Digital
Israel

Krieg spielen

Screenshot des umstrittenen Spiels.
Screenshot des umstrittenen Spiels.Bild: The independent
Empörung über Online-Game

Krieg spielen

Bomben auf Gaza abwerfen und dabei keine Zivilisten treffen: Ein Computerspiel mit diesem Inhalt und Ziel war bis vor kurzem bei Google im Appstore Google Play erhältlich. Am Montag hat der US-Konzern die Software eines Drittanbieters entfernt.
05.08.2014, 03:2705.08.2014, 08:51

Anwendungen, die gegen interne Richtlinien verstiessen, würden entfernt, sagte eine Google-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Sie bestätigte, dass das Spiel nicht mehr im virtuellen Laden verfügbar sei. 

Zuvor hatten sich Benutzer entrüstet gezeigt über das Spiel und dass es in Google Play angeboten wird. Seit der Lancierung am 29. Juli sei es rund 1000 Mal heruntergeladen worden, schrieb die britische Zeitung «Guardian». Nach Reuters-Angaben war es am Montag noch immer bei Facebook als App erhältlich. Das soziale Netzwerk äusserte sich nicht.

«Check our latest game.»
Spielentwickler PlayFTW

Entwickelt wurde das Spiel offenbar von PlayFTW. «Check our latest game», heisst es auf der Facebook-Seite des Anbieters. «Möge Gott Euch den rechten Weg zeigen, das ist abscheulich», antwortet ein User darauf.  

In Bomb Gaza werfen Kämpfer Bomben aus einem Kampfjet ab, während sie Raketen von Hamas-Kämpfern in schwarzen und grünen Masken ausweichen. Offenbar geistern im Netz weitere Spiele herum, die sich den Nahost-Konflikt zu Nutzen machen wollen. Dazu gehören laut der Zeitung The Independent etwa «Gaza Assault» oder «Iron Dome». (kad/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Internationaler Schlag gegen Hackerbande «KillSec»: 16-Jähriger soll Anführer sein
Schweizer Strafverfolgungsbehörden sind an den Ermittlungen gegen die Ransomware-Gruppe beteiligt.
Bei einer internationalen Polizeiaktion ist die Infrastruktur der Ransomware-Gruppe «KillSec» zerschlagen worden. An der Operation waren auch die Schweizer Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei (Fedpol) beteiligt. Drei Personen wurden dabei festgenommen und mehrere Server beschlagnahmt.
Zur Story