-Clips in den Stories, im normalen Feed können Videos bis zu 60 Sekunden lang sein. Künftig soll eine Video-Dauer bis zu 60 Minuten möglich sein.

Wo geht die Reise für Instagram hin?

Experten schätzen, dass Instagram mit den Änderungen für Bewegtbild-Werbekunden noch interessanter werden und sich weiter auf dem Weg Richtung TV-Ähnlichkeit bewegen könnte.

Instagram-Chef Kevin Systrom hatte bereits 2015 in einem Welt-Interview angekündigt, mit seiner Foto-App langfristig den Stellenwert von Fernsehen erreichen zu wollen. Auf diese Weise will er künftig auch den Journalismus verändern.

Und die App wird schnell umgebaut. Hast du diese drei Neuerungen der vergangenen Wochen mitbekommen?

Die «Alles-gesehen»-Funktion

Instagram testete zuletzt eine neue Funktion für Nutzer, die keine Beiträge verpassen wollen. So bekamen einige Nutzer testweise eine Mitteilung angezeigt, wenn sie alle neuen Beiträge der vergangenen 48 Stunden gesehen hatten.

Das soll zeitraubendes Suchen nach dem wirklich letzten neuen Selfie oder Speisenfoto in der eigenen Timeline überflüssig machen. 

Die «So-viel-Zeit»-Funktion

Damit Nutzer im Auge behalten, wie lange er oder sie genau bei Instagram unterwegs ist, plant das Netzwerk eine neue Funktion.

Instagram-Chef Systrom bestätigte: «Wir arbeiten an Tools, die der Community ermöglichen, mehr über die auf Instagram verbrachte Zeit zu erfahren – die Zeit sollte immer positiv und bewusst sein.»

epa05182163 A handout picture provided by the Vatican newspaper L'Osservatore Romano shows Kevin Systrom (R), CEO and co-founder of online media sharing platfrom Instagram, during a private audience with Pope Francis in the Apostolic Palace in Vatican City, 26 February 2016.  EPA/OSSERVATORE ROMANO/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Instagram-Co-Gründer Kevin Systrom beim Papst. archivBild: EPA

Es sei wichtig zu verstehen, wie Nutzer durch die online verbrachte Zeit beeinflusst werden, und es sei die Verantwortung aller Unternehmen, in diesem Punkt ehrlich zu sein. «Wir wollen Teil der Lösung sein. Ich nehme diese Verantwortung ernst."

Die «Ruhe-jetzt»-Funktion

Seit kurzem können Instagram-Nutzer die Inhalte ausgewählter Accounts mithilfe der Mute-Funktion stummschalten, sodass deren Beiträge nicht mehr im eigenen Feed auftauchen.

«Wir wollen den Feed zum besten Ort machen, an dem Nutzer ihre Inhalte teilen und sich mit Menschen mit ähnlichen Interessen verbinden können», hiess es in der offiziellen Mitteilung.

(pbl)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fischolg 07.06.2018 19:57
    Highlight Highlight 🤦‍♀️ ich mochte es, als es einfach nur Bilder waren. Ohne mehrere Fotos aufs Mal gepostet, was jetzt die Einzigartigkeit eines Bildes völlig zerstört, ohne InstaStories (wobei ich nicht ganz dagegen bin, da ich so nicht auch noch Snapchat brauche), ohne Durcheinander in der Timeline. Der Algorhythmus is shit. Ich will alle Bilder sehen, nicht nur die, die mir mehr gefallen. Sinn und Zweck ist es ja, sich ein breiteres Blickfeld aufzuarbeiten. Genau wegen solchen Einsichtigkeiten ist Trump Präsident geworden.
  • Duscholux 07.06.2018 14:06
    Highlight Highlight Instagram will die Jake Paulers abgrasen.
  • giandalf the grey 07.06.2018 11:50
    Highlight Highlight Wenn die timeline wieder chronologisch wäre bräuchte man so eine "alles gesehen" funktion gar nicht. Insta will offebar einfach den 50er, das weggli und die tochter des bäckers. Ich habe lieber eine app, die eine sache richtig gut macht als eine Frankensteins-Monster-App die eine perverse Kreuzung zwischen snapchat, youtube und instagram ist.
  • Butterscotch&hardcandy 07.06.2018 11:45
    Highlight Highlight Schade, früher war Instagram interessant (vor der Übernahme durch FB, wo es wirklich um gute Amateurfotos ging). Durch die Assimilierung an Snapchat, FB & co. wird’s immer schlechter :(
  • Paganapana 07.06.2018 11:22
    Highlight Highlight Instagram muss aufpassen, dass sie nicht wie Facebook enden, das für junge Leute kaum noch attraktiv ist. Die Einfachheit war bisher immer die Stärke von Instagram.

Die Schweizer Verschwörungs-Influencer

Snowboardprofi Nicolas Müller und Comedian Gabirano Guinand verbreiten über ihre Social Media Kanäle abstruse Theorien über Kinderhandel, Impfungen oder 5G. Solche Einträge sehen jeweils Hunderttausende. Das ist nicht ungefährlich.

Fake News und Desinformation haben in Krisenzeiten Hochkonjunktur. Der US-Präsident Donald Trump empfahl eine Lichttherapie und das Spritzen von Desinfektionsmittel gegen das Coronavirus. Der deutsche Sänger Xavier Naidoo feiert den mehrfach verurteilten Reichsbürger Rüdiger Hoffmann als «wahren Helden» ab. Auf europäischen Plätzen demonstrieren Tausende gegen Bill Gates und seinen angeblichen Impfplan.

Solche abstrusen Verschwörungstheorien finden auch in der Schweiz eine Reihe von Anhängern. …

Artikel lesen
Link zum Artikel